Buch-Tipps 2022/06

Hans Neuenfels | Musikjournalismus | Richtiges Pedalisieren & künstlerisches Klavierspiel


(nmz) -
Hans Neuenfels: Fast nackt. Letzte Texte. Mit einem Nachruf von Elke Heidenreich, Eisele Verlag +++ Musikjournalismus. Radio – Fernsehen – Print – Online, hrsg. von Peter Overbeck, Springer VS +++ Karl Betz: Was zusammenklingen soll und was nicht. Richtiges Pedalisieren & künstlerisches Klavierspiel, Emanomedia
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Hans Neuenfels: Fast nackt. Letzte Texte. Mit einem Nachruf von Elke Heidenreich, Eisele Verlag, München 2022, 271 S., Abb., €  24,00, ISBN 978-3-96161-147-8

Am Anfang stand das kindliche Erlebnis von Musikalität, die aus einem Andersen-Gedicht zu ihm klang – eine Offenbarung, die sein Leben prägen sollte. In Fortführung seines autobiographischen Bandes „Das Bastardbuch“ von 2001 sind hier nun neue Texte und Gedichte versammelt – aus dem Leben und von dessen Ende – ein „seiltänzerischer Akrobatenakt auf sich selbst“, dessen Drucklegung der furiose, im Februar verstorbene Regisseur und Schriftsteller nicht mehr erleben durfte.

Musikjournalismus. Radio – Fernsehen – Print – Online, hrsg. von Peter Overbeck, Springer VS, Wiesbaden 2022, 542 S., Abb., € 34,99, ISBN 978-3-658-32475-9

Die Neubearbeitung des erstmals 2005 erschienenen Klassikers hat deutlich an Volumen zugelegt. Wahrlich umfassend informieren 33 Autoren aus der Praxis in 47 Kapiteln sehr konkret über die ganze Breite des recht dynamischen Berufsfeldes – Pflichtlektüre für alle Berufseinsteiger*innen und Genussmittel für all die Altgedienten, die neugierig sind, wo es momentan links und rechts der eigenen Spur hingeht.

Karl Betz: Was zusammenklingen soll und was nicht. Richtiges Pedalisieren & künstlerisches Klavierspiel, Emanomedia, Zürich 2021, 359 S., Abb., Notenbsp., € 26,90, ISBN 978-3-03836-044-5

Das Augenmerk in angemessener Weise in den oft unterbelichteten Bereich unterhalb des Tastenfeldes zu lenken und eine bewusste klangliche Abstimmung von Hand und Fuß anzuregen, ist das Anliegen dieses recht persönlichen, aus jahrzehntelanger Interpretationserfahrung gespeisten Bandes – ein Kompendium mit 315 kommentierten Notenauszügen, die man auf dem Klavierhocker erklingend reflektieren sollte.

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