Festival „Maskenfrei“

Nachschlag 2020/05


(nmz) -
Wie die nmz kurz vor Redaktionsschluss aus gut informierten Kreisen erfuhr, hat ein 20-köpfiges Kuratoren-Kommitee erste Details zum Berliner Jubiläums-Festival „Maskenfrei – 10 Jahre Corona-­freies Musikleben“ vorgelegt.
Ein Artikel von Juan Martin Koch, Rupert Hörbst

Demzufolge sollen in Erinnerung an die legendäre Mund- und Nasenschutz-Saison 2020/21 folgende Werke zur Aufführung kommen: Die alt-englische Mischgattung der „Masque“ ist mit „Cupid and Death“ (Musik von Mathew Locke und Christopher Gibbons) und Georg Friedrich Händels „Acis und Galatea“ vertreten. Als modernes Pendant ist „Job – a masque  for dancing“ von Ralph Vau­ghan Williams geplant. Die Sasha Waltz Company soll den biblischen Stoff im Pressesaal des Bundeskanzleramts, dem „ikonischen Ort wöchentlicher Hiobsbotschaften“ vertanzen, so das Konzeptpapier.

Als erste gemeinsame Produk­tion in der Geschichte der drei Häuser bringen die Staatsoper unter den Linden, die Deutsche Oper und die Komische Oper Carl Nielsens „Maskarade“ auf ihre Bühnen, wobei das Publikum von Akt zu Akt in einem Kostümmarsch unter Einhaltung der historischen Abstandsregelungen die wechselnden Spielorte erwandern soll. Mit Spannung wird erwartet, wie der gereifte Regie-Berserker Calixto Bieito die entscheidende Peripetie im dritten Akt – das Ablegen der Masken und deren Entsorgung in einer Urne – szenisch gestalten wird.

Die Kirchenmusik ist mit einer vom Allgemeinen Deutschen Cäcilienverband initiierten Auftragskomposition für Orgel vertreten: Enjott Schneiders Passacaglia und Fuge über „The Masquerade is over“.

Uneinigkeit herrscht in der Programmkommision Insidern zufolge noch über den Beitrag aus dem Bereich der Unterhaltungsindustrie. Für den Vorschlag des Senders ProSieben, ein Best-Of seiner Erfolgssendung „The Masked Singer“ als Live-Show anzubieten, fand sich keine Mehrheit.

Gewinnspiel

Unter den richtigen Einsendungen zum nebenstehenden Komponisten-Rätsel verlost die nmz zehn Festivalpässe. Einsendeschluss ist der 1. April 2031. Die ersten fünf Einsender*innen erhalten ein Exemplar des ConBrio-Buches „Drei Fragen an 73 Komponisten“.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren: