Kolumne

Robert M. Helmschrott hat das Musikleben Bayerns geprägt


(nmz) -
In diesem August feierte der Komponist, Organist und Hochschullehrer Prof. Robert M. Helmschrott seinen 75. Geburtstag.
Ein Artikel von Franzpeter Messmer

In diesem August feierte der Komponist, Organist und Hochschullehrer Prof. Robert M. Helmschrott seinen 75. Geburtstag. Der im Klosterdorf Polling aufgewachsene Musiker spielte schon mit 12 als Organist in der Kirche, gab mit 13 Orgelkonzerte in Oberbayern, absolvierte bereits mit 19 das Kirchenmusikstudium, war Kirchenmusiker in Augsburg und Erding und erhielt das Villa Massimo Stipendium in Rom, das seinen Weg zum Komponisten und Hochschullehrer einleitete: Vom Lehrbeauftragten arbeitete er sich bis zum Präsidenten und Rektor der Hochschule für Musik und Theater in München hoch. Zugleich war er im Münchner Tonkünstlerverband aktiv, wo er an der Leitung des Studios für Neue Musik mitwirkte und stellvertretender Vorsitzender war. Er rief die Münchner Konzertreihe „Musica Sacra Viva“ ins Leben und ist bis heute im Rundfunkrat aktiv.
Robert M. Helmschrott hat das Musikleben in Bayern im ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhundert wesentlich mitgestaltet. Inspiriert vom 2. Vatikanischen Konzil öffnete er die Kirchenmusik zu einer „Musica sacra“, die überkonfessionell zu den wesentlichen Fragen der Religion vordringt. Ihm gelang es, zeitgenössische Musik zu komponieren, die einen Zugang für Menschen unserer Zeit zu Meditation und spiritueller Erfahrung öffnet. Seine Werke für Orgel genießen höchste internationale Anerkennung. Für Lied, Kammer- und Orchestermusik schuf er wichtige Beiträge. Seine Tonsprache ist von großer Emotionalität und tiefschürfender Wahrheitssuche geprägt.
Zu Robert M. Helmschrotts 75. Geburtstag erschien eine umfangreiche Monographie über den bedeutenden Künstler als Band 55 in der Reihe „Komponisten in Bayern“, die vom Tonkünstlerverband Bayern herausgegeben wird. Der Band informiert über sein Schaffen und gibt einen tiefen Einblick in sein musikphilosophisches Denken. Er ermöglicht die Begegnung mit einer der faszinierendsten Persönlichkeiten des bayerischen Musiklebens an der Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert.
  

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