Lauter glückliche Bassist*innen!

Das 18. BAVARIAN BASSCAMP 2022


(nmz) -
Nach einer coronabedingten Zwangspause im letzten Jahr konnte das 18. Bavarian Basscamp unter strengen Corona-Regelungen endlich wieder stattfinden. Dabei trafen sich 44 Teilnehmer*innen im Alter von 8 bis 63 Jahren vom 1. bis 4. März 2022 in den Räumen der Bayerischen Musik­akademie in Alteglofsheim für Ensemblespiel, Jam-Sessions und Workshops, wobei der musikalische Austausch im Vordergrund stand. Unter 2G+-Bedingungen war es dieses Jahr wieder möglich, Kontrabassist*innen aller Alters- und Erfahrungsstufen aus Bayern, aber auch ganz Deutschland zu versammeln.
Ein Artikel von VBSM

Langjährige Teamer*innen der Pädagogischen Arbeitsgemeinschaft Kontrabass (PAK) formten zahlreiche Ensembles, in denen sich jeder nach seinen spielerischen Fähigkeiten einbringen, austauschen und weiterentwickeln konnte: Für Ensemble- sowie Einzelunterricht waren Nele Weißmann, Hendrik Fuß und Claus Freudenstein zuständig.

Die iBASS-Klasse (unter der Leitung von Georg Karger) verfolgt seit Beginn des Bavarian Basscamps das Ziel, sich mit dem Transfer traditioneller Technik und Musikpraxis hin zu zeitgenössischen Formen der Musik wie Jazz und Pop, aber auch der „Neuen Musik“ auseinanderzusetzen. So wurde auch in diesem Jahr wieder ein weiter Bogen geschlagen zwischen freier Improvisation, klassischem Ensemblespiel bis hin zur Erweiterung des stilistischen Repertoires wie zum Beispiel dem Einsatz von elektronisch erzeugten Klängen oder verfremdeten menschlichen Stimmen. Die iBASS-Klasse wurde in diesem Jahr von den beiden Profi-Musikern Thomas Hartmann (Klavier) und Anno Kesting (Schlagzeug) tatkräftig unterstützt.

Die Meisterklasse OPEN BASS fand unter der Leitung von Alexan­dra Scott – Professorin an der Hochschule für Musik und Theater in München (HMTM) – statt. Hier konnten junge Student*innen die Chance wahrnehmen, von einer international bekannten, erfahrenen Kontrabassistin gecoacht zu werden, um ihr eigenes Können zu erweitern.

Karola Piel leitete das Mini-Bass-Ensemble, in dem auch die kleinsten der Teilnehmer*innen fleißig üben konnten, wobei sie viel dazu lernten. Ihr Mann Johannes Piel hatte wieder ein offenes Ohr für alle großen und kleinen Sorgen der Teilnehmenden sowie Dozent*innen.

Im Rahmen kleiner Abendkonzerte gaben die einzelnen Ensembles das erarbeitete Repertoire untereinander zum Besten. Eine Jam-Session lud zum gemeinsamen Improvisieren ein; auch die Dozent*innen stellten ihr Können in einem von den Teilnehmer*innen mit Spannung erwarteten Konzert unter Beweis.

Coronabedingt arbeiteten alle Teilnehmer*innen sowie Dozent*innen unter strengen Auflagen, was sowohl eine begrenzte Personenanzahl bei der Raumbelegung, tägliche Schnelltests einschloss, als auch das Abschlusskonzert betraf. Zum Bedauern der Musiker*innen war es nicht erlaubt, das Konzert mit Publikum stattfinden zu lassen. Da coronabedingt der Konzertsaal der Musikakademie nicht zur Verfügung stand, wurde die Abschlussmatinée als Wandelkonzert gestaltet. Doch auch ohne geladene Gäste konnten die Teilnehmer*innen im Rahmen eines internen Abschlusskonzertes die im Basscamp erarbeiteten Stücke einander vortragen sowie das ensembleübergreifende Bassorchesterstück gemeinsam spielen.

Zuletzt war einstimmig klar: Die Zeit ist zu schnell verstrichen, aber das nächste Basscamp kommt bestimmt. Im nächsten Jahr dürfen dann hoffentlich auch wieder die abholenden Eltern sowie weitere Bass-Fans im Rahmen der abschließenden Bavarian Bass Gala in den Genuss der erarbeiteten Stücke kommen!

Jedes Jahr veranstaltet die pädagogische Arbeitsgemeinschaft Kontrabass (PAK) im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. das „Bavarian Bass Camp“. Kontrabassist*innen aller Bayerischen Musikschulen und darüber hinaus treffen sich zum gemeinsamen Musizieren, um in einen angeregten Erfahrungsaustausch zu treten, der sowohl durch qualifizierte Lehrkräfte angeleitet, als auch von Profi-Musikern unterstützt wird. Das Basscamp steht allen Altersgruppen offen: Es geht darum, alters- und zielgruppen­übergreifend zu musizieren, zu experimentieren, Neues am eigenen Instrument zu entdecken sowie das große Miteinander auszukosten. Somit wird nicht nur in Ensembles, die nach Kenntnisstand aufgeteilt sind, musiziert, sondern auch ein gemeinsames Stück erarbeitet. Auch Jam-Sessions eröffnen den Kontrabassist*innen
einen Raum zum Ausprobieren und Mutig-Sein; das offene Konzept bietet allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, nachhaltige Erfahrungen zu sammeln – über sich hinauszuwachsen.

 

 

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