Liebes- Geschichte in Vinyl

„Up On A Hill“ mit Martin Meixner


(nmz) -
Der 1981 in Ulm geborene Martin Meixner ist Tasteninstrumentalist auf Piano, Wurlitzer und Hammond Orgel – und das macht das Ganze so spannend, lebendig und vielschichtig: was sein Spiel angeht, aber auch das Zuhören.
Ein Artikel von Inga Brock

Und vielleicht ist das ja auch einer der Gründe, warum er ganz ohne Worte so viel mehr erzählen kann als andere Künstler, denen auch seitenlange Lyrics nicht weiterhelfen könnten. „Up On A Hill“, das erste Soloalbum von Martin Meixner, ist eine einzige Liebeserklärung: ans Leben, an gute Musik, an alles was Tasten hat, ans Weitermachen, an seine Lebenspartnerin und auch an sich selbst. Glück ist denn auch eines der großen Themen dieser Liebesgeschichte in Vinylform, die wie alle wahren Liebesgeschichten außer vom Glücklichsein auch vom Schmerz handelt, von Hoffnung, Mut, von Abgründen, vom Aufsteigen, Ankommen und Loslassen. Mal grooven die Passagen, mal zitieren sie, manchmal sind sie sexy, manchmal auch wunderbar traurig. Auf einen Berg zu steigen, mit immer leichter werdendem Gepäck. Oben anzukommen, zurück ins Tal zu blicken und dabei die Freude zu spüren am Immer-Weitermachen: Martin Meixner hat all das geschafft und auf seinem Debütalbum elf wunderbare Songs aufgenommen. So hat die Liebesgeschichte eines Musikers, für den es zum Glück keine passende Schublade gibt (und auch niemals geben sollte), tatsächlich ein Happy End, das umso schöner ist, weil man es glauben kann – so ehrlich und virtuos wie es daherkommt. Es klingt eindeutig wie der Anfang von etwas sehr Schönem. Nach Versprechen.

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