Nachrichten 2015/03


(nmz) -
Facebook-Community soll den JukeBoxx-Preisträger wählen +++ Instrumente für die junge Elite +++ Gewerkschaftspolitische Schaukämpfe?
Ein Artikel von nmz-red

Wer Sieger wird, bestimmen Sie:
Facebook-Community soll den JukeBoxx-Preisträger wählen

Auch 2014/15 hat die Christoph und Stephan Kaske Stiftung mit Unterstützung der neuen musikzeitung (nmz) den JukeBoxx NeueMusik Preis als virtuellen Komponistenwettbewerb im Bereich der zeitgenössischen Musik ausgeschrieben. Der Wettbewerb soll einer Vielzahl von Komponisten ermöglichen, ihre jeweils aktuelle Komposition gleichzeitig durch eine unabhängige Jury und ein interessiertes Publikum bewerten zu lassen. Der Preis 2014/15 für den Sieger ist von der Stiftung mit 3.500 Euro dotiert. Bis zum 28.02.2015 hat die Jury aus insgesamt 40 Einreichungen die 5 besten Kompositionen ausgewählt. Diese stehen dann bis zum 30.04.2015 zur Abstimmung durch das teilnehmende Publikum bereit, das seine Bewertung durch Kommentierung der betreffenden Komposition auf der betreffenden facebook-Veranstaltungsseite mitteilt.

Die Komposition aus der Reihe der Top 5 mit den meisten Punkten, vergeben vom Publikum, gewinnt den Wettbewerb. Bei Punktgleichheit entscheidet die Jury. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Am 31.05.2015 wird dann der Preisträger bekannt gegeben. Stimmen Sie ab auf Facebook unter JukeBoxx NewMusic.

Instrumente für die junge Elite

58 Geigen, Bratschen und Violoncelli wurden am letzten Februarwochenende beim 23. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds von der Deutschen Stiftung Musikleben an junge Spitzenmusiker vergeben. Christel Lee (25 Jahre), geboren in Indiana (USA) und derzeit Studentin der Kronberg Academy, nahm zum ersten Mal am Wettbewerb teil und erspielte sich auf Anhieb die höchste Bewertung der Jury, wofür ihr eine herrliche Violine von Lorenzo Storioni, Cremona 1781, aus dem Besitz der Stiftung verliehen wurde. Tobias Feldmann (24 Jahre) aus Berlin spielt bereits seit 2013 eine Violine von Antonio Stradivari aus Bundesbesitz, die er nun für weitere 2 Jahre spielen darf und auch Peter-Philipp Staemmler (28 Jahre) aus Berlin konnte die Jury vorbehaltlos überzeugen und seine Leihfrist für ein Spitzencello des französischen Geigenbaumeisters Jean-Baptiste Vuillaume, eine treuhänderische Eingabe der Jürgen und Monika Blankenburg-Stiftung, verlängern. Eine Überraschung war die jüngste Teilnehmerin des diesjährigen Wettbewerbs: Annabel Hauk (15 Jahre) aus Bad Soden erhielt das Auftragswerk 2015 des Deutschen Musikinstrumentenfonds, ein Violoncello von Michael Stürzenhofecker nach einem Modell des italienischen Geigenbaumeisters Matteo Goffriller aus dem 18. Jahrhundert. Das Preisträgerkonzert sendet der Deutschlandfunk am 19. April 2015 um 21.05 Uhr.

Gewerkschaftspolitische Schaukämpfe?

Die Künstlergewerkschaften GDBA und VdO sehen ihren Geltungsbereich durch Forderungen der Gewerkschaft ver.di in Gefahr. Dies meldeten die beiden Künstlergewerkschaften aus Anlass der Tarifverhandlungen beim Staatsballett Berlin. GDBA und VdO hatten gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) bereits im Dezember letzten Jahres für die künstlerisch Beschäftigten der Stiftung Oper in Berlin mit dem Deutschen Bühnenverein die Übernahme der Tarif- und Strukturanpassungen des Landes Berlin für die Jahre 2011 bis 2014 ausgehandelt. Zwischenzeitlich haben sich laut GDBA und VdO Irritationen bei der Umsetzung dieser Verhandlungsergebnisse für die Mitglieder des Staatsballetts Berlin ergeben. Diese seien, so GDBA und VdO, durch die Geltendmachung von in dieser Form nicht umsetzbaren Forderungen der Gewerkschaft ver.di entstanden, die nach der bundesweit geltenden Abgrenzung zwischen dem allgemeinen Tarifrecht des öffentlichen Dienstes und dem Normalvertrag Bühne als spezieller Regelung für das künstlerische Personal nicht zuständig sei. Das hat unter anderem zur Folge, dass die Umsetzung des Tarifabschlusses die Beschäftigten des Staatballetts vom Arbeitgeber nun verweigert wird. Konkret werden den Tänzern bereits ausgehandelte Vergütungserhöhungen von rund 400 Euro vorenthalten – diese würden die finanziellen Forderung der ver.di überschreiten.

Crossover komponieren

Zuletzt waren die Geiger Marie-Luise und Christoph Dingler im März 2013 im TV-Studio von nmzMedia auf der Musikmesse Frankfurt. Die Twiolins, wie sie sich nennen, unterhielten sich damals mit den Kontrabassisten Veit Hübner und Eckhart Fischer über die Realität des freiberuflichen Musikers. Ein Gespräch, das Mut macht, aber auch nichts beschönigt. Im Original nachzuhören unter: www.nmzmedia.de

2009 hatten die beiden Geschwister den Crossover Composition Award ins Leben gerufen, der jetzt in die dritte Runde geht. Der Wettbewerb wird alle drei Jahre durchgeführt, um das Repertoire für die Besetzung zwei Violinen zu erweitern. In den Jahren 2009 und 2012 erfreute er sich mit jeweils um die 100 teilnehmenden Komponisten aus 16 Ländern einer großen Resonanz. Die Preisgelder wurden von bisher 7.000 Euro auf knapp 11.000 Euro erhöht. Das Finale findet am 25.9.2015 im Anna-Reiss-Saal der Reiss-Engelhorn-Museen statt. Weitere Informationen auf www.crossover-composition-award.de

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