Neuer Fachberater für Hackbrett


(nmz) -
Das Hackbrett fand als eines der ältes­ten Instrumente in Europa um 1100 die erste Erwähnung – war aber in der Antike bereits in seiner Grundform vorhanden. Die Klangerzeugung ist recht einfach und ermöglicht Lernenden schnelle Erfolgserlebnisse.
Ein Artikel von VBSM

Auch an den Musikschulen im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen e. V. erfreut sich das Hackbrett an Beliebtheit. So wurden im Jahr 2021 an den Mitgliedsschulen 499 Belegungen mit 308 Unterrichtsstunden verzeichnet.

Der neue Fachberater für Hackbrett, Patrick Hollnberger, ist als Kind beim Tag der offenen Tür zu seinem Instrument gekommen: Ohne Vorkenntnisse war es das Klangerlebnis, das ihn zu der Entscheidung gebracht hat, Hackbrett lernen zu wollen. Durch den Musikschulunterricht entwickelte sich der Wunsch, Musik zu studieren: Nach dem Abschluss seines Studiums in München 2015 wurde er 2020 Musikschulleiter und Hackbrettlehrer an der Münchner Schule für Bairische Musik. Er betreut eine Schülerschaft im Alter von 5 bis 90 Jahren und leitet gemeinsam mit Lisa Schöttl das Hackbrettjugendorchester Bayern, das sich zweimal im Jahr in den Ferien zum gemeinsamen Musizieren trifft. Ziel hierbei ist es, Kinder und Jugendliche miteinander zu vernetzen. Als Fachberater für Hackbrett möchte er auch andernorts eine Vernetzung schaffen; über eine lebendige Plattform, die Lehrkräften, Hochschuldozent*innen wie auch Studierenden offensteht.

Die Entwicklung im Hackbrett ist schnelllebig, da das Salzburger Hackbrett noch sehr jung ist. So werden erst seit einigen Jahren spezifische Kinderhackbretter entwickelt. Patrick Hollnberger möchte die Möglichkeiten für Innovation ausschöpfen, damit eine Weiterarbeit an der Professionalisierung und an Standards, zum Beispiel für Lehrpläne und Literatur vorangetrieben werden kann und aktuelle Entwicklungen Lehrkräfte zeitnah erreichen. Sein Ziel ist es, einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen und sich mit anderen Fachbereichen zu vernetzen, denn „wenn Fachbereiche zusammenkommen, sieht man wie fruchtbar das sein kann“. Im Sinne der inklusiven Musikschule möchte er daran mitwirken, dass sich alle verbinden und zusammenarbeiten: „Denn wir können alle voneinander lernen.“

 

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