Soundtracks


(nmz) -
Ein Artikel von Viktor Rotthaler

Julie Taymors einfühlsames Bio-pic über die legendäre mexikanische Malerin Frida Kahlo, verkörpert von Salma Hayek. Für die Filmmusik zu „Frida“ erhielt der Hollywood-Komponist Elliot Goldenthal soeben seinen ersten „Oscar“. Das leidenschaftliche Leben der Kahlo grundiert Goldenthal mit einem kleinen Ensemble auf sehr intime Weise: Vihuela, Guitarron, Akkordeon, mexikanische Harfe, Marimba & „Glass Harmonica“ begleiten Frida auf all ihren Wegen zwischen Mexiko und New York. Die Stars des Soundtracks sind freilich die Musiklegenden Chavela Vargas, Lila Downs & Caetano Veloso.

Punch-Drunk Love
Nonesuch 7559-79813-2

Tragikomische Liebesgeschichte von P.T. Anderson mit Adam Sandler und Emily Watson. Wie aus dem Nichts landet ein lädiertes Harmonium vor den Füßen eines Underdogs, so beginnt dieser wahnwitzige Film. Und man hat dabei das Gefühl, dass dieses „exotische“ Instrument, das hartnäckig immer wieder für ein Klavier gehalten wird, zum Alter Ego des Protagonisten wird. Jon Brions Score oszilliert zwischen Muzak, Easy Listening und Hawaii-Klängen. Zum musikalischen Leitmotiv mutiert ein Love Song von Harry Nilsson: „He Needs Me“, einst von Shelley Duvall als Olivia Oil in Altmans „Popeye“-Verfilmung gesungen.

The Truth About Charlie
Epic 510598-2

Jonathan Demmes modernes Remake von „Charade“. Paris scheint wieder in Mode zu kommen bei den amerikanischen Filmemachern. Und so hat Demme nun neben den üblichen World-Music-Verdächtigen wie Manu Chao, Khaled oder Gotan Project und seinen alten Eighties-Favoriten The Feelies & The Soft Boys auch auf Chansons von Anna Karina & Charles Aznavour gesetzt.

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