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Soundtracks

Untertitel
Femme Fatale, 25th Hour, The Quiet American
Publikationsdatum
Body

F wie Fälschung: Brian De Palma in Paris, der Hauptstadt des Kinos. Rebecca Romijn-Stamos als Alice in der Stadt der Déjà-vus und Täuschungen. Der japanische Notenfälscher Ryuichi Sakamoto schneiderte für De Palmas „Femme Fatale“ ein täuschend echtes musikalisches Kleid. Der Film beginnt mit einer fast viertelstündigen Cannes-Sequenz, unterlegt von einem Bolero, „Bolerish“. Sakamoto verwandelt den alten Ravel-“Gassenhauer“ leichtfüßig in etwas eigenes: die raffinierteste Kinomusik des Jahres. Und nachdem Hitchcock bekanntlich zu den großen Kinoidolen De Palmas gehört, wandelt Sakamoto hier auch auf den musikalischen Spuren Bernard Herrmanns. Am Ende führt der Weg aber wieder zurück nach Paris, zu Debussy & Satie, die vor 100 Jahren Sakamotos „Bolerish“ für das Klavier bearbeitet haben.

25th Hour
Hollywood/WEA 5050466-4407-2

Der neueste Film von Spike Lee zeigt die letzten 25 Stunden eines Drogendealers in der Freiheit. Eine Elegie auf das New York nach dem 11. September. Spike Lee ließ sich dafür von seinem Hauskomponisten Terence Blanchard einen sehr elegischen sinfonischen Score anfertigen. „25th Hour“ ist ein Requiem geworden: Man glaubt, die Stimmen der „Twin Towers“-Opfer klagen zu hören.

The Quiet American
Varèse Sarabande/Colosseum VSD-6426

Seit dem 11. September 2001 lag dieses grandiose Graham-Greene-Verfilmung mit Michael Caine bei Miramax auf Halde. Jetzt, nach dem Irak-Krieg, kommt dieses Melo über die Vorgeschichte des Vietnamkriegs endlich in die Kinos. Craig Armstrong komponierte dafür einen sehr melodiösen, östlich angehauchten Score in „Madame Butterfly“-Manier. Exotische Musik für den „stillen Amerikaner“ in uns.

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