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Umbenennung


(nmz) -

Die deutschsprachige Newsgroup de.rec.music.klassik, die sich im weites-ten Sinne mit „klassischer, ernster Kunstmusik“ beschäftigt, ist nach de.rec.musik.klassik umbenannt worden. Das hat zur Folge, dass die alte newsgroup demnächst auf zahlreichen Newsservern nicht mehr geführt werden wird. Hier werden zum Teil buchdicke Diskussionen über Themen wie: „’Junge’ Opernregie – kreativer Neuansatz oder Verballhornung?“, „Helden der Popkultur – machen sie die Klassik populär?“ oder „Musikalische Begabung“ abgehandelt.

Ein Artikel von Martin Hufner

Die deutschsprachige Newsgroup de.rec.music.klassik, die sich im weites-ten Sinne mit „klassischer, ernster Kunstmusik“ beschäftigt, ist nach de.rec.musik.klassik umbenannt worden. Das hat zur Folge, dass die alte newsgroup demnächst auf zahlreichen Newsservern nicht mehr geführt werden wird. Hier werden zum Teil buchdicke Diskussionen über Themen wie: „’Junge’ Opernregie – kreativer Neuansatz oder Verballhornung?“, „Helden der Popkultur – machen sie die Klassik populär?“ oder „Musikalische Begabung“ abgehandelt.Dänemark napstert…

„Nach einem Bericht der dänischen Zeitung ,Politiken‘ erwägt die Kulturministerin Elsebeth Gerner Nielsen noch im Sommer, den Download von Musik über das Internet für Privatzwecke zu legalisieren. Ein entsprechender Gesetzentwurf sei bereits mehrheitlich vom Folketinget, dem dänischen Parlament, angenommen worden“, meldet der Nachrichten-Ticker des Heise Verlages. Damit würde in Dänemark eine Rechtssicherheit für alle beteiligten Interessengruppen geschaffen werden. Die Bezahlung geis-tiger Leistungen soll über die Erhöhung von CD-ROM-Leermedienpreisen erfolgen. Widerspruch regt sich selbstverständlich auch: „Der Chef des Urheberschutz-Interessenverbandes Copy-Dan Sven Karnov hält indes nichts von den Bemühungen der Regierung um eine zeitgemäßere Neuregelung der Gesetzeslage. Ließe man den Dänen freie Bahn beim Herunterladen von Musik, würde dies zu unüberschaubaren Konsequenzen führen, so Karnov“ weiter im Heise-Ticker.

…und Aimster vor Gericht

Der Internet-Tauschdienst Aimster zieht selbst vors Gericht. Laut Heise-Ticker „will Aimster verdeutlichen, dass man lediglich Provider für private Kommunikation zwischen den Aims- ter-Nutzern sei und man nicht verlangen dürfe, diese Kommunikation zu überwachen. Im Unterschied zu Naps- ter-ähnlichen Internet-Börsen, tauscht man bei Aimster in kleinen Gruppen, die sich über Buddy-Listen der Instant-Messenger-Programme von AOL und Microsoft (MSN) zusammenfinden. Bei diesen Tauschgemeinschaften handele es sich um temporäre virtuelle private Netzwerke (VPNs), die aufgrund ihrer verschlüsselten Kommunikation nicht zu kontrollieren seien. Eine Überwachung beziehungsweise Filterung nach urheberrechtlich geschütztem Material im Sinne der RIAA (amerikanische Musikindustrie), käme einem Knacken der Verschlüsselung gleich und sei ein Verstoß gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA).“

Multimedia spricht

Eine neue Software zur automatischen Themenerkennung in Multimedia-Daten wird an der Universität Duisburg entwickelt. Sie soll helfen, aus dem übergroßen und unüberschaubaren Informationsangebot von Internet, Radio und Fernsehen spezielle Themen herauszufiltern. Das „Alert System for Selective Dissemination of Multimedia Information“, kurz Alert-System genannt, wandelt unter anderem Beiträge von Nachrichtensprechern, Reportern oder Moderatoren per automatischer Spracherkennung in Text um. Um einen möglichst hohen Anteil der gesprochenen Sprache korrekt zu erkennen, haben die Duisburger Informatiker ihre Software trainiert, indem sie aus Zeitungstexten, Audio- und Videomaterial rund 350 Millionen Wörter verarbeitet haben. Demnächst soll sogar eine Software entwickelt werden, die nach Personen in Filmmaterialien suchen kann. Das dürfte dann möglicherweise sogar für nachrichtendienstliche Zwecke und zur Strafverfolgung nützlich sein. In Regensburg, der Heimat der nmz, sind schon alle Kameras installiert.

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