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Alle Artikel kategorisiert unter »Barbara Eckle«

Der Gorilla brät Eier für’s Baby

02.02.16 (Barbara Eckle) -
Nicht ein Thema bildete den Fokus der diesjährigen Ausgabe des Berliner Festivals Ultraschall, sondern eben kein Thema, also Freiheit plus – oder anders gesagt: das Übliche.

Und übrig bleibt das Ohr – Sabrina Hölzer und ihr Projekt „Now I Lay Me Down“ in Berlin

12.02.15 (Barbara Eckle) -
In der Neuen Musik ist das Überschreiten von Grenzen, sei es in Genre, Stil, instrumentaler, virtuoser oder akustischer Leistung, heute nahezu eine Pflichttugend, von der jeder spricht, kaum einer jedoch so recht weiß, welche Vision genau sich dahinter verbirgt. Einzig das Bedürfnis, sich von etwas zu befreien, ist deutlich. Der Regisseurin Sabrina Hölzer und dem Solistenensemble Kaleidoskop ist mit dem Projekt „Now I Lay Me Down“ eine eindeutige Form von Grenzüberschreitung gelungen, die sich äußeren, theoretischen Definitionen entzieht.

„ … mit einer fast spirituellen Feierlichkeit“ – Wittener Tage für neue Kammermusik 2014

14.05.14 (Barbara Eckle) -
Elektronische Musik hat im Gegensatz zu Instrumentalmusik etwas Immaterielles, Körperloses an sich. Die magnetische Kraft, die beide aufeinander ausüben – klanglich wie konzeptuell – arbeitete sich bei den diesjährigen Wittener Tagen für neue Kammermusik subtil, aber konstant in den Vordergrund.

Die Zeit als Anschlag auf das Leben

02.03.14 (Barbara Eckle) -
Musikalisch mag Mark Andre, Chico Mello, Rebecca Saunders und Samir Odeh-Tamimi nicht viel verbinden. Eines haben sie aber gemein: Sie sind „Berlin-Immigranten“. Warum denn in die Ferne schweifen? – dachte sich der künstlerische Leiter der Berliner MaerzMusik Matthias Osterwold für die letzte Festivalausgabe unter seiner Ägide, und widmet sie der Musikszene vor der eigenen Haustür. „Nach Berlin! Nach Berlin“ lautet das Motto, unter dem die Hauptstadt als multinationale Drehscheibe innovativen Musikgeschehens betrachtet wird.

Die wilden Jungen im Blickfeld

02.03.14 (Barbara Eckle) -
Das Kölner Forum neuer Musik bietet Anfang April Musik von Schönberg und Skrjabin, aber auch von Marko Ciciliani und Maximilian Marcoll. Junge Komponisten und Interpreten bestimmen das Programm; auf dem Flyer sind begeisterte Kriegsfreiwillige zu sehen und Soldaten in Gasmasken. Das Internationale Werkstattfestival des Deutschlandfunk will ein Jahrhundert besichtigen. nmz-Autorin Barbara Eckle sprach mit DLF-Redakteur Frank Kämpfer.

Das absolute Jetzt – Eröffnungskonzert von Ultraschall mit Werken von Holliger, Carter, Widmann und Huber

24.01.14 (Barbara Eckle) -
Janus war der Gott des Anfangs und des Endes, der Türen, Schwellen und Scharniere. Im Zeichen des doppelten Gesichts stand das Eröffnungskonzert der diesjährigen, neuerdings zu fünf Tagen komprimierten Ausgabe des Festivals Ultraschall von Deutschlandradio Kultur und Radio Berlin Brandenburg. Die „usual suspects“ unter den Komponisten-Interpreten Heinz Holliger und Jörg Widmann sollten da natürlich nicht fehlen.

Keine stilistischen Reinheitsgebote

01.03.13 (Barbara Eckle) -
Wie vielerorts muss auch in der Türkei die Kultur ohne staatliche Mittel auskommen und ist weitestgehend auf Förderung aus privater Hand angewiesen. Einen wesentlichen Beitrag zum kulturellen Leben in der Metropole Istanbul leistet hier die Borusan Culture and Arts Foundation, eine groß angelegte Stiftung der Borusan Holding, eines türkischen Mischkonzerns, führend in der Herstellung von Stahlrohren, deren Gründer ein großer Liebhaber und Sammler zeitgenössischer Kunst ist.

Im Zeichen der deutsch-französischen Beziehungen

01.03.13 (Barbara Eckle) -
Brüderschaft und Verbrüderung stehen in der Kultur schon lange hoch im Trend und werden gerne – besonders bei aktuellem Anlass – als musikdramaturgische Rahmenstifter bemüht. Leicht kann dabei auch der Eindruck entstehen, man verspreche sich daraus eine Form von notwendiger Rechtfertigung der Musik, ein Attestat ihrer Relevanz, die eigentlich selbstverständlich ist – oder zumindest sein sollte; denn was ist die Bedeutung eines bestimmten Werks innerhalb und was außerhalb eines solchen dramaturgischen Kontextes? Diese Frage taucht immer wieder auf beim Gang durch die diesjährige Ausgabe des Festivals Ultraschall, das seinen Hauptschwerpunkt anlässlich des vor genau 50 Jahren geschlossenen Elysée-Vertrags ins Zeichen der deutsch-französischen Beziehung gestellt hat.

Ein Gurgeln wandert durch alle Register

04.02.13 (Barbara Eckle) -
Es sind vor allem Experimentierfreudigkeit und Multimedia-Affinität, mit denen sich Ensemble Mosaik, das 1997 von jungen Berliner Musikern und Komponisten gegründet wurde, in Deutschland und im Ausland einen Namen gemacht hat. Konzerte in herkömmlicher Form gibt es von Mosaik eher selten zu erleben, und wenn, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie von spektakuläreren Konzertprojekten aus der Erinnerung verdrängt werden. Denn neben Portraitkonzerten und einzelnen Musiktheaterproduktionen hat das Ensemble vor allem mit seinen thematischen Konzertprogrammen und -serien von sich reden gemacht. Meist liegt ihnen eine künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen Phänomenen zugrunde, wie etwa die Auswirkung digitaler Technik auf Komposition und Interpretation. Alte Modelle des Komponierens, Darbietens und Rezipierens werden oft hinterfragt, in einem Reflektions- und Rechercheprozess auseinandergenommen und versuchsweise neu gestaltet. Während eines dreijährigen Projekts etwa experimentierten die Ensemblemitglieder mit partizipatorischem Komponieren. Konzeption und Umsetzung profitieren dabei von einer skrupulösen Rigorosität, die dem Ensemble eigen und für die stets verlässliche künstlerische Qualität der Auftritte verantwortlich ist. Dass das Ensemble als eingespielter, einheitlicher Klangkörper wahrgenommen wird, ist sicher nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die meisten Mosaik-Mitglieder schon seit der Ensemblegründung dabei sind und in demokratischer Manier mitkonzipieren und -gestalten, während die künstlerische Gesamtleitung in den Händen der Flötistin Bettina Junge liegt.

In die Versenkung hin zur Stille

02.10.12 (Barbara Eckle) -
Es ist im wahrsten und besten Wortsinn quasi aus der Luft gegriffen, das Thema Glaube, das sich das Lucerne Festival dieses Jahr gestellt hat: Ständig taucht es in polymorpher Erscheinung an die Oberfläche und verschafft sich seinen Platz im gesellschaftlichen Diskurs. Besonders aber auf musikalischer Ebene, in den Kreisen der Neuen Musik zumal, ist der Glaubenskontext in jüngster Zeit auffallend präsent. Entschloss sich etwa das Bach-Archiv in Leipzig, zur Feier des 800-jährigen Bestehens des Thomanerchors zu den höchsten Kirchenfeiertagen fünf Festmusiken in Auftrag zu geben, das „Forum Neuer Musik 2012“ des Deutschlandfunks setzte sich im Frühjahr auf seine Weise mit dem Thema auseinander unter dem Titel „Komponieren als Dialog mit Gott“ und sogar der Schweizer Theologe Hans Küng, der in Luzern die Eröffnungsrede des Festivals hielt, griff mit seinem Großprojekt „Weltethos“ im vergangenen Jahr selbst zum Mittel Musik, um sein Credo „Ohne Religionsfrieden kein Weltfrieden“ zu postulieren, welches einer groß angelegten Auftragskomposition Jonathan Harveys zugrunde lag.
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