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Alle Artikel kategorisiert unter »Barbara Lieberwirth«

Papierene und digitale Schlüssel zur Weltkultur

07.12.17 (Barbara Lieberwirth) -
„Billig und gut; nur mittels dieses Schlüssels sind die musikalischen Schätze der Weltkultur zu erschließen.“ Mit diesen Worten erläuterte der Verleger Max Abraham im Jahr 1867 eine neue Reihe mit Notenausgaben des Verlages C. F. Peters. Am 9. November des Jahres, dem Tag der ersten Auslieferung, begann der Siegeszug der lindgrünen Reihe „Edition Peters“, die bis heute auf den Pulten von Schülern, Studenten, Profis sowie Musikliebhabern liegt. Weltweit!

Standing Ovations für Pat Metheny im Opernhaus

31.10.17 (Barbara Lieberwirth) -
Wie fließend die Genregrenzen im zeitgenössischen Jazz sind, haben die 41. Leipziger Jazztage unter Beweis gestellt. Über 100 Musikerinnen und Musiker zogen in 22 Konzerten heimisches sowie weitgereistes Publikum in ihren Bann. Die Spielorte des Festivals sind nach wie vor signifikant, reichen sie doch vom kleinen Szeneclub bis hin zum städtischen Opernhaus. Neuer Spielort in diesem Jahr war das zum Veranstaltungsort umgebaute Westbad, das mit einer Kapazität von über 900 Plätzen an den zwei Konzert­abenden restlos ausverkauft war – ebenso wie fast alle anderen Festival-Konzerte.

Cage hätte gelächelt

02.02.16 (Barbara Lieberwirth) -
Wie viele Gäste mag John Cage wohl zu seinen Partys in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts eingeladen haben? 1944/45 jedenfalls trafen sich bei Cage die Freunde Virgil Thomson, Lou Harrison, Henry Cowell, Ben Weber sowie Merton Brown und entwickelten ein Gesellschaftsspiel der besonderen Art: Jeder Komponist schrieb einen Takt Musik auf Notenpapier, faltete dieses am Taktstrich, schrieb zwei weitere Noten hinzu, auf die der nächs-te Spieler/Komponist aufbauen musste. So entstand eine Ringkomposition, die im Jahr 1982 in New York bei C.F. Peters unter dem Titel „Party Pieces“ herausgegeben wurde.

Erlebnisse für visuelle Ohrenmenschen

03.11.15 (Barbara Lieberwirth) -
Die Liaison zwischen Jazz und Film ist eine alte. Mit dem Beginn des Tonfilms im Jahr 1927, explizit mit dem Filmdrama „Der Jazzmusiker“ mit Al Jolson, war Jazzmusik ein ständiger Begleiter des Films. Der moderne Jazz fand ab Ende der 50er-Jahre mit Louis Malles „Fahrstuhl zum Schafott“ Einzug in die Filmgeschichte. Nicht zuletzt Miles Davis‘ Soundtrack ließ den Thriller legendär und zum Wegbereiter der Nouvelle Vague werden. Bis heute ist die vielfältige Klangsprache des Jazz interessant für Filmproduktionen. Aber auch umgekehrt finden – dank der Möglichkeiten der digitalen Welt – visuelle Entwicklungen Einzug in die Welt der Musik. Videos und digitale Bilder werden mehr und mehr als Gestaltungsmittel bei Performances verwendet und verschmelzen so mit Musik zu einem audio-visuellen Gesamtkunstwerk. Ein weiterer Aspekt ist das „Kino im Kopf“, das durch Musik assoziiert wird. Neben sogenannter E-Musik vermag es insbesondere der Jazz, Bilder im Kopf zu erzeugen.

Musikverlage gerne gesehen

01.04.14 (Barbara Lieberwirth) -
Reduziert man die Leipziger Buchmesse allein auf Statistik und Zahlen, übertrifft sie sich Jahr für Jahr selbst. Vom 13. bis 16. März präsentierten sich in diesem Frühjahr 2.194 Aussteller aus 42 Ländern auf dem Messegelände im Leipziger Norden. Und das die Buchmesse begleitende Lesefestival „Leipzig liest“ – das als größte seiner Art in Europa gilt – bot an 400 Orten 3.000 Veranstaltungen. Oliver Zille, Chef der Leipziger Buchmesse, sagt, dass die 175.000 Besucher das Fassungsvermögen der Ausstellungsfläche an seine Grenzen bringen und er über weniger Besucher eigentlich froh wäre.

Willkommen und Abschied

01.04.14 (Barbara Lieberwirth) -
Seinen 275. Geburtstag feierte der älteste Deutsche Musikverlag Breitkopf & Härtel noch in Leipzig, in der Stadt, wo er 1719 gegründet wurde und bis 1945 seinen Stammsitz hatte. Das 300-jährige Jubiläum in fünf Jahren wird er mit Gewissheit nicht wieder in Leipzig begehen. Pünktlich zur Leipziger Buchmesse wurde bekannt, dass der Verlag seine Leipziger Dependance noch in diesem Jahr schließen wird.

Die Weihnachtsgeschenk-Tipps der nmz-Redaktion 2013: Barbara Lieberwirth

18.12.13 (Barbara Lieberwirth) -
Unsere Leipziger Redakteurin und Nachrichtenformerin Barbara Lieberwirth muss nicht weit gucken, sie findet Juliane Wilde Band: für größer, Kick the Flame, Brokensilence 00419.

Die Grenzen zwischen den Genres lösen sich auf

08.12.13 (Barbara Lieberwirth) -
Ende November vergab das netzwerk junge ohren den junge ohren preis bereits zum achten Mal. Eingeladen hat das Team um die neue Geschäftsführerin Lydia Grün in die Musikstadt Leipzig, und mehr als einhundert Musikvermittler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz waren der Einladung gefolgt. Freilich war der Grund für die zahlreiche Teilnahme nicht ausschließlich die feierliche Preisübergabe im Gewandhaus, dessen Verantwortliche dem Netzwerk „den roten Teppich ausrollten“, wie die Geschäftsführerin dankend erwähnte. Ergänzt wurde die Preisverleihung durch eine wissenschaftliche Fachkonferenz zum Thema „Perspektive: Musik & Medien“, auf der frische Ideen für ein lebendiges Musikleben gefunden werden sollten.

b@ch für uns! Leipziger Bach-Archiv ruft eine Chorakademie ins Leben

11.04.13 (Barbara Lieberwirth) -
Das alljährliche Leipziger Bachfest steht wieder einmal vor der Tür. Erstmals haben die Organisatoren des Festivals in diesem Jahr eine Chorakademie ins Leben gerufen. Teilnehmer sind junge Chorsängerinnen und -sänger der sogenannten sächsischen § 4-Schulen. Fünf solcher Gymnasien mit vertiefter musikalischer Ausbildung gibt es im Freistaat. An der Chorakademie nehmen ca. 80 Mitglieder der Jugendchöre aus drei dieser Gymnasien teil: dem Rudolf-Hildebrand-Gymnasium Markkleeberg, dem Clara-Wieck-Gymnasium Zwickau und dem Lessing-Gymnasium Hoyerswerda.

Schumann-Lesung am Originalschauplatz

28.03.13 (Barbara Lieberwirth) -
Leipzig ist von jeher bekannt als Messe-, Buch- und Musikstadt. Neben Wien, Paris oder Prag wurde hier europäische Musikgeschichte geschrieben. Dass in Leipzig über Jahrhunderte hinweg namhafte Musiker, Komponisten und Kapellmeister wirkten, muss an dieser Stelle nicht gesagt werden. Mit dem Verlag Breitkopf wurde 1791 der weltweit älteste Musikverlag in Leipzig gegründet. Auch C.F. Peters, über dessen Schicksal in den wirren Zeiten zweier Diktaturen die nmz mehrfach berichtete, hat seine Wurzeln in Leipzig. Seit nunmehr vier Jahren wissen auch die Organisatoren der Leipziger Buchmesse, dass die Stadt von der Musik nicht zu trennen ist. Deshalb stellt die Messe seit 2010 den Musikverlagen eine eigene Ausstellungsfläche in Messehalle 4 zur Verfügung.
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