Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Hans-Peter Graf«

Theater aus der Mitte der Gemeinschaft heraus für die Gemeinschaft: „Opernale“ 2017

15.09.17 (Hans-Peter Graf) -
Wie jedes historische Großereignis führt auch die Reformation Situationen und Personen im Gepäck, die als abseitig gelten und deshalb nur hinter vorgehaltener Hand, wenn überhaupt, Erwähnung finden. Gudrun Ensslin ist ein solcher Fall. Vor ihrer blutigen Karriere in der Roten Armee Fraktion (RAF) war die Tochter eines schwäbischen Pfarrers die längste Zeit ihres Lebens praktizierende Protestantin. Sie auf Luthers Ehefrau Katharina von Bora und die plattdeutsche Dichterin Alwine Wuthenow aus der Zeit des Biedermeier, auch eine Pfarrerstochter, treffen zu lassen, ist die Grundidee des Stücks.

Expansionsphänomen Musik-App

21.04.17 (Hans-Peter Graf) -
Die Idealfigur des allzeit kreativen Hipsters und der Rollifahrer. Noch einen Schluck aus der Kaffeetasse, dann schnell die ersten Beats gelegt, bevor man sich auf den Weg macht, unterwegs, wie nebenbei, immer mal wieder Pattern hinzufügt, verändert, verdichtet, um dann zu Hause, oder wo auch immer, das Smartphone an eine ausladende Studioanlage stöpselt – soundangemessen für den inzwischen musikalisch komplexen Track. Oder: ein schwerstbehinderter Junge aus der inklusiven IBand Saar, der nur noch mit einem großen Zeh sein iPad zu spielen in der Lage und offensichtlich ganz zufrieden ist mit seinem musikalischen Wirken.

Das improvisierende Orchester als Verteilerdose

03.02.17 (Hans-Peter Graf) -
Wie machen die das? Was naiv daherkommt, ist im Bereich der improvisierten Musik eine der zentralen Fragen, gefolgt von einer zweiten, die das „wie“ in Zusammenhang mit der Größe eines improvisierenden Ensembles stellt. Darum ging es beim Splitter Music Festival, kuratiert und geleitet von Gregor Hotz, einem der Gründer des Splitter Orchesters, eines Langzeitprojekts aus der Berliner Echtzeitmusik-Szene und im Zentrum des Festival-Geschehens stehend.

Durch choreographisches Denken entsteht Musik

28.10.16 (Hans-Peter Graf) -
Auch wenn der Begriff Choreographie im Titel auftaucht: mit Tanz hatte die Veranstaltung rein gar nichts zu tun. Nichts lag Labor Sonor, dieser Plattform für Konzerte und Experimente aus der Berliner Echtzeitmusik-Szene ferner, als mit „Moving music“ einen Beitrag über Tanz/Bewegung zu Musik zu liefern.

Hübsch, aber ohne eigenes ästhetisches Gewicht

29.01.16 (Hans-Peter Graf) -
„Das schwarze Wasser“, Musiktheater von Vivian und Ketan Bhatti nach dem Schauspiel von Roland Schimmelpfenning an der Neuköllner Oper Berlin 21.1. 2016. Hans-Peter Graf besuchte die Uraufführung.

… denn inniger ist, achtsamer auch … – Ein Fest zu Ehren von György Kurtág

20.12.15 (Hans-Peter Graf) -
„Wärme“ könnte eines der Schlüsselworte für das Festival zu Ehren György Kurtágs sein. Das und viel Zuneigung waren spürbar, mit der die Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin anlässlich des anstehenden 90. Geburtstags im Februar nächsten Jahres die Verbundenheit des ungarischen Komponisten mit ihrem Haus würdigten.

Der doppelte Caliban – „Mirandas Atemwende“ von Ming Tsao beim Berliner „Kontraklang“

04.12.15 (Hans-Peter Graf) -
„Mirandas Atemwende“ von Ming Tsao wurde im Rahmen der Reihe „Kontraklang“ in Berlin konzertant uraufgeführt. Hans-Peter Graf berichtet.

Vom Eigenen und vom Fremden

27.09.15 (Hans-Peter Graf) -
Die Leitfrage der Veranstaltung – „Was geschieht, wenn Musik in Musik übersetzt wird?“ – setzt im Grundsatz voraus, dass Musik übersetzt werden kann. Anders formuliert, dass mittels Übersetzung eine zweite Musik entsteht. Das hat Konsequenzen. Ich nenne nur: Die in der traditionellen Übersetzungstheorie gesetzte Hierarchie von Original und abhängiger Übersetzung ist obsolet, und es verschwindet die Einzigartigkeit des Originals, wenn seine Übersetzung als gewissermaßen zweites Original ebenfalls einzigartig sein müsste. Statt Repräsentation des Originals treten in der Übersetzung von Musik Grenzen und Differenzen auf.

„Gefühle haben Schweigepflicht“ (Andrea Berg) – „Doofe Musik – Lieder zum Träumen, Betäuben und Vergessen“ im Haus der Kulturen der Welt Berlin

15.05.14 (Hans-Peter Graf) -
Wenn die Menschheit als die die Erde in ihrer Substanz verändernde Kraft erkannt ist – weswegen das aktuelle Zeitalter Anthropozän heißt – welche musikalischen Strategien der Hauptakteure sind in diesem Prozess auszumachen? Dazu war nun die „Doofe Musik“ die dritte musikalische Versuchsreihe im Haus der Kulturen der Welt (HDK) – nach dem Festival „Unmenschliche Musik – Kompositionen von Tieren, Maschinen und Zufällen“ und dem Festival „Böse Musik“; alles im Rahmen des umfassenden Anthropozän-Projekts des HDK, in dem es um die Erprobung transdisziplinären Wissens- und Bildungskultur geht.
Inhalt abgleichen