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Alle Artikel kategorisiert unter »Konstantin Parnian«

Singende Maschinen, mechanisiertes Theater

17.09.21 (Konstantin Parnian) -
Maschinen, die kommunizieren — Reisen ins All — elektronisch erzeugte Musik: All das sind Komplexe, die in den letzten zwei Jahrzehnten enormen Aufwind erfahren haben. Zugleich sind es Themen, die den 1896 im damals österreichischen Lemberg geborenen, 1980 verstorbenen Komponisten Max Brand beschäftigten. Ein Porträt des bis heute wenig Beleuchteten.

HerrINNENschaft – „Magna Mater“ im Berliner Zirkus Mond

12.08.21 (Konstantin Parnian) -
Das Musiktheaterkollektiv tutti d*amore betitelte seine neueste Produktion mit dem lateinischen Namen der Göttin Kybele. In antiken Kulturen bereits vor den Römern verehrt, beschreibt „Magna Mater“ auch das allgemeine Konzept einer über allem thronenden Muttergöttin: Einige Thesen führen die Verehrung einer Magna Mater sogar bis in die Zeit vor zehntausend Jahren zurück, als gerade Ackerbau begann sich durchzusetzen. In einer fernen Zukunft, in der ein paradiesisch genießendes Matriarchat rigoros herrscht, spielt nun die Stückentwicklung mit dem Untertitel „Oper*ette. Apokalypse“.

Investoren und Hausräumungen – Musiktheater mit Aktualitätspotenzial im Berliner Acker Stadt Palast

06.07.21 (Konstantin Parnian) -
Den Untertitel „Ein Volksstück“ trägt das kurz vor Ende des Jahres 1932 im Komödienhaus Berlin uraufgeführte Bühnenwerk „Das Haus dazwischen“. Das dazugehörige Libretto verfasste der Kabarettautor Marcellus Schiffer, der daneben auch für Hindemith, Hollaender und Heymann schrieb und sich tragischerweise einige Monate vor dieser Uraufführung das Leben nahm. Ko-Autor Felix Joachimson war nach dieser Arbeit vorwiegend als Drehbuchautor tätig und ab der Emigration in die USA unter dem Namen Felix Jackson bekannt. In Musik setzte das Ganze Mischa Spoliansky, russischer Jude, der seine Kindheit in Polen, Wien, Dresden und Königsberg verbrachte, schließlich in Berlin landete und wenige Monate nach der Uraufführung nach London emigrierte, wo er eine Karriere als Filmkomponist einschlug.

Was lange währt, schürft endlich tief – „Agrippina“ an der Hamburgischen Staatsoper

11.06.21 (Konstantin Parnian) -
Ende Mai startete die Hamburgische Staatsoper wieder mit öffentlich zugänglichen Vorstellungen. Als eine der ersten Produktionen und überhaupt erste Premiere in Präsenz nach monatelangem Lockdown stand Händels „Agrippina“ auf dem Spielplan – in einer Inszenierung von Barrie Kosky, die bereits 2019 bei den Münchner Opernfestspielen am Prinzregententheater aus der Taufe gehoben wurde. Mit reichlich Besetzungsänderungen bot diese Produktion nun für viele den ersten Schritt zurück in den Theatersaal.

Wenn das studierte Handwerk gefährlich wird

10.06.21 (Konstantin Parnian) -
Die Coronapandemie hat Studierende in besonderer Weise getroffen. An vielen großen Universitäten wie der Humboldt-Universität zu Berlin oder der Ludwig-Maximilians-Universität München fanden seit dem Sommersemester 2020 nahezu alle Unterrichte ausschließlich online statt. Studierende und Lehrende haben sich vielerorts seit weit über einem Jahr nicht mehr getroffen, nicht mehr in der Realität gesehen, sondern lediglich in einem von vielen rechteckigen Fenstern auf ihrem Bildschirm.

Musikstudierende schlagen Alarm

03.06.21 (Konstantin Parnian) -
„Rettet die Musik!“ prankt in roten Großbuchstaben fett am Kopf des Brandbriefs. Insgesamt 18 der 24 ASten deutscher Musikhochschulen haben unterzeichnet. Sie fordern Aufstockungen der Ausstattung, der Räume und des Personals, aber auch dass Kultureinrichtungen und Musikhochschulen bei der Planung aktueller Öffnungsschritte schneller einbezogen werden. Ebenso auf der Agenda stehen eine transparente Bewertung und die Einrichtung von Beschwerdestellen. Darüber hinaus sollen zusätzliche Stellen in der Musikbranche geschaffen werden – Freischaffende sollen finanziell besser unterstützt werden und weniger Bürokratieaufwand aufgebürdet bekommen.

Musikalische Wanderung in fünf Etappen – virtuelles 360°-Konzert des STEGREIF.orchesters

28.05.21 (Konstantin Parnian) -
Den (noch) anhaltenden Umständen geschuldet feierte das Konzertprojekt #explore_mozart des Stegreiforchesters seine Premiere online. Doch freilich beließ es das für seine ausgefallenen Experimente bekannte Ensemble nicht bei einem simplen Stream: Die Aufführung wurde als 360-Grad-Video übertragen, bei der ein Microphone-Dummy – ein Kunstkopf mit eingebauter Mikrophonierung – auch für die akustische Verräumlichung sorgte. Wie der Untertitel „Von fünf Anfängen und inneren Zielen“ es andeutet, setzen sich die von jeweils einem Ensemblemitglied konzipierten Abschnitte mit den fünf Grundidealen der Freimaurerei auseinander, die zentral für Mozarts Weltanschauung waren.

„Schlecht, aber sexy“? – Social Media und die Zukunft der klassischen Musik

16.05.21 (Konstantin Parnian) -
Vor Kurzem war der 100. Geburtstag von Franco Corelli; im Klang der Einspielungen seiner Tenorstimme bade ich regelmäßig. Da der 2003 verstorbene Corelli seine Karriere frühzeitig beendete – das Lampenfieber machte ihm extrem zu schaffen – dürften ihn nicht mehr viele heut Lebende von der Bühne kennen. Die Aufnahmen aber packen mich derart, dass ich oft denke: So eine Stimme gibt es nicht mehr. Und dann frage ich mich: Woher kommt das?

Musikalischer Ausverkauf – „Das Musikgeschäft“ aus dem Radialsystem Berlin gestreamt

05.04.21 (Konstantin Parnian) -
Während sich Veranstaltungen aktuell wieder in einem Hin und Her zwischen Öffnungen und Schließung befinden, war die Gemengelage im Februar noch klar: Alles blieb dicht. So fand auch „Das Musikgeschäft“, das Komponist Neo Hülcker und Dramaturg Bastian Zimmermann als gemeinsame Regiearbeit über die Bühne des Radialsystems brachten, als Online-Musiktheater statt. Mittelpunkt des musikalischen Kabinetts voller nostalgischer Details der durch Michael Kleine und Lisa Fütterer gestalteten Bühne bildet Ladenchef Armin Wieser mit seinen Angestellten Heinrich Horwitz und Sabrina Ma. Wie alle Beteiligten spielen sie mit echtem Namen auf der Bühne.

Doch kein Wunder – Aus einer ausweglosen Situation das Beste machen – Moon Music in Berlin

01.04.21 (Konstantin Parnian) -
Ein Regenbogen steht am Tag der Premiere über Berlin. Auf „Abschied“ und „Transformation“ folgte nun Mitte März mit „Neubeginn“ der dritte Teil der Musiktheater-Trilogie „MOON MUSIC“. Eigentlich war geplant, dass bei diesem letzten Stück des Kooperationsprojekts von Neuköllner Oper, STEGREIF.orchester und Prinzessinnengarten Kollektiv das Publikum in der realen Welt beiwohnen darf – im Freien auf dem St. Jacobi Friedhof. Betrachtet man die Zahlen, wäre es auch der denkbar bestmögliche Zeitpunkt gewesen: Inzidenz, R-Wert, Intensivbettenbelegung und Fallzahlen lagen in Berlin alle so tief wie seit Oktober nicht mehr. Trotzdem gab es keine Genehmigung dafür, draußen vor Publikum zu spielen.
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