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Alle Artikel kategorisiert unter »Konstantin Parnian«

Sprach-klang-welten – das Zafraan Ensemble im Radialsystem Berlin

07.10.20 (Konstantin Parnian) -
Unter dem Titel „Die 1910er: Hälse mit Kreuzen“ feierte das Zafraan Ensemble den Auftakt zur Zehnjahresjubiläums-Reihe „UA Berlin“, die durch das 20. Jahrhundert schreitet und vergangene Berliner Uraufführungen mit neu in Auftrag gegebenen verbindet. Mit Sopranistin Eva Resch als Gast standen auf dem Programm neben Schönbergs „Pierrot lunaire“, der einst 1912 im Berliner Choralionsaal uraufgeführt wurde, Werke von Hanns Eisler, Enno Poppe sowie eine Uraufführung von Florian Wessel.

Kinder als Instrumental-DJs – „SCHRUMPF! Zafraan“ in Berlin

24.09.20 (Konstantin Parnian) -
Nach einer Online-Veranstaltung zwischendurch ging die an junge Familien gerichtete Reihe „SCHRUMPF“ der Ideenschmiede LOUDsoft – nun wieder in Präsenz – in die nächste Runde. „Like Tears in Rain“ des aus Israel stammenden Komponisten Yoav Pasovsky gestaltet sich vielmehr als interaktive Konzeption, denn als konventionelle Komposition.

Wagner im Strandbad – Musik(-), Theater und Performance am Berliner Plötzensee

11.09.20 (Konstantin Parnian) -
„Berlin is not Bregenz“ lautete das Motto des kleinen Sommerfestivals, organisiert vom Musiktheaterkollektiv Glanz&Krawall und abgehalten im Berliner Wedding – Strandbad Plötzensee. Das Bad kam jüngst in anderem Zusammenhang in die Schlagzeilen, doch dazu später noch. Schon am Anfang des Wegesrands erscheinen Paare von Schüler*innen, die im Schlagabtausch Beziehungskonflikte mimen. Vor ihnen Schilder mit der Aufschrift: „Handlung Tristan“ und „Handlung Lohengrin“ – themengebende Werke des Programms.

Zusammen gehört – „Kunstlied meets Poetry Slam“ im Fabriktheater Moabit

06.03.20 (Konstantin Parnian) -
Das junge Format „Agorá“ kehrt ein Jahr nach seinem Startschuss zurück nach Berlin. Benannt nach dem Marktplatz der antiken Polis, einer bedeutenden Keimzelle des frühen zivilisatorischen Austauschs, stellt das Konzept in thematischen Blöcken poetischen Texten der Jetztzeit Lieder der klassischen Tradition gegenüber. Aus dem Poetry Slam stammt nicht nur die eine Hälfte der Bühnenpersonnage, sondern auch der Ansatz, die Kandidat*innen gegeneinander antreten zu lassen: als „Team Lied“ versus „Team Poetry“. In herkömmlicher Slam-Manier wird das Ergebnis per Applausvergleich durch das Publikum ermittelt.

Kritik aus der Zukunft – „Merchandise Medea“ im Berliner Ringtheater

20.02.20 (Konstantin Parnian) -
Das Kollektiv Menade setzt sich zum Ziel klassische Stoffe neu zu entwickeln und die Grenze zwischen Sprechtheater und Oper auszuloten. Benannt ist es nach den Anhängerinnen des Dionysos-Kult in der Antike, im deutschen Sprachgebrauch eher als Bacchantinnen bekannt. Oder auch als „Die Bakchen“: Die gleichnamige Tragödie des Euripides stellt sie als brutale Frauenfiguren dar, deren Rausch oft in einem Blutbad endet. Konsequent, dass das neue Projekt partiell auch den Text von Euripides‘ „Medea“ verwendet. Konstantin Parnian berichtet.

Die Stille danach – Das Jewish Chamber Orchestra Munich in Berlin

04.02.20 (Konstantin Parnian) -
Zum 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gastierte das Jewish Chamber Orchestra Munich an der Berliner Volksbühne mit dem Dokumentarfilm „Nacht und Nebel“ von Alain Resnais, der 1956 erstmals in großem Maße Bilder des Holocaust an die Öffentlichkeit trug und damit seinerzeit große Diskussionen auslöste. Die konzertant zum Film vorgetragene Musik stammt im Original aus der Feder von Hanns Eisler.

Melodramatische Intimität – Cornet Rilke von Viktor Ullmann an der Neuköllner Oper Berlin

24.01.20 (Konstantin Parnian) -
Nicht zum ersten Mal überzeugt ein Abend an der Neuköllner Oper genug, um eine Wiederaufnahme zu erleben. Gut besucht ist das mannigfaltige Programm des kleinen Theaters in der Karl-Marx-Straße allemal. Oft wird hier mit Formen experimentiert und dabei gleich mehrere Gattungsgrenze überschritten. Gerade wenn die Zahl der Zusehenden und -hörenden der Raumsituation geschuldet stark schrumpft, erhalten durch die erneuten Aufführungen auch diejenigen die Möglichkeit, die letztes Mal schlichtweg nicht mehr reingepasst hätten.
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