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Alle Artikel kategorisiert unter »Konstantin Parnian«

Was lange währt, schürft endlich tief – „Agrippina“ an der Hamburgischen Staatsoper

11.06.21 (Konstantin Parnian) -
Ende Mai startete die Hamburgische Staatsoper wieder mit öffentlich zugänglichen Vorstellungen. Als eine der ersten Produktionen und überhaupt erste Premiere in Präsenz nach monatelangem Lockdown stand Händels „Agrippina“ auf dem Spielplan – in einer Inszenierung von Barrie Kosky, die bereits 2019 bei den Münchner Opernfestspielen am Prinzregententheater aus der Taufe gehoben wurde. Mit reichlich Besetzungsänderungen bot diese Produktion nun für viele den ersten Schritt zurück in den Theatersaal.
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Musikstudierende schlagen Alarm

03.06.21 (Konstantin Parnian) -
„Rettet die Musik!“ prankt in roten Großbuchstaben fett am Kopf des Brandbriefs. Insgesamt 18 der 24 ASten deutscher Musikhochschulen haben unterzeichnet. Sie fordern Aufstockungen der Ausstattung, der Räume und des Personals, aber auch dass Kultureinrichtungen und Musikhochschulen bei der Planung aktueller Öffnungsschritte schneller einbezogen werden. Ebenso auf der Agenda stehen eine transparente Bewertung und die Einrichtung von Beschwerdestellen. Darüber hinaus sollen zusätzliche Stellen in der Musikbranche geschaffen werden – Freischaffende sollen finanziell besser unterstützt werden und weniger Bürokratieaufwand aufgebürdet bekommen.

Musikalische Wanderung in fünf Etappen – virtuelles 360°-Konzert des STEGREIF.orchesters

28.05.21 (Konstantin Parnian) -
Den (noch) anhaltenden Umständen geschuldet feierte das Konzertprojekt #explore_mozart des Stegreiforchesters seine Premiere online. Doch freilich beließ es das für seine ausgefallenen Experimente bekannte Ensemble nicht bei einem simplen Stream: Die Aufführung wurde als 360-Grad-Video übertragen, bei der ein Microphone-Dummy – ein Kunstkopf mit eingebauter Mikrophonierung – auch für die akustische Verräumlichung sorgte. Wie der Untertitel „Von fünf Anfängen und inneren Zielen“ es andeutet, setzen sich die von jeweils einem Ensemblemitglied konzipierten Abschnitte mit den fünf Grundidealen der Freimaurerei auseinander, die zentral für Mozarts Weltanschauung waren.

„Schlecht, aber sexy“? – Social Media und die Zukunft der klassischen Musik

16.05.21 (Konstantin Parnian) -
Vor Kurzem war der 100. Geburtstag von Franco Corelli; im Klang der Einspielungen seiner Tenorstimme bade ich regelmäßig. Da der 2003 verstorbene Corelli seine Karriere frühzeitig beendete – das Lampenfieber machte ihm extrem zu schaffen – dürften ihn nicht mehr viele heut Lebende von der Bühne kennen. Die Aufnahmen aber packen mich derart, dass ich oft denke: So eine Stimme gibt es nicht mehr. Und dann frage ich mich: Woher kommt das?

Musikalischer Ausverkauf – „Das Musikgeschäft“ aus dem Radialsystem Berlin gestreamt

05.04.21 (Konstantin Parnian) -
Während sich Veranstaltungen aktuell wieder in einem Hin und Her zwischen Öffnungen und Schließung befinden, war die Gemengelage im Februar noch klar: Alles blieb dicht. So fand auch „Das Musikgeschäft“, das Komponist Neo Hülcker und Dramaturg Bastian Zimmermann als gemeinsame Regiearbeit über die Bühne des Radialsystems brachten, als Online-Musiktheater statt. Mittelpunkt des musikalischen Kabinetts voller nostalgischer Details der durch Michael Kleine und Lisa Fütterer gestalteten Bühne bildet Ladenchef Armin Wieser mit seinen Angestellten Heinrich Horwitz und Sabrina Ma. Wie alle Beteiligten spielen sie mit echtem Namen auf der Bühne.

Doch kein Wunder – Aus einer ausweglosen Situation das Beste machen – Moon Music in Berlin

01.04.21 (Konstantin Parnian) -
Ein Regenbogen steht am Tag der Premiere über Berlin. Auf „Abschied“ und „Transformation“ folgte nun Mitte März mit „Neubeginn“ der dritte Teil der Musiktheater-Trilogie „MOON MUSIC“. Eigentlich war geplant, dass bei diesem letzten Stück des Kooperationsprojekts von Neuköllner Oper, STEGREIF.orchester und Prinzessinnengarten Kollektiv das Publikum in der realen Welt beiwohnen darf – im Freien auf dem St. Jacobi Friedhof. Betrachtet man die Zahlen, wäre es auch der denkbar bestmögliche Zeitpunkt gewesen: Inzidenz, R-Wert, Intensivbettenbelegung und Fallzahlen lagen in Berlin alle so tief wie seit Oktober nicht mehr. Trotzdem gab es keine Genehmigung dafür, draußen vor Publikum zu spielen.

Zwischenstation Neue Wege – Eine musiktheatrale Suche aus Neukölln

11.03.21 (Konstantin Parnian) -
„Beim nächsten Mal besteigen wir den Berg“, hieß es im ersten Teil von „MOON MUSIC“ der im Januar aus den Räumlichkeiten der Neuköllner Oper gestreamt wurde. Nach dem „Abschied“ folgte im Februar nun die „Transformation“: die Produktion begab sich auf die Straßen von Neukölln. Das STEGREIF.orchester – diesmal mit Sopranistin Marine Madelin an der Seite – startete in diesem Zwischenstück des als „Musikalische Metamophose“ betitelten Dreiteilers in der Regie von Selina Thüring seinen Weg in der lokal bekannten Rixdorfer Passage an der Karl-Marx-Straße und wanderte bis in die Kiezkapelle auf dem St. Jacobi-Friedhof. Das Publikum konnte erneut über Zoom an der teils vorproduzierten, teils live übertragenen Vorstellung teilhaben.

Theater nicht loslassen – Phase I von „Moon Music“ aus der Neuköllner Oper Berlin

29.01.21 (Konstantin Parnian) -
Als „kontemplativ-interaktive Performance-Reihe“ wird die Kooperation von STEGREIF.orchester, Neuköllner Oper und Prinzessinengarten Kollektiv beworben. Die drei Teile sollen vom Winter in den Frühling führen, von den Räumen der Neuköllner Oper in der Karl-Marx-Straße über die Kiezkapelle an der Hermannstraße bis zum danebenliegenden Prinzessinengarten. Der erste Teil „Moon Music I: Abschied“ wurde nun, gespickt mit einigen Videoaufnahmen, per Zoom live aus der Neuköllner Oper gestreamt.

Erinnerungen an das Andere – Kaan Bulak & Ensemble in der Berliner Philharmonie

17.01.21 (Konstantin Parnian) -
Das Konzert fand Ende Oktober 2020 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie statt. Eines der letzten vor dem öffentlichen Verstummen. Aus der November-Live-Konzertstille wird jetzt wohl eine bis Ende März werden. Zumindest an den großen Theatern und Konzerthäusern. Der Bericht von Konstantin Parnian aus der Rückschau wird wie ein Nachhall in die akustische Leere.
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