Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Rebecca Schmid«

Monumentale Abstraktion der Partitur

06.01.15 (Rebecca Schmid) -
Als der wahnsinnig gewordene Held Jean auf ein mit Kreuzen gefülltes Gräberfeld blickt, kreischt elektronische Musik über den Tonrepetitionen eines präparierten Klaviers und lang ausgehaltenen Streicherklängen. Mit der Auferstehung der toten Soldaten tritt ein virtueller Chor hinzu, ein Ruf aus dem Jenseits über die Schwarz-Weiß-Bilder.

Helden und Anti-Helden: Brett Dean beim Grafenegg Festival

11.09.13 (Rebecca Schmid) -
Ein heldenhaftes Trompetensignal gleich zu Beginn, welches das Orchester mit einem explosiven Melodiengewebe verweigert. Die Blechbläser bieten Unterstützung an, aber ihre Kameradschaft ist flüchtig. Schon im ersten Satz von Brett Deans Trompetenkonzert Dramatis Personae – welches am 31. August open-air in der Wolkenturm-Arena des Grafenegg Festivals mit Håkan Hardenberger als Solist uraufgeführt wurde – wird die Trompete vom Orchester überwältigt.

Automobilsymphonie

04.06.13 (Rebecca Schmid) -
Musiker in weißen Labormänteln mit Volkswagenlogo eilen hin und her. Im Hintergrund glänzen Limousinen in einer mehrstöckigen Glassäule. Der Komponist springt vom Klavierhocker und schlägt zwei Metallstangen nebeneinander. Das Krachen löst im Orchester eine entsprechende Tonexplosion aus. Der Dirigent, verborgen hinter einer dekorativen Stoßstange, wendet sich ans Publikum und nimmt das Mikrophon, um zischende Laute hineinzusprechen. Gonge krachen von allen Seiten. Im Rahmen einer Residenz bei den Dresdner Festspielen präsentierten die New Yorker Philharmoniker die deutsche Erstaufführung einer neuen Version von Magnus Lindbergs „Kraft“ unter Leitung ihres Chefdirigenten Alan Gilbert. Das Konzert am 14. Mai in der Gläsernen Manufaktur, einem Volkswagenwerk, welches auch als Veranstaltungsort dient, umfasste weiterhin Werke von Christopher Rouse und Leonard Bernstein.

Automobilsymphonie: die New York Philharmoniker bei den Dresdener Festspielen

25.05.13 (Rebecca Schmid) -
Musiker in weißen Labormänteln mit Volkswagenlogo eilen hin und her. Im Hintergrund glänzen Limousinen in einer mehrstöckigen Glassäule. Der Komponist springt vom Klavierhocker und schlägt zwei Metallstangen nebeneinander. Das Krachen löst im Orchester eine entsprechende Tonexplosion aus. Der Dirigent, verborgen hinter einer dekorativen Stoßstange, wendet sich ans Publikum und nimmt das Mikrophon, um zischende Laute hineinzusprechen. Gonge krachen von allen Seiten.

Unaufgelöste Emotionen: Zum Auftakt des Jerusalem International Chamber Music Festival in Berlin

23.04.13 (Rebecca Schmid) -
Man mag es wohl ein neues historisches Kapitel nennen können, wenn Jerusalem neue Wurzeln in Berlin schlägt. Im Foyer fließt der Prosecco, an der Wand ist auf der Ausstellungstafel zu lesen „was Sie schon immer über Juden wissen wollten.“ Die Besucher machen sich auf den Weg in den Glashof des Jüdischen Museums Berlin, um den Auftakt des Jerusalem International Chamber Music Festival mitzuerleben, das dieses Jahr zum zweiten Mal in der deutschen Hauptstadt stattfindet.

Kammermusik an der Lucerne Festival Academy

10.09.12 (Rebecca Schmid) -
Die Lucerne Festival Academy, 2004 vom Intendanten Michael Haeflinger und Pierre Boulez gegründet, bewährt sich als führendes Zentrum für das Training junger Musiker in zeitgenössischer Musik über Workshops, moderierte Ateliers und Aufführungen in einem breiten Spektrum der Repertoire. „Composers-in-Residence“ Sofia Gubaidulina und Philippe Manoury wirkten auch aktiv diesen Sommer in einer aufschlussreichen Atmosphäre, die aber kaum denkbar wäre ohne das Hinzutreten von Boulez Anfang September nach einer Augenoperation. Zwischen Proben und Dirigenten-Meisterkursen präsentierten ausgewählte Musiker der Akademie eine Reihe von Kammermusikkonzerten im Luzerner Saal des KKLs, die sich von Bartok bis Carter erstreckten. Besonders prominent waren Duos mit ungewöhnlicher Instrumentation, ob für zwei Violinen oder Trompete und Kontrabass.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: