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Alle Artikel kategorisiert unter »Regine Müller«

Kammermusik unter Freunden: Das Molyvos International Music Festival

02.09.19 (Regine Müller) -
Am äußersten Rand von Europa, auf der griechischen Insel Lesbos kurz vor der türkischen Küste, hat im August bereits zum fünften Mal das Molyvos International Music Festival stattgefunden. Zur gleichen Zeit ist die Insel Lesbos aus ganz anderen Gründen wieder in den Schlagzeilen, denn die Zahl der Flüchtlinge, die von der nahen Türkei übers Meer nach Lesbos kommen, hat sich wieder dramatisch erhöht und nähert sich den Zahlen von 2015 – dem vorläufigen Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Regine Müller mit einer Reportage vom Rand der Zivilisation.

Klassik-Stars im Ski-Paradies: Das Verbier-Festival 2019

07.08.19 (Regine Müller) -
In engen Haarnadelkurven schraubt sich der Shuttle-Bus von Martigny auf den Berg hinauf. In einer guten halben Stunde geht es 1000 Meter hoch, oben locken die schneebedeckten Gipfel des Montblancs und des Combins-Massivs, die Kurven werden immer enger und steiler, die Blicke zurück ins Tal erzeugen zunehmend Schwindel.

Gipfeltreffen der muslimischen Musikkultur

22.07.19 (Regine Müller) -
Für westliche Ohren klingt orientalische oder zentralasiatische Musik immer noch irgendwie exotisch, schwer unterscheidbar und – aus Unkenntnis – manchmal auch etwas gleichförmig. Gerne wird hierzulande auf Klänge dieser Herkunft kurzerhand das abwertende Etikett „Weltmusik“ gepappt. Das mag auch daran liegen, dass dieser in Wahrheit gewaltige Musik-Kosmos tatsächlich in irritierender Weise anschlussfähig ist in alle erdenklichen Richtungen: Natürlich an folkloristisch unterhaltende, an den Pop angrenzende Bereiche (wo das Etikett Weltmusik noch am ehesten passt), an früh-sakrale, meditative Musiktraditionen der christlich-orthodoxen Sphäre vornehmlich des Ostens, aber auch an Strukturen Neuer Musik minimalistischer Prägung, die sich periodisch wiederholender „Patterns“ bedienen, wie die orientalische und zentralasiatische Musik und nicht zuletzt auch an die Improvisationen des Jazz.

Interkultureller Klangmix: Aftab Darvishis „Turan Dokht“ verweist auf die Wurzeln von Puccinis Opernhit

13.06.19 (Regine Müller) -
Regine Müller besuchte das Holland Festival. Bei der Aufführung von Aftab Darvishis erwartete sie „ein gut verdaulicher, gemessen dahinfließender Klangmix an, der im weitesten Sinne orientalische Klänge, westlich weichgespült mit befremdlich anmutenden Originalzitaten aus Puccinis ‚Turandot‘ mixt“. Was das alles mit „kultureller Aneignung“ und ästhetischer Affirmation zu tun hat, lesen Sie in ihrer Kritik im Detail.

Russisch timbrierte Grand Opéra: Tschaikowskys „Johanna von Orleans“ im Theater an der Wien

19.03.19 (Regine Müller) -
Regisseurin Lotte de Beer interpretiert Tschaikowskys „Johanna von Orleans“ vor dem Hintergrund eines Vater-Tochter-Konflikts. Unsere Autorin, Regine Müller, sieht darin einige Schwierigkeiten. „Das mitreißende und durchdachte Spiel aller Akteure und die an historischen Vorbildern orientierten üppigen Chortableaus mit rauschenden Kostümen versöhne allerdings dann auch jene, denen de Beers Erzählung wohl abstrus erscheint.“

Im Endlos-Loop der Schlaflieder

27.02.19 (Regine Müller) -
Es ist ziemlich dunkel im Frankfurter LAB, den Boden bedeckt eine dicke Schicht weißer Daunenfedern. In der Mitte des Raums steht ein riesiges Bett, das zum Fußende hin im Boden zu versinken scheint, hinten hängt ein leuchtender Mond von der Decke, daneben baumelt eine Schaukel herab, ein Clown – oder ist es eine Puppe? – sitzt reglos in einem Lichtkegel, sanfter Pyronebel trübt nur leicht die blaue Lichtstimmung, aus den im Raum positionierten Lautsprechern perlt sanft das Geräusch von gluckerndem Wasser. Bevor man diesen Ort des Geschehens betreten darf, muss man Schuh-Schoner anziehen und es wird darauf hingewiesen, dass es drinnen so gut wie keine Sitzplätze geben wird.

Fantasievoll im Fantasielosen – Zur Uraufführung von Anno Schreiers Oper „Schade, dass sie eine Hure war“ in Düsseldorf

18.02.19 (Regine Müller) -
Dem Haus droht Sanierung oder Abriss und Neubau. Mitten in diese ungewisse Zukunft setzt die Deutsche Oper am Rhein eine Uraufführung mit Anno Schreiers Oper „Schade, dass sie eine Hure war“. Unsere Autorin Regine Müller kommt zur Überzeugung: Das war jetzt leider viel Retro ohne die Spur von Nonsense. Diese Oper sei letztendlich bloß „fantasievoll im Fantasielosen. Denn für einen postmodernen Spaß ist sie nicht lustig und ironisch genug.“

Wagner-Wunder in der Provinz – „Götterdämmerung“ in Minden

08.09.18 (Regine Müller) -
Ein winziges Provinz-Theaterchen ohne eigenes Ensemble und Orchester mit gerade einmal 535 Plätzen spielt Wagner? Das klingt eigentlich nach purem Größenwahn oder besser noch nach laienhafter Selbstüberschätzung. Doch in Minden hat dieser Wahnsinn seit 16 Jahren Methode und hat sich nun gerade mit der Premiere der „Götterdämmerung“ zu unglaublichem Erfolg verdichtet. Denn nun ist der „Ring“ tatsächlich rund, im kommenden Jahr wird die gewaltige Tetralogie, unter der selbst große Operntanker ächzen sogar zwei Mal zyklisch über die Bühne gehen. Ein Wunder. Zumal sich der Mindener „Ring“, ebenso wie alle die Produktionen der Vorjahre keineswegs hinter den großen Häusern verstecken muss. Im Gegenteil.

Scharfe und fromme Töne – Das Beethovenfest Bonn startet mit starken Konzerten

04.09.18 (Regine Müller) -
Zwei Jahre vor dem Beethoven-Jubeljahr 2020, in dem Bonn gerne zum Zentrum der Klassik-Welt würde, gibt sich die Stadt wenig einladend. Das Zentrum ist eine riesige Baustelle, das Münster ist seit einem Jahr geschlossen und der Bahnhof befindet sich in katastrophalem Zustand. Die dortige Dauer-Baustelle kommt nicht vom Fleck, gesperrte Gleise, Umleitungen und das übliche Missmanagement der Deutschen Bahn bescheren auswärtigen Besuchern des soeben gestarteten Beethoven-Fests einen abschreckenden Empfang.

Chamäleon Liszt: Uraufführung des Opernfragments „Sardanapalo“ in Weimar

22.08.18 (Regine Müller) -
Franz Liszt ist im kollektiven Gedächtnis der Musikwelt abgespeichert als umschwärmter Tasten-Löwe, als Dirigent und Pädagoge, als ingeniöser Komponist von hoch virtuoser und klangschillernder Klaviermusik und als Schöpfer groß angelegter sinfonischer Dichtungen. Als Galionsfigur der neudeutschen Schule stand Liszt zudem für einen künstlerischen Fortschrittsglauben, der neue Ausdrucksformen suchte und die Verschmelzung der Gattungen anstrebte. Insbesondere die Literatur band Liszt in seine musikalischen Konzeptionen ein.
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