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Alle Artikel kategorisiert unter »Regine Müller«

Maximale Transparenz, sakrale Atmosphäre

30.06.20 (Regine Müller) -
Werden wir uns jemals an diese von der Politik so viel beschworene „neue Normalität“ gewöhnen? Maskenpflicht, Abstandsgebot und eifriges Händewaschen sind den meisten wohl schon selbstverständlich geworden, wenn auch mit Murren. Denn solange diese Regeln Alltagshandlungen wie Einkaufen und Busfahren betreffen, sind sie zwar lästig und fressen Zeit, beeinträchtigen aber das Wohlbefinden nur bei relativ prosaischen Verrichtungen. Aber schon im Restaurant oder im Café rühren sie an den Kern des eigentlichen Zwecks: Etwas Angenehmes in naher menschlicher Gesellschaft zu tun. Denn die Nähe darf sich nicht einstellen. Im Konzerthaus Dortmund war nun zu ahnen, wie sich das Musikleben mit Corona hoffentlich nicht allzu lange anfühlen wird.

Sakrale Atmosphäre: Das erste veritable Sinfoniekonzert mit Corona im Konzerthaus Dortmund

10.06.20 (Regine Müller) -
Werden wir uns jemals an diese von der Politik so viel beschworene „neue Normalität“ gewöhnen? Maskenpflicht, Abstandsgebot und eifriges Händewaschen sind den meisten wohl schon selbstverständlich geworden, wenn auch mit Murren. Denn solange diese Regeln Alltagshandlungen wie Einkaufen und Busfahren betreffen, sind sie zwar lästig und fressen Zeit, beeinträchtigen aber das Wohlbefinden nur bei relativ prosaischen Verrichtungen. Aber schon im Restaurant oder im Café rühren sie an den Kern des eigentlichen Zwecks: Etwas Angenehmes in naher menschlicher Gesellschaft zu tun. Denn die Nähe darf sich nicht einstellen. Im Konzerthaus Dortmund war nun zu ahnen, wie sich das Musikleben mit Corona hoffentlich nicht allzu lange anfühlen wird. Reportage und Konzertkritik von Regine Müller.

Ecken und Kanten, Luftlöcher und Risse

14.02.20 (Regine Müller) -
Die 32. Ausgabe des Festivals Wien Modern stemmte die gewaltige Zahl von 109 Ur- und Erstaufführungen und bot ein breit angelegtes Programm rund um das Festivalthema „Wachstum“. An 34 Spieltagen strömten 20.216 Besucher/-innen zu 25 Spielstätten in 12 Wiener Gemeindebezirken.

Lauwarm – In Düsseldorf misslingt Camille Saint-Saëns' „Samson et Dalila“ gründlich

20.10.19 (Regine Müller) -
Joan Anton Rechi inszeniert an der Düsseldorfer Rheinoper Camille Saint-Saëns' ursprünglich als Oratorium konzipiertes Werk „Samson et Dalila“ als lauwarme Pseudo-Aktualisierung und pappt eine unbeholfen formulierte Kapitalismus-Kritik als Feigenblatt auf ein mit abgestandenen Klischees hantierendes Rampentheater, meint Regine Müller in ihrem Premierenbericht.

Kammermusik unter Freunden: Das Molyvos International Music Festival

02.09.19 (Regine Müller) -
Am äußersten Rand von Europa, auf der griechischen Insel Lesbos kurz vor der türkischen Küste, hat im August bereits zum fünften Mal das Molyvos International Music Festival stattgefunden. Zur gleichen Zeit ist die Insel Lesbos aus ganz anderen Gründen wieder in den Schlagzeilen, denn die Zahl der Flüchtlinge, die von der nahen Türkei übers Meer nach Lesbos kommen, hat sich wieder dramatisch erhöht und nähert sich den Zahlen von 2015 – dem vorläufigen Höhepunkt der Flüchtlingskrise. Regine Müller mit einer Reportage vom Rand der Zivilisation.

Klassik-Stars im Ski-Paradies: Das Verbier-Festival 2019

07.08.19 (Regine Müller) -
In engen Haarnadelkurven schraubt sich der Shuttle-Bus von Martigny auf den Berg hinauf. In einer guten halben Stunde geht es 1000 Meter hoch, oben locken die schneebedeckten Gipfel des Montblancs und des Combins-Massivs, die Kurven werden immer enger und steiler, die Blicke zurück ins Tal erzeugen zunehmend Schwindel.

Gipfeltreffen der muslimischen Musikkultur

22.07.19 (Regine Müller) -
Für westliche Ohren klingt orientalische oder zentralasiatische Musik immer noch irgendwie exotisch, schwer unterscheidbar und – aus Unkenntnis – manchmal auch etwas gleichförmig. Gerne wird hierzulande auf Klänge dieser Herkunft kurzerhand das abwertende Etikett „Weltmusik“ gepappt. Das mag auch daran liegen, dass dieser in Wahrheit gewaltige Musik-Kosmos tatsächlich in irritierender Weise anschlussfähig ist in alle erdenklichen Richtungen: Natürlich an folkloristisch unterhaltende, an den Pop angrenzende Bereiche (wo das Etikett Weltmusik noch am ehesten passt), an früh-sakrale, meditative Musiktraditionen der christlich-orthodoxen Sphäre vornehmlich des Ostens, aber auch an Strukturen Neuer Musik minimalistischer Prägung, die sich periodisch wiederholender „Patterns“ bedienen, wie die orientalische und zentralasiatische Musik und nicht zuletzt auch an die Improvisationen des Jazz.

Interkultureller Klangmix: Aftab Darvishis „Turan Dokht“ verweist auf die Wurzeln von Puccinis Opernhit

13.06.19 (Regine Müller) -
Regine Müller besuchte das Holland Festival. Bei der Aufführung von Aftab Darvishis erwartete sie „ein gut verdaulicher, gemessen dahinfließender Klangmix an, der im weitesten Sinne orientalische Klänge, westlich weichgespült mit befremdlich anmutenden Originalzitaten aus Puccinis ‚Turandot‘ mixt“. Was das alles mit „kultureller Aneignung“ und ästhetischer Affirmation zu tun hat, lesen Sie in ihrer Kritik im Detail.

Russisch timbrierte Grand Opéra: Tschaikowskys „Johanna von Orleans“ im Theater an der Wien

19.03.19 (Regine Müller) -
Regisseurin Lotte de Beer interpretiert Tschaikowskys „Johanna von Orleans“ vor dem Hintergrund eines Vater-Tochter-Konflikts. Unsere Autorin, Regine Müller, sieht darin einige Schwierigkeiten. „Das mitreißende und durchdachte Spiel aller Akteure und die an historischen Vorbildern orientierten üppigen Chortableaus mit rauschenden Kostümen versöhne allerdings dann auch jene, denen de Beers Erzählung wohl abstrus erscheint.“

Im Endlos-Loop der Schlaflieder

27.02.19 (Regine Müller) -
Es ist ziemlich dunkel im Frankfurter LAB, den Boden bedeckt eine dicke Schicht weißer Daunenfedern. In der Mitte des Raums steht ein riesiges Bett, das zum Fußende hin im Boden zu versinken scheint, hinten hängt ein leuchtender Mond von der Decke, daneben baumelt eine Schaukel herab, ein Clown – oder ist es eine Puppe? – sitzt reglos in einem Lichtkegel, sanfter Pyronebel trübt nur leicht die blaue Lichtstimmung, aus den im Raum positionierten Lautsprechern perlt sanft das Geräusch von gluckerndem Wasser. Bevor man diesen Ort des Geschehens betreten darf, muss man Schuh-Schoner anziehen und es wird darauf hingewiesen, dass es drinnen so gut wie keine Sitzplätze geben wird.
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