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Doppeltes Jubiläum in der Klaviermethodik

Selten gibt es Gelegenheiten, in der Klaviermethodik ein Doppeljubiläum zu feiern: Der Saarbrücker Gesprächskreis feierte in diesem Jahr den 80. Geburtstag seines Begründers und Leiters Prof. Dr. Werner Müller-Bech und beging 25 Jahre nach Gründung des Gesprächskreis seine 50. Sitzung.

200 Jahre alt und immer noch aktuell diskutiert

Schon Anfang des 19. Jahrhunderts erregte Johann Bernhard Logier (1777–1846) großes Aufsehen durch seine Methode des Klaviergruppenunterrichts: 30 bis 40 Klavierschüler auf mehreren Klavieren – heute wäre das Klavierklassenunterricht. Damals wie heute lag das Thema Gruppenmusizieren europaweit in der Luft und es entbrannten heftige Diskussionen.

Eine Musikmesse für das Dreiländereck

Die in Friedrichshafen 2007 neu entstandene Musikmesse My Music, die letztes Jahr noch in Dresden stattfand, kehrte nun im Oktober 2010 im geplanten Wechsel wieder zurück nach Friedrichshafen. War das alte Angebot noch sowohl bei Bühnenprogramm, Seminaren, Workshops und Vorträgen als auch bei den Ausstellern wie Verlagen und Instrumentenherstellern vielversprechender, umfangreicher, gehaltvoller und ausgewogener gestaltet und sprach sowohl Fachleute als auch Laien an, so zeigten sich in diesem Jahr in Friedrichshafen unfreiwillige Schwerpunkte bei den Bläsern und Schlagzeugern. So war diese Messe weder in diesen noch in den anderen fehlenden Bereichen wie zum Beispiel Orff-instrumenten, Streichern und anderen nicht repräsentativ.

Brücke zwischen Musik, Technik und Psychologie

80 Jahre sind nun vergangen, seit Margit Varró ihr Buch „Der lebendige Klavierunterricht – seine Methodik und Psychologie“ fertig stellte und im September 1929 das fertige Buch der Öffentlichkeit übergab (1). Schon damals sind ihre pädagogischen Ideen der Zeit voraus, und folgt man den vielen Rezensenten in Europa und den USA, gehört es schon damals zu den besten Büchern für den Pädagogen.

Eine Pflichtveranstaltung für Musikpädagogen

Es lohnt sich für den Musikpädagogen allemal, die Musikmesse zu besuchen – eigentlich eine Pflichtveranstaltung – gerade in Zeiten, da Musikgeschäfte ganz verschwinden oder ihre Auswahl an vorrätigem Unterrichtsmaterial drastisch reduzieren, oder gar in manchen Gegenden Unterrichtsmaterial nur noch per Internet oder per Fernbestellung über den Großhandel bezogen werden kann. Jeder Musikpädagoge kann hier für sich und sein Arbeitsfeld Neues aufnehmen, begutachten und dieses dann – selber auf den neuesten Stand gebracht – zu Hause seinen Schülern zugute kommen lassen. Hier kann der Pädagoge, zwar nicht ungestört, aber doch durch das auch dieses Jahr verbesserte Konzept – Holz- und Blechblasinstrumente sind nun zum Beispiel von den Schlaginstrumenten getrennt untergebracht und auch andere Instrumentengattungen wurden anders aufgeteilt – ausgedehnt die Neuheiten im Angebot ansehen und vielleicht ausprobieren. Doch ein wenig mehr Ruhe wünschte sich der Besucher in der Verlagshalle schon noch und das besonders auch bei den Podiumsdiskussionen.

Neue Noten kurz vorgestellt

Instrumentalpädagogische Werke, Spielliteratur mit verschieden Schwerpunkten, Schwierigkeitsgraden und Zielgruppen, Kammermusik für den Unterricht sowie neue Urtextausgaben halten sich bei den Neuerscheinungen 2007 die Waage, aber auch Fachbücher unterschiedlichster Themen sowie Kinderbücher mit Musikbezug finden sich unter der Vielzahl der neuen Angebote.

Erst denken, dann losrennen

Musikgeschäfte drohen aus Kostengründen langsam zu verschwinden. Die übrig gebliebenen unter ihnen reduzieren drastisch ihre Auswahl an vorrätigem Unterrichtsmaterial. Regional kann Unterrichtsmaterial häufig nur noch per Internet oder per Fernbestellung über den Großhandel bezogen werden. Da ist die Musikmesse Frankfurt unbestritten eine Pflichtveranstaltung für Musikstudenten, aber auch für Instrumentalpädagogen und Schulmusiker. Wo sonst gibt es für Musikstudenten ein vollständigeres Angebot, einen besseren Überblick über den Markt an Unterrichtsmaterial? Wo sonst erfahren sie, was sich aus Mangel an Qualität nicht zu kaufen lohnt? Und wo gibt es mehr wichtige und nützliche Informationen für das Studium, spätere Berufsfelder und den Aufbau einer eigenen Gebrauchsbibliothek für Studium und Beruf?

Der Blick über den Zaun lohnt sich

Im Vergleich zu 2004 ist das Bild der Notenneuheiten der Verlage wenig verändert. Instrumentalpädagogische Werke, Spielliteratur mit verschiedenen Schwerpunkten, Schwierigkeitsgraden und Zielgruppen sowie neue Urtextausgaben halten sich die Waage: So erschienen jeweils dreisprachig (d/f/e) die zweiten Bände von „Sight-Reading“ und „-Singing“ (Schott) als Hilfe und Teil des täglichen Übeprogramms auf dem Weg zur Selbstständigkeit des Schülers und des Laien.

Kreative Anregungen zum Erkunden von Musik

Musik für die Kleinsten und Information für die Eltern sind immer noch nach dem Motto „je früher desto trendy“ angesagt und sind deshalb in Hülle und Fülle, aber auch in äußerst unterschiedlicher Qualität bei den Verlagen zu finden. Hier ist Vorsicht geboten, denn gerade bei den Kleinsten muss eine hohe Qualität des Unterrichtsmaterials mit der bestmöglichen Ausbildung des Lehrers eine Einheit bilden. So konnte der Eindruck entstehen, dass mancher Verlag hier nicht pädagogisch wertvoll investiert, sondern auf der Welle mit schwimmend abkassiert. Aber schließlich sucht der Pädagoge ja die Literatur aus. Durchaus verbietet sich bei der Fülle ein vollständiger Über- und Einblick in die Materialien.

Software liegt immer noch voll im Trend

Das Softwareangebot steigt gegenüber früheren Jahren immer weiter, wenngleich auch für den Pädagogen der Versuch, Sinnvolles von nicht Sinnvollem zu unterscheiden, mit sehr weiten Wegen durch den Elektronik-Dschungel der Musikmesse verbunden ist. Auch ist der computernutzende Pädagoge immer öfter anzutreffen, so dass es durchaus Sinn macht, hier einen kurzen Einblick zu eröffnen und einige Grundsatzfragen einmal mehr, aber berechtigt zur Diskussion zu stellen. Aber natürlich gibt es neben Nützlichem und sehr Nützlichem dabei auch einige Absurditäten, die dem Leser nicht vorenthalten werden sollen.

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