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Alle Artikel kategorisiert unter »Viktor Rotthaler«

Bitte keine Mollakkorde!

30.03.19 (Viktor Rotthaler) -
Er gehörte zur Generation des so genannten „Silver Age“ der Filmmusik: André Previn. Zwei Jahrzehnte lang, von der Mitte der 40er-Jahre an bis in die frühen Sixties hinein hatte er den Hollywood-Sound seines Hausstudios M-G-M entscheidend mitgeprägt. Für seine Bearbeitungen vier klassischer Musicals hat ihn die „Academy“ innerhalb weniger Jahre mit einem Oscar ausgezeichnet: „Gigi“, „Porgy and Bess“, „Irma La Douce“ und „My Fair Lady“. Er hat die großen Auftritte von Lassie genauso gewissenhaft orchestriert wie Spencer Tracys moralischen Feldzug gegen die Bösen in der „Stadt der Angst“.

Von Paris über Cherbourg nach Hollywood

28.02.19 (Viktor Rotthaler) -
Er war eine französische Musikikone: Michel Legrand. Ein großer Melodiker wie George Gershwin oder Burt Bacharach, hat er den melancholischen „Sound“ des französischen Kinos der 60er-Jahre wie kein zweiter geprägt. Für drei seiner Hollywood-Musiken gab es Oscars: für den Evergreen „The Windmills Of Your Mind“, „Summer of ’42“ und Barbra Streisands „Yentl“.

Soundtracks 2019/02

18.02.19 (Viktor Rotthaler) -
A Star Is Born +++ Mary Poppins Returns +++ Bohemian Rhapsody +++ The Ballad Of Buster Scruggs

Die Orchestrierung des filmischen Raumes

13.12.18 (Viktor Rotthaler) -
Seit über einem Jahrhundert wird nun schon das Filmbild „orchestriert“, im Stummfilm natürlich nur vor der Leinwand, im Tonfilm ab den späten 20er-Jahren auch auf der Leinwand. Ein neues vorzügliches Buch widmet sich nun den vielen Facetten dieser Kunstform – vom Stummfilm bis zum Sound Design der Gegenwart. Und auch die musikalische Sozialisation der Soundtrack-„Fans“ wird nicht ausgeblendet. Den Herausgebern Frank Hentschel und Peter Moormann ist mit „Filmmusik – Ein alternatives Kompendium“ (erschienen bei Springer VS) durch die Auswahl der Themen ein großer Wurf gelungen: ein Buch für Eingeweihte und Neueinsteiger zugleich.

Chabadabada!

13.12.18 (Viktor Rotthaler) -
In den Sixties haben vier große französische „Pärchen“ das europäische Kino entscheidend geprägt: Delerue & Truffaut, Legrand & Demy, Jarre & Lean und Francis Lai & Claude Lelouch. Begonnen hatte der 1932 in Nizza geborene Komponist Francis Lai als Akkordeonist von Edith Piaf. Nach ihrem Tod schrieb er unter anderem Chansons für Yves Montand („La Bicyclette“). Es war der Sänger Pierre Barouh, der ihn dem jungen Filmregisseur Claude Lelouch vorstellte. Lelouch stand am Anfang seiner Karriere und verpflichtete Lai für sein nächstes Projekt „Un homme et une femme“.

Sirenenstimmen und Windradquietschen

10.11.18 (Viktor Rotthaler) -
Fast sechs Jahrzehnte lang lieferte Ennio Morricone am laufenden Band Filmmusik. Rechtzeitig zu seinem 90. Geburtstag hat der Meister nun angekündigt, dass er sich vom Filmmusikgeschäft zurückziehen will. Nur für seinen Freund Giuseppe Tornatore („Cinema Paradiso“) will er noch Ausnahmen machen. Es ist typisch für Morricone, dass er einem bestimmten Regisseur noch ein letztes Privileg einräumt. Denn Morricone hat seine filmmusikalischen Freundschaften zu vielen Regisseuren sehr gepflegt: von Sergio Leone („Spiel mir das Lied vom Tod“) bis zu Quentin Tarantino. Für den Score zu Tarantinos „The Hateful 8“ hat dann Morricone 2016 auch seinen längst überfälligen „regulären“ Oscar erhalten.

Der letzte Mondsüchtige des Chansons

31.10.18 (Viktor Rotthaler) -
„Als ich Charles Aznavour in Georges Franjus schönstem Film ‚Mit dem Kopf gegen die Wände‘ sah, war es Liebe auf den ersten Blick,“ schrieb Truffaut 1960, als er gerade den Film abgedreht hatte, der Aznavour zur Kinoikone gemacht hatte: „Schießen Sie auf den Pianisten“. „Was ich an ihm so aufregend fand? Seine Zerbrechlichkeit, seine Verwundbarkeit, seine gleichermaßen unterwürfige wie anmutige Gestalt, die mich an den heiligen Franziskus von Assisi denken ließ.“

Soundtracks 2018/10

07.10.18 (Viktor Rotthaler) -
Er gehört zu den wichtigsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts: Stanley Kubrick. Ein Perfektionist des Weltkinos. Aber natürlich soll es hier nur um die Musik zu seinen Filmen gehen, die hier auf vier CDs zusammengestellt wurde. Angefangen hatte Kubrick Mitte der 50er, als das Golden Age of Filmmusic gerade zu Ende ging. Einen der letzten ganz großen Epic-Scores dieser Endphase komponierte Alex North für Kubricks „Spartacus“.

DVD-Tipp 2018/10

07.10.18 (Viktor Rotthaler) -
In der Film-Musik-Geschichte gibt es das seltsame Phänomen der „Pärchen“, das was die Amerikaner ein „perfect match“ nennen. Zu nennen wären da Hitchcock & Herrmann, Truffaut & Delerue, Spielberg & Williams, Burton & Elfman oder Fellini & Rota, die „Unzertrennlichen“ des italienischen Kinos der 50er- bis 70er-Jahre. Soeben ist eine Box mit zehn restaurierten Fellini-Filmen erschienen. Neun davon sind gemeinsame Werke von Federico Fellini & Nino Rota: von „Die Müßiggänger“ bis zu „Casanova“.

Die Rückkehr des Mackie Messer

12.09.18 (Viktor Rotthaler) -
Im September kommt ein Film in die Kinos, der sich um die „Dreigroschenoper“ dreht: „Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“ von Joachim Lang. In den Hauptrollen: Lars Eidinger als Bertolt Brecht und Robert Stadlober als Kurt Weill. Den Macheath verkörpert Tobias Moretti und Joachim Król gibt den Peachum. Joachim Langs Film erinnert manchmal an die beiden Lars-von-Trier-Filme „Dogville“ und „Mandalay“. Kein Wunder, denn Trier hatte sich in diesen Werken explizit auf Brechts „Verfremdungseffekt“ bezogen. Aber es soll hier nicht um den Lang-Film gehen, der gewissermaßen das „Making-of“ zeigt, sondern um die „Originale“: Erich Engels Theaterfassung der „Dreigroschenoper“ von 1928 und G. W. Pabsts Filmversion „Die Dreigroschenoper“.
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