Internationaler Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg feiert Jubiläumsausgabe 2026
Seit 35 Jahren ist der Internationale Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg eine Bank in der Entdeckung und Förderung junger Opernstimmen. Was 1991 als visionäres Konzept unter Komponistenlegende und Gründer Siegfried Matthus seinen innovativen Anfang nahm, zeigt auch im Jubiläumsjahr 2026, dass künstlerisch auf allerhöchstem Level ausgewählt und dargeboten wird. Und dass man den internationalen Vergleich mit ähnlichen Projekten und Wettbewerben zur Auszeichnung und Ausbildung der Opernstars von morgen in der weltweiten Klassikszene nicht scheuen muss.
Karrieren von Opernstars wie Hanna-Elisabeth Müller, Annette Dasch, Allison Oakes oder Olga Peretyatko nahmen hier ihren Anfang. Auch in jüngerer Vergangenheit konnten etwa die isländische Sopranistin Marta Fridriksdottir, der australische Tenor Brad Cooper oder der ungarische Bariton Gergely Kereszturi Jury, Publikum und Presse überzeugen. Ob auch aus dem diesjährigen Jahrgang eine internationale Laufbahn erwächst, wird die Zukunft zeigen. Schon jetzt aber steht fest: Die aktuelle Ausschreibung mit 262 Bewerbungen unterstreicht eindrucksvoll, welche Anziehungskraft Rheinsberg nach wie vor besitzt. Für die Musikkultur Rheinsberg – die gGmbH hinter der Kammeroper Schloss Rheinsberg – ist das ein starkes Signal. Die insgesamt 20 ausgezeichneten Sängerinnen und Sänger werden im Rahmen des „Internationalen Festivals junger Opernsänger*innen 2026“ in zahlreichen Konzerten und Musiktheaterprojekten zu erleben sein.
Was den Gesangswettbewerb und die damit verbundenen Festspiele ausmacht, ist sein Format: Nachwuchssängerinnen und -sänger treffen auf ein Umfeld, das Ausbildung, Praxis und künstlerischen Mut verbindet. So gelangen vielversprechende Talente an der Schnittstelle zwischen Gesangsstudium und Berufskarriere auf die professionelle Bühne – in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Regieteams, Dirigent*innen und renommierten Ensembles wie dem Brandenburgischen Staatsorchester, der Kammerakademie Potsdam oder der Akademie für Alte Musik Berlin. Dabei versteht sich der Wettbewerb nicht nur als Sprungbrett, sondern auch Experimentierfeld aus Konzertlabor und Musiktheaterwerkstatt.
Die Jury bestand in diesem Jahr aus den künstlerischen Vorständen einzelner Produktionen: der Regisseurin Maja Jantar, der Gesangsdozentin Carolin Masur, dem Dirigenten Bernhard Forck sowie Jelle Dierickx, dem Künstlerischen Leiter der Musikkultur Rheinsberg.
Der Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2026 findet vom 30. Juni bis 13. September statt. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderem in André Grétrys vorrevolutionärer Opéra-comique „Blaubart“ in atemberaubender Schlosshofkulisse in der Regie von Maja Jantar und mit der Akademie für Alte Musik Berlin zu erleben. Zum Teil kommt eine Doppelbesetzung zum Einsatz, um möglichst vielen Talenten eine Bühne zu bieten.
Darüber hinaus gibt es die traditionelle Operngala sowie Liederabende, die das abwechslungsreiche Programm unter dem Motto „Auf Entdeckungsreise mit Heinrich und Wilhelmine“ abrunden. Die Besetzung von Giovanni Paisiellos originalem „Der Barbier von Sevilla“ mit der Kammerakademie Potsdam ist noch mit Preisträgerinnen des 34. Jahrgangs besetzt.
Hauptbild
Operngala 2025 - Hannah-Luisa Schmidt-Ott
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© Axel Lauer
Hauptrubrik
Kammeroper Schloss Rheinsberg: Erste Liga der Nachwuchsförderung
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