Hauptbild
„Das Lehrpraktikum an der Musikschule fördert dialogischen Unterricht und engen Austausch zwischen den Studierenden, Musikschullehrkräften und Fachdidaktiker*in.“ Prof. Dr. Sabine Schneider-Binkl, Studiengangsleitung Bachelor Music Education and Music Performance. Foto: Victor Marin

„Das Lehrpraktikum an der Musikschule fördert dialogischen Unterricht und engen Austausch zwischen den Studierenden, Musikschullehrkräften und Fachdidaktiker*in.“ Prof. Dr. Sabine Schneider-Binkl, Studiengangsleitung Bachelor Music Education and Music Performance. Foto: Victor Marin

Banner Full-Size

Kooperation als Prinzip: Lehrpraxis Studium & Beruf

Untertitel
Neubesetzungen in den Fächern Klavier und Musikpädagogik an der Stella Musikhochschule
Vorspann / Teaser

Angehende Instrumental- und Gesangslehrkräf­te benötigen in ihrem Studium lehrpraktische Erfahrungen, um später wirksam ihre päda­gogische Tätigkeit ausüben zu können. Häufig finden diese innerhalb der Hochschule statt. Die Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik in Feldkirch geht dabei jedoch einen anderen Weg und setzt auf ein studienintegriertes vier­semestriges Lehrpraktikum an Musikschulen. In enger Zusammenarbeit mit den Musikschulen ist das Lehrpraktikum mit fachdidaktischen Lehrver­anstaltungen an der Hochschule verknüpft und fördert die phasenübergreifende Entwicklung von künstlerisch-pädagogischer Professionalität. Das Konzept des Studiengangs „Bachelor of Music Education and Music Performance“ der Stella Mu­sikhochschule baut auf die Kooperation zwischen den Fachdidaktiker*innen der Hochschule und den Mentor*innen an den Musikschulen: In Ab­stimmung mit den Studierenden wird individuell die Musikschule sowie die betreuende Lehrkraft ausgewählt und der Professionalisierungsprozess im Betreuungstandem kontinuierlich begleitet. 

Publikationsdatum
Paragraphs
Text

Musikschule als Lernort 

Für die Studierenden eröffnet die regelmäßige Prä­senz an den Musikschulen unterschiedliche Einblicke in die Berufspraxis und zahlreiche Möglichkeiten für Lehrerfahrungen. Dazu zählen Unterrichtsbeobachtungen, die Übernahme von Instrumen­tal-und Gesangsunterricht und das Kennenlernen der Anforderungen und Strukturen des Lernorts Musikschule. Die Studierenden entwickeln damit ein Verständnis für die vielfältigen Tätigkeitsfelder und für die Chancen, Musikschularbeit aktiv zu gestalten. 

Der enge Austausch zwischen Mentor*innen und Hochschullehrenden hilft, die individuellen Stärken der Studierenden gezielt zu fördern und Entwick­lungsbedarfe frühzeitig aufzugreifen. Lehrpraxis und Hochschullehre werden so kontinuierlich auf­einander abgestimmt. 

Vernetzung von Praxis, Theorie und Reflexion 

Das Studienmodul Lernraum Musik und Gesell­schaft verknüpft Theorie und Praxis überzeugend. Die Studierenden entwickeln Kompetenzen zur Unterrichtsgestaltung und zur Weiterentwicklung der Musikschulen.“ 
Prof. Dr. Sabine Schneider-Binkl, Studien­gangsleitung Bachelor Music Education and Music Performance 

Eine zentrale Rolle für die inhaltliche Vernetzung spielt das Studiengangsmodul „Lernraum Musik und Gesellschaft“. Hier werden die Erfahrungen aus der Lehrpraxis mit den Inhalten der fachdidaktischen und musikpädagogischen Lehrveranstaltungen zusammengeführt. Allgemeine Didaktik und Musikpädagogik ermöglichen eine grundlegende Einordnung der Praxiserfahrungen, während Lehrveranstaltungen etwa zu Musikvermittlung, Arrangement oder zu Körper und Geist die Fähigkeit stärken, musikalische Ideen zielgruppengerecht zu entwickeln und umzusetzen. 

Reflexion und Kompetenzentwicklung 

Zentral in der Konzeption ist es, die stetigen Pra­xiserfahrungen und die eigene Entwicklung zu reflektieren. Dies ist auch in Form von Portfolios als Arbeits-und Prüfungsform verankert. Anhand leitender Fragestellungen dokumentieren und analysieren die Studierenden ihren individuellen Kompetenzaufbau und setzen konkrete Erfahrungen in Beziehung zu ihrem Professionalisierungsprozess. Dabei zeigt sich insbesondere das Zusammenspiel von künstlerischer Entwicklung, pädagogischer Praxis und wissenschaftlicher Auseinandersetzung als gewinnbringend: Die Portfolioarbeit unter­stützt eine vertiefte Reflexion und trägt dazu bei, unterschiedliche Kompetenzbereiche miteinander zu verbinden. Die Ergebnisse aus der Portfolioar­beit bezogen auf die Lehrpraxis zeigen, dass dies vor allem die wechselseitige Durchdringung der eigenen künstlerischen Professionalität mit der entstehenden pädagogischen Expertise und mit wis­senschaftlichen Perspektiven bereichert. Damit wird der Kompetenzaufbau auf verschiedenen Ebenen gefördert und trägt zur Qualität der Ausbildung bei. 

Impuls für Hochschullehre und Musikschulberufe 

Die Zukunft musikpädagogischer Hochschulbil­dung liegt nicht in der Trennung von Studium und Berufspraxis, sondern in ihrer intelligenten Ver­schränkung. Kooperation ermöglicht genau diesen Raum, in dem künstlerische Exzellenz, pädagogische Professionalität und gesellschaftliche Verantwor­tung zusammenfinden.“ 
Dr. Jörg Maria Ortwein, Rektor 

Das Kooperationsmodell der Stella Musikhoch­schule eröffnet Perspektiven für die Weiter­entwicklung der musikpädagogischen Studien­angebote und der Arbeit an den Musikschulen. Der enge Austausch zwischen Hochschule und Musikschulen schafft einen gemeinsamen Refle­xionsraum, in dem aktuelle Herausforderungen aufgegriffen werden. Themen wie Fachkräfteman­gel, demografischer Wandel, veränderte Unter­richtsformate oder neue Zielgruppen werden dabei ebenso verhandelt wie etwa Fragen der Kooperation mit allgemeinbildenden Schulen. 

Für die Studierenden ergibt sich daraus die Mög­lichkeit, sich frühzeitig mit den vielseitigen Anfor­derungen des Berufsfelds auseinanderzusetzen und eigene Handlungsperspektiven für zukünftige Musikschularbeit zu entwickeln. Zugleich profitie­ren die Musikschulen von neuen Impulsen und der engen Anbindung an die Hochschullehre. 

Während Studium und Berufspraxis häufig noch getrennt voneinander stattfinden, versucht die Stella Musikhochschule mit ihrer Praktikums­konzeption dort eine Brücke zu schlagen. So sollen nicht nur Pädagog*innen ihre künstlerisch-pädagogische Professionalität entwickeln, sondern auch durch die Zusammenarbeit eine nachhaltige Vernetzung und Stärkung der musikbezogenen Kultur- und Bildungsarbeit erreicht werden. 
 

Neubesetzungen

Johannes Obermeier wurde mit 1. Oktober 2025 zum Hochschulprofessor für Klavier in das Department Music Performance berufen. Foto: Daniel Delang 

Bild
Johannes Obermeier. Foto: Daniel Delang

Johannes Obermeier. Foto: Daniel Delang

Text

Dr. Sabine Schneider-Binkl wurde mit 1. Oktober 2025 auf die Professur für Musikpädagogik be­rufen. Sie leitet den Studiengang Bachelor „Music Education & Music Performance“. Foto: Victor Marin 

www.stella-musikhochschule.ac.at

Bild
Dr. Sabine Schneider-Binkl. Foto: Victor Marin

Dr. Sabine Schneider-Binkl. Foto: Victor Marin

Print-Rubriken