9.6.: oper und konzert aktuell +++ oper und konzert


09.06.02 -
Musikfestspiele Potsdam Sanssouci leben vom «Klang der Bilder" +++ Neuer GMD beginnt Proben in Meiningen +++ Preisverleihung und Festkonzert eröffneten Händel-Festspiele +++ Akademie der Darstellenden Künste verteidigt Forsyth +++ Mainzer Ballettchef Schläpfer ist Kunstpreisträger 2002
09.06.2002 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

Musikfestspiele Potsdam Sanssouci leben vom «Klang der Bilder?
Potsdam (ddp-lbg). Das Miteinander von Musik und Malerei steht in diesem Jahr im Mittelpunkt der «Musikfestspiele Potsdam Sanssouci». Das Festival wird am Freitag (19.00 Uhr) mit einem Konzert in der Friedenskirche eröffnet. Bis 23. Juni werden bei insgesamt fast 40 Veranstaltungen «Symbiosen der Künste» präsentiert, kündigte die Geschäftsführerin der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci GmbH, Andrea Palent, am Donnerstag in Potsdam an. Das Programm bietet eine konzertante Vielfalt von Klassik bis Filmmusik. Dazu gehört auch ein filmischer Abend, der sich den ersten bewegten Bildern widmet. Die Musikfestspiele werden in diesem Jahr mit einem Etat von rund 774 000 Euro ausgerichtet. Rund 75 Prozent der Karten seien bereits im Vorkauf rausgegangen, sagte Dramaturgin Christina Siegfried. Insgesamt stünden bei den Konzerten, Vorträgen, Lesungen und Führungen rund 14 000 Plätze zur Verfügung.
(Internet: www.musikfestspiele.potsdam.de)

Neuer GMD beginnt Proben in Meiningen
Meiningen (ddp-lth). Meiningens neuer Generalmusikdirektor Fabrizio Ventura hat mit den Proben für die erste Opernpremiere begonnen. Einstudiert wird Mozarts Oper «Die Hochzeit des Figaro», die am 30. August Premiere haben wird, wie das Meininger Theater am Donnerstag mitteilte. Sein Debüt gibt Ventura aber bereits am 11. und 18. August mit einem italienischen Programm bei den Schlosshofkonzerten. Dabei wird er Respighis «Pini die Roma», Rossinis Ouvertüre zu «Wilhelm Tell» und Tschaikowskis «Capriccio Italien» dirigieren.
Der aus Rom stammende Ventura ist derzeit 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Opernhaus Nürnberg. Neben Opernproduktionen leitete er dort auch Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters Nürnberg und nahm zahlreiche Gastspiele im In- und Ausland wahr. So wird er unter anderem noch in diesem Monat an der Australien Opera in Sydney debütieren, wo er eine Produktion von «La Boheme» leitet.
(www.das-meininger-theater.de)

Preisverleihung und Festkonzert eröffnen Händel-Festspiele
Halle (ddp). Mit einem Festakt und der Verleihung des Händel-Preises wurden am Freitag in Halle die Händel-Festspiele eröffnet. Das Auftaktkonzert gestalteten unter Leitung von Alessandro de Marchi der Kieler Knabenchor, der hallesche Stadtsingechor und das Händelfestspielorchester des Opernhauses Halle auf historischen Instrumenten. Zu Ehren des großen Komponisten fand außerdem eine Feierstunde am Händel-Denkmal auf dem Marktplatz statt. In Händels Geburtshaus ist eine Sonderausstellung eröffnet wurden. Die Händel-Festspiele gelten als größtes Barockmusikfestival Sachsen-Anhalts. Rund 1500 Künstler aus vielen Ländern der Erde gestalten die insgesamt 37 musikalischen Veranstaltungen an 17 verschiedenen Orten.

Akademie der Darstellenden Künste verteidigt Forsyth
Frankfurt/Main (ddp). Der umstrittene Frankfurter Ballett-Chef William Forsythe erhält Rückendeckung von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. In einer am Donnerstag in Frankfurt am Main verbreiteten Erklärung attackiert die Akademie die Frankfurter Kulturpolitiker massiv. Die Art und Weise, wie über das Ballett Frankfurt und Forsythe «öffentlich verhandelt wird, zeugt von beispielloser Kurzsichtigkeit und Gedankenlosigkeit».
«Eine mögliche Vertreibung von Forsythe aus der Stadt» würde für die deutsche Theaterlandschaft «in ihrer Gesamtheit ein negatives Signal setzen». Der Kulturstandort Frankfurt wäre in diesem Falle «in hohem Maße» beschädigt.

Mainzer Ballettchef Schläpfer ist Kunstpreisträger 2002
Mainz (ddp-swe). Der mit 10 000 Euro dotierte Kunstpreis Rheinland-Pfalz 2002 geht an den Direktor des «BallettMainz», Martin Schläpfer. Diese Entscheidung wurde von der Kunstpreis-Jury einstimmig getroffen, wie das Kulturministerium am Freitag in der Landeshauptstadt mitteilte. Schläpfer habe es in kurzer Zeit geschafft, mit seinem Team nationale wie internationale Reputation zu erlangen, gab Jury-Vorsitzender und Kulturminister Jürgen Zöllner (SPD) als Begründung an. Unter seiner Leitung habe das Ballett Mainz im Staatstheater Mainz dem modernen Tanz ein neues, auch gerade junges Publikum gewonnen. Auch bei bundesweiter Betrachtung sei die Arbeit des 43-jährigen Schweizers als «exzeptionell» anzusehen. Die Preisverleihung durch Zöllner findet am 3. Juli im Staatstheater Mainz statt.
Nach Angaben des Theaters gewann Schläpfer bereits als 17-jähriger Tänzer den Prix de Lausanne. 1978 engagierte ihn der renommierte Basler Ballettdirektor Heinz Spoerli, mit dem damit eine intensive Zusammenarbeit begann. Nach kurzem Gastspiel im kanadischen «Royal Winnipeg Ballet» kehrte Schläpfer ins Basler Ballett zurück. 1990 gründete er in Basel die Ballettschule «Dance Place», die er bis zu seiner Ernennung zum Ballettdirektor des Stadttheaters Bern leitete. Zur Saison 1999/2000 wurde der Schweizer als Ballettleiter und Chefchoreograph ans Staatstheater Mainz verpflichtet.



















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