Das Bundesjugendorchester wird 40


17.03.09 -
Es ist ein Ensemble, das sich ständig wandelt, in seinem musikalischen Anspruch jedoch konstant leidenschaftlich und hochwertig bleibt: Das Bundesjugendorchester (BJO) wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Kurz nach seiner Gründung im Jahr 1969 vom Deutschen Musikrat übernommen, steht das Ensemble für eine einmalige Erfolgsgeschichte.
17.03.2009 - Von PM - DMR, KIZ

Als beargwöhnte „idee fixe“ des Osnabrücker Schulmusikers Peter Koch gegründet, hat sich das Bundesjugendorchester zu einem der bedeutendsten und beliebtesten Nachwuchsorchester der Welt entwickelt. Über 2.000 junge Musiker haben die Förderung bisher durchlaufen – aus vielen von ihnen sind renommierte Orchestermusiker, Solisten, Pädagogen geworden. „Das Bundesjugendorchester ist ein ungewöhnlicher Klangkörper. Für mich waren die Wochen im Bundesjugendorchester immer eine Art des Ausnahmezustands: Intensive Proben, die Zusammenarbeit mit wichtigen Dirigenten und Dozenten, ein strenger Tourplan – und lange Nächte. Die Kombination von Können, Ehrgeiz, jugendlicher Freude am Musizieren und Zusammensein, das erlebt man sonst kaum irgendwo“, sagt die heute berühmte Bratschistin Tabea Zimmermann in der Rückschau. Dirigent Volker Wangenheim, erster künstlerischer Leiter des Ensembles, resümierte anlässlich seines 80. Geburtstags im vergangenen Jahr: „Vielleicht war es für mich die größte Ehre in meinem Leben, an der Wiege des BJO gestanden zu haben“.

Die nun anstehende Frühjahrs-Tournee steht mustergültig für die Arbeit des Orchesters unter dem Thema „Vielfältige Welten". Diese Vielfalt zeigt sich an verschiedenen Schwerpunkten: Es werden anspruchsvoll und abwechslungsreich klassische und moderne Werke kombiniert, diese werden in fünf Konzerten in ganz Deutschland und im Ausland präsentiert. Eine weitere Facette stellt die Kooperation der internationalen Musikräte dar, durch die erstmals sieben junge chinesische GastmusikerInnen in das Orchester integriert werden. Der Star-Trompeter und Solist Reinhold Friedrich wird als Ehemaliger des Orchesters zeigen, wie der Weg nach der Förderung durch das Bundesjugendorchester weitergehen kann. Nicht zuletzt ist das Motto die Übersetzung des Titels „…miramondo multiplo…“, dem Werk für Solotrompete und Orchester von Olga Neuwirth, das auf dieser Arbeitsphase alternierend mit Joseph Haydns Trompetenkonzert erklingen wird.

Unter der Leitung von Peter Hirsch erklingen desweiteren Alban Bergs „Drei Stücke für Orchester“ und das Klavierquartett von Johannes Brahms in der Orchestrierung von Arnold Schönberg.

Das Festkonzert am 17. April in der Kölner Philharmonie wird von WDR3 live übertragen. Die Anwesenheit der Ministerin Ursula von der Leyen ist angefragt.

Alle Konzerttermine der Jubiläumstour:
Samstag, 11. April, 20:00 Uhr, Interlaken (Schweiz), Kursaal – Konzerthalle
Montag, 13. April, 20:00 Uhr, Hamburg, Laeiszhalle
Freitag, 17. April, 20:00 Uhr, Köln, Philharmonie
Samstag, 18. April, 19:30 Uhr, Garmisch-Partenkirchen, Kongresszentrum
Sonntag, 19. April, 19:30 Uhr, Fürth, Stadttheater
Dienstag, 21. April, 20:00 Uhr, München, Herkulessaal

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