Komponist Siegfried Matthus wird 75


11.04.09 -
Siegfried Matthus feiert am Montag (13.4.) seinen 75. Geburtstag. Bereits 1967 begründete er mit der Uraufführung seiner Oper «Der letzte Schuß» seine Stellung im Musikleben des Landes. In den Folgejahren machte er sich vor allem mit psychologisch vielschichtigen Opernstoffen wie Friedrich Hebbels Drama «Judith», das 1985 zur Wiedereröffnung der Dresdner Semper-Oper uraufgeführt wurde, auch international einen Namen. In den letzten Jahren entstanden neben neuen Opern wie «Farinelli oder die Macht des Gesanges» und «Cosima», uraufgeführt 2007 in Braunschweig, vor allem kammermusikalische Werke. Fast 600 Musikwerke hat er mittlerweile geschrieben.
11.04.2009 - Von nmz-ddp, KIZ

Matthus wurde 1934 in Ostpreußen als Sohn eines Landwirts geboren und kam 1944 nach Brandenburg. Von seinem Vater, der in der Gastwirtschaft des Großvaters für Tanzmusik sorgte, erhielt er erste praktische Unterweisungen auf verschiedenen Musikinstrumenten. In Berlin studierte Matthus Komposition sowie Chor- und Ensembleleitung.

Walter Felsenstein holte ihn 1964 an die Berliner Komische Oper, wo Matthus lange als Komponist und Dramaturg wirkte. Dort war er auch von 1966 bis 1988 verantwortlich für die Veranstaltungsreihe «Kammermusik im Gespräch», die zum Wegbereiter der Moderne in der DDR wurde. 1969 wurde der Komponist in die Akademie der Künste der DDR aufgenommen, 1976 auch in die Akademie der Künste Berlin/West.

Seit 1991 ist Matthus Künstlerischer Leiter des von ihm ins Leben gerufenen Projekts «Kammeroper Schloss Rheinsberg», das Opernwerkstatt und Aufführungen in der Schlossanlage Rheinsberg mit jungen Künstlern umfasst. Seit mehr als zehn Jahren leitet er das Internationale Opernfestival junger Sänger auch als Geschäftsführer. 

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