Lübecks Musikhochschule protestiert gegen die Sparpläne der Stadt


27.02.02 -
Die Musikhochschule Lübeck bezieht eindeutig Position gegen die Sparbeschlüsse, die die Hansestadt im Kulturbereich durchsetzen will. Die geplanten Streichungen im Kulturtat seien völlig inakzeptabel.
27.02.2002 - Von Webwatch, KIZ

Durch eine vollkommen inakzeptable Etatsenkung des Theaters Lübeck, Streichung des jährlichen Zuschusses für die Musik- und Kongresshalle und die Schließung von Museen wird das kulturelle Niveau der Stadt zur Bedeutungslosigkeit degradiert. Funktionsträger, die die Tragweite ihrer kulturpolitischen Entscheidungen nicht erkennen, verantworten eine irreparable Beschädigung des kulturellen Lebens der Hansestadt.
Die Verkleinerung und Rückstufung eines TVK Orchesters, die Schließung des Schauspiels oder beispielsweise des Ballets werden auf viele Jahre gesehen nicht rückgängig gemacht werden können. Der Anspruch, Kulturhauptstadt des
Nordens sein zu wollen, lässt sich mit dieser Strategie nicht aufrecht erhalten. Das Kulturleben wäre durch solche Sparmaßnahmen nahezu zerstört.
Es ist überfällig, eine unabhängig von der Politik arbeitende Planungskommission für das Lübecker Kulturleben zu schaffen.

Prof. Inge-Susann Römhild
Rektorin der Musikhochschule Lübeck







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