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nmz 2/2026 – Titelseite

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Einsturzgefahr

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Editorial der nmz 2/2026 von Juan Martin Koch
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Nach „Mulem-Ex“ nun also „Mikado“: Hinter diesen Namen liegt Zündstoff verborgen. Ging es bei der „Mulem-Ex“-Studie (siehe nmz 7/8-2024) um die nicht allzu überraschenden Gründe dafür, warum Bewerber- und Absolventenzahlen in Lehramtsstudiengängen stark rückläufig sind, zeigt die „Mikado“-Studie nun auf, wie dramatisch sich der Lehrkräftemangel an Musikschulen in den kommenden zehn Jahren auswirken würde, wenn es nicht bald gelingt, „das Ruder herumzureißen“, wie Michael Dartsch es im nmz-Interview (siehe Seite 21) formuliert.

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Es gibt da nichts zu beschönigen: Ohne das an Musikschulen aufgebaute Fundament ist das Haus namens „Musikleben Deutschland“ einsturzgefährdet wie ein Stapel Mikadostäbchen. Da helfen auch staatlich und kommunal geförderte Opernhäuser und Orches­ter oder unsere als „Exzellenzschmieden“ gerühmten, Studierende aus aller Welt anziehenden Musikhochschulen nichts. Letztere versuchen schon seit einiger Zeit, ihr künstlerisch-pädagogisches Angebot zu schärfen und flexibler zu machen. Doch solange auf deren Webseiten jeder dritte Preis in einem viertklassigen Wettbewerb und jedes erspielte Orchesterengagement von Absolvent:innen bejubelt, eine Festanstellung an einer Musikschule aber beschwiegen wird und Hauptfachprofessor:innen von pädagogischer Qualifizierung abraten und einen entsprechenden Berufswunsch als Plan B herabwürdigen, dürfte sich am Image musikpädagogischer Tätigkeiten kaum etwas ändern. Einiges im Argen liegt laut „Mikado“ außerdem bei den Informationsmöglichkeiten im Vorfeld eines Studiums und bei der Offenheit für Genres abseits des „Klassischen“. Vor allem schrecken aber wohl die Arbeitsbedingungen ab, die bestens ausgebildete Absolvent:innen erwarten. Hier zeigt sich, dass es wohl mehr brauchen wird als das, was bisher als Reaktion auf die „Mulem-Ex“-Studie vom Deutschen Musikrat (DMR) angestoßen wurde, auch wenn die Kampagne „Zukunft braucht Musik, Zukunft braucht Dich!“ in den sozialen Medien offenbar ihr Zielpublikum erreicht hat.

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Impulse sollen nun auch vom Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ kommen, den der DMR Ende März in Berlin veranstaltet. Inwieweit sich angekündigte Themen wie „Musikalische Bildung und Public Health“, „Wie die Natur durch Kooperation unsere Welt gestaltet“ oder „Warum ist Musikalische Bildung wichtig für die Wirtschaft?“ als zielführend erweisen werden, bleibt abzuwarten.

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