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Rate mal: Klavierquartett op. 47. Screenshot am 29.10.2026 – 11:23 Uhr.

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Lernen mit ARD Sounds

Untertitel
Cluster von Juan Martin Koch
Vorspann / Teaser
  • 09:05 Uhr / Beifall ausgeblendet / BRSO; Mariss Jansons
  • 09:10 Uhr / Suite Nr. 5 E-Dur, HWV 430 / Ragna Schirmer
  • 09:23 Uhr / Scottish Rhapsody / Slowakisches RSO; Ernes…
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Sie verstehen nur Bahnhof? So ging es mir auch, als ich Ende September erstmals von der BR Radio App auf die ARD Sounds App wechselte und bei der Programmübersicht auf obiges stieß. Ein Tippen auf die einzelnen Einträge war auch nicht ergiebiger („Aus lizenzrechtlichen Gründen ist der Titel nicht auswählbar“). Eine etwas verschlafen wirkende junge Frau hatte mich zuvor in einem Willkommensvideo in Selfie-Qualität wie folgt bezirzt: „Hallo, schön, dass Du da bist, aber wechsle doch direkt zu ARD Sounds, weil diese App, die macht bald zu.“ Bei ARD Sounds gebe es „alles für Dich … das volle Programm“ verhieß sie und verabschiedete sich mit einem juvenilen „Wir sehen uns gleich bei ARD Sounds!“

Im Prinzip schien das ja alles recht nice, drüben in der neuen App: alle Sender vereint (inkl. Deutschlandradio), von denen man sich einzelne als Favoriten speichern kann, dazu Podcasts und Hörbücher. Alles bestens? Nicht ganz, denn für den altmodischen Klassikhörer, der tatsächlich das Radio einschaltet und dann schnell wissen will, von wem da gerade ein tolles Stück auf BR Klassik läuft, ist der Informationsgehalt bei ARD Sounds leider ungenügend (siehe oben). Oder steckt ein genialer pädagogischer Schachzug dahinter und die ARD will uns zu Musikwissenschafts-Nerds heranziehen? HWV ist ja noch einfach, BWV, KV und D sollten auch geläufig sein, aber Wq, Sz und L? Da steckt noch viel Lernpotenzial!

Ein anderes Trainingsprogramm haben offenbar die Verantwortlichen von NDR Kultur im Sinn, denn deren Angaben enthalten zwar Kompo­nis­t:innennamen, dafür keine Interpreten … Wenn bei Bach ein Stuhl knarzt und einer mitsingt, ist’s wohl Gould, wenn die Beethoven-Symphonie sich in halbem Tempo hinschleppt, vermutlich Celibidache. Es ist des Lernens kein Ende.

Immerhin erteilt ARD Klassik freundlich Auskunft, dass das Problem bekannt sei (Übernahme von Datenfeldern) und Hoffnung auf Verbesserung bestünde. Und das Info-Video, mit dem man in der BR Radio App auf deren Abschaltung hingewiesen wird, spricht mittlerweile ein leicht grau melierter Herr, der einen sogar siezt. Das wäre doch gar nicht nötig gewesen, mit Carl Philipp Emanuel Bach (Wotquenne-Verzeichnis), Béla Bartók (Szőllősy) und Claude Debussy (Lesure) sind wir ja schließlich auch längst per Du!

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