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unüberhörbar 7/8 2026

Untertitel
Hans Lüdemann | Franz Schubert (Rudolf Buchbinder)
Vorspann / Teaser

Hans Lüdemann, TransEuropeExpress Ensemble & Burcu Karadağ: On The Edges 4 +++ Franz Schubert: Treasures; Rudolf Buchbinder.

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Hans Lüdemann, TransEuropeExpress Ensemble & Burcu Karadağ: On The Edges 4. BMC

Bei seinen trans-europäischen Erkundungen war der komponierende Jazzpianist Hans Lüdemann zuletzt mehrmals in Istanbul. Dort hat er sich orientalischer Musik-Idiomatik genähert, ohne sie zu imitieren. Vielmehr zeigen kontemplative „Monumenti“ eigene Melodik, die swingend zu freien Improvisationen führen kann. Dabei gelangen das Ensemble und Burcu Karadağ mit ihrer nicht temperiert-gestimmten Ney-Flöte in filigranen Mus­tern zu „Different Dimensions“. Ausgeweitet noch in folk-rhythmischem Groove, wie auf der „Ada S.“ (= Insel) zu fühlen ist. Stilsicher arrangierte instrumentale Kombinationen und feines Interplay garantieren Hörvergnügen durch exquisite Klangästhetik.

Hans-Dieter Grünefeld

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Franz Schubert: Treasures; Rudolf Buchbinder. Deutsche Grammophon

Beethoven wurde noch nicht abgefeiert, da steht schon der Schubert Franz vor der Tür. Mit „Verfrühung“ könnte man meinen, aber es ist „nur“ ein Geschenk, das sich Rudolf Buchbinder selbst zu seinem 80. Geburtstag gemacht hat. Es reiht sich in eine Folge von Alben ein, die er in den letzten Jahren mit Repertoire eingespielt hat, das abseits des breiten Weges liegt. Unter dem Motto „Treasures“ sind es dieses Mal alle von Schubert in gedruckte Opera zusammengestellten Walzer, Deutsche, Ecossaisen, Ländler. Kaum einer der 160 (!) Tracks der Doppel-CD weist eine Spielzeit von mehr als zwei Minuten auf. So ist es auch eine Herausforderung, sich nicht von der Fülle der kurzen Einfälle, vom schier unendlichen Strom der Miniaturen mitreißen zu lassen, sondern auch hie und da einen bewussten Halt zu setzen, um zuhören und nachklingen zu lassen – wie etwa beim Walzer a-Moll (Nr. 9) aus den „Valses nobles“ op. 77 D 969. Denn Buchbinder spielt wirklich alle Tänze mit hinreißendem Understatement, sympathischer Natürlichkeit sowie lebenslang geschulten Augen und Ohren, die bei jeder Nummer den jeweils ganz eigenen Charakter erkennen. Wahrlich keine „Massenware“.

Michael Kube

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