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Alle Artikel kategorisiert unter »Luzern«

Keine Hochzeitsreise: zur ersten Tournee der Dresdner Staatskapelle mit Christian Thielemann

17.09.11 (Michael Ernst) -
Eine Balz hat es gar nicht gegeben. Sie sind dennoch ein Paar. Nur der offizielle Eheschluss steht erst noch aus. Für Flitterwochen ist es daher ebenso zu früh wie schon zu spät. Die Sächsische Staatskapelle und ihr designierter Chefdirigent Christian Thielemann – eigentlich noch zwei Künftige, denn ihr vertragliches Zusammenspiel beginnt erst zur Saison 2012/13 – sind offenbar schon längst im künstlerischen Alltag angekommen. Mitte September absolvierten sie ihre erste gemeinsame Gastspielreise.

„Die Leute haben falsch gehört“

29.09.10 (Ute Büchter-Römer) -
Sieben Jahre ist das Projekt Lucerne Festival Academy in diesem Sommer geworden. Mehrere hundert Nachwuchsmusiker aus der ganzen Welt sind in dieser Zeit zu Pierre Boulez und seinen Mitarbeitern nach Luzern gekommen, um dort ihr Wissen über die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu vertiefen. Indem sie dort ihrer Passion fürs Neue frönen, werden sie zu den Künstlern gemacht, die der Gegenwartsmusik eine Zukunft geben. Pierre Boulez spricht von vier Kulturen, die an der Academy gelehrt werden und von denen eine ohne die andere nichts ist: Es sind die Kultur des Dirigierens, die Kultur des Orchesterspiels, die Kultur der Meisterklassen mit ihrer Literatur für kleine Ensembles und nicht zuletzt die Kultur des Komponierens. Ute Büchter-Römer besuchte diesen Sommer die Academy für ein paar Tage und protokollierte für die neue musikzeitung die enge Verzahnung von Lehre, exzellenter Aufführung und Einbettung in das große Festival.

Der Grenzgänger als Luzerner Leitmotiv

29.09.10 (Andreas Kolb) -
Komplexe Algorithmen elektronischer Musik oder Überwältigungssound einer groovenden Funk-Band? Materialfragen postmoderner Komponisten oder die gute alte Funktionsharmonik? Spektrale Strukturen oder ein durchgängiges Metrum? Neue Musik und Jazz scheinen wirklich nichts gemein zu haben. Zwischen Jazz-und Rock-Innovatoren wie Sun Ra, Ornette Coleman oder Jimi Hendrix und Komponisten wie Helmut Lachenmann, Pierre Boulez und Karlheinz Stockhausen liegen Welten. Eine Generation später sieht das Bild allerdings schon anders aus: Im Bereich der Neuen Musik beziehen sich Komponisten wie Tobias PM Schneid, Moritz Eggert und Heiner Goebbels explizit auch auf Jazzmusik und Improvisation. Interpreten/Komponisten wie der Saxophonist Michael Riessler, der Trompeter Michael Stockhausen oder der Posaunist Mike Svoboda sind ernstzunehmende Grenzgänger.

"Rolf Liebermann – Musiker" – Ein Dokumentarfilm von Mürra Zabel

06.09.10 (Kolb/nmz) -
"Die Oper ist die größte Multimediashow, eine absolut moderne Kunstform" – das war die Devise des Musikers, Komponisten und Operndirektors Rolf Liebermann. Er entdeckte Placido Domingo, inspirierte Komponisten wie Mauricio Kagel, führte die Hamburgische Staatsoper zu neuem Glanz und belebte die verstaubte Pariser Oper wieder. SF zeigt am Samstag, den 18. September das Porträt eines bedingungslosen Lebens für die Musik anlässlich des 100. Geburtstag des berühmten Schweizer Komponisten und Opernmanagers am 14. September. Der Film ist eine Eigenproduktion der SF-Musikredaktion in Koproduktion mit 3sat und dem NDR.

Roche Commission 2012 für Sofia Gubaidulina

30.08.10 (Andreas Kolb) -
Seit 2003 erteilt das Schweizer Pharmaunternehmen Roche regelmäßig einen Auftrag für eine Komposition, deren Uraufführung durch das Cleveland Orchestra und Franz Welser-Möst jeweils im Rahmen von Lucerne Festival stattfindet. Ein Jahr später folgt die USA-Premiere des Stücks an der New Yorker Carnegie Hall. Bisherige beauftragte Komponisten waren Sir Harrison Birtwistle, Chen Yi, Hanspeter Kyburz, George Benjamin und 2008 Toshio Hosokawa. Vergangenes Wochenende erlebte dessen Stück „Woven Dreams“ nun seine Uraufführung im Luzerner Konzertsaal. Erst wenige Stunden zuvor war eine neue Roche Commission an Sofia Gubaidulina für 2012 erteilt worden.

MDR-Chordirektor Howard Arman ab 2010/11 auch Musikdirektor am Luzerner Theater

16.04.10 (PM - MDR) -
Howard Arman, seit Mai 1998 künstlerischer Leiter des MDR RUNDFUNKCHORES, übernimmt ab der Spielzeit 2011/2012 für zunächst drei Jahre neben seiner Tätigkeit für den MDR auch die Funktion des Musikdirektors am Luzerner Theater. Dabei teilt er sich die musikalische Leitung des Luzerner Sinfonieorchesters (LSO) mit Chefdirigent James Gaffigan, der bereits mehrfach Konzerte des MDR SINFONIEORCHESTERS leitete.

Gestundete Zeit - Martinůs Operneinakter „Ariane“ und Ravels „L'heure espagnole“ in Luzern

17.12.09 (Verena Großkreutz) -
Die Stuttgarter Musikjournalistin Verena Großkreutz hat im schweizerischen Luzern die Premiere zweier Operneinakter von Bohuslav Martinů und Maurice Ravel unter die Lupe genommen und musste feststellen, dass in Martinůs wiederentdecktem Werk die tiefenpsychologische Dimension verfehlt wurde. Dagegen überzeugte die Inszenierung von Ravels Buffo-Oper durch Witz, Tempo und eine grandiose Hauptdarstellerin.

Ziel erreicht – Neue Musik ausverkauft

05.10.09 (Thomas Meyer) -
„Karte gesucht!“ Der Mann, der dieses Schildchen vor sich hielt, stand nicht etwa für ein Konzert mit den Berliner Philharmonikern oder mit Claudio Abbado an, nein: für eine Aufführung von Pierre Boulez’ epochemachenden „Répons“, und er reichte, nachdem er eine Karte ergattern konnte, das Schild sogleich weiter, denn es gab noch andere Interessenten.

Da capo inbegriffen – Zwei Aufführungen von Pierre Boulez’ „Répons“ in Luzern

09.09.09 (Andreas Kolb) -
Fünf Jahre ist es inzwischen her, dass Pierre Boulez eine Art „Meisterschule“ für 130 hochbegabte junge Musiker aus der ganzen Welt als ein neues Gefäß im Rahmen des Lucerne Festivals gründete. In täglichen Proben, Workshops und Lektionen erwerben Instrumentalisten jedes Jahr drei Wochen lang das Rüstzeug für die Interpretation von Kompositionen des 20. und 21. Jahrhunderts. Am 5. September gab es als ersten Höhepunkt der Lucerne Festival Academy 2009 zwei Aufführungen von Pierre Boulez’ „Répons“ am selben Abend.

Nichtsignifikante Töne – Kaija Saariahos „Laterna Magica“ in Luzern

04.09.09 (Ute Büchter-Römer) -
Licht, die Faszination des Lichts als Farbe in der Musik, Klangfarbe in der Bewegung. Farbe, Licht, Klang als Teil des naturhaften Klingens: „Das milde, gefährliche, traumhafte, lebendige, tote, klare, diesige, heisse, heftige, kahle, plötzliche, dunkle, frühlingshafte, einfallende, nach außen dringende, gerade, schräge, sinnliche, bezwingende, giftige, beruhigende, helle Licht. Das Licht“, das sind die Worte des 2007 verstorbenen schwedischen Regisseurs Ingmar Bergmann, die der Komposition „Laterna Magica“ der finnischen Komponistin Kaija Saariaho zugrunde liegen.
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