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Christina Weiss, Staatsministerin für Kultur und Medien, erklärte heute zur Situation des Deutschen Musikrates: Der Deutsche Musikrat, die zentrale Einrichtung des Musiklebens in Deutschland und der Interessenverband aller Musikzweige, ist durch die Insolvenz in eine schwere Krise geraten. Sein Zusammenbruch steht am Ende einer Verschuldungskette, von der meine Behörde, obwohl sie einer der Haupt-Zuwendungsgeber des Musikrates ist, erst im Herbst vergangenen Jahres unterrichtet wurde.
Die Insolvenz war nicht zu vermeiden, da nicht nur die öffentliche Hand erhebliche Rückforderungen geltend gemacht hat, sondern auch private Gläubiger mit einem Forderungsvolumen von mindestens 800.000 Euro nicht befriedigt werden konnten. Um den Weg aus der Krise zu finden und der Musikförderung, das heißt insbesondere den bewährten Projekten des Musikrates, eine Zukunft zu geben, hat meine Behörde ihre kooperative Unterstützung angeboten. Mit dem Insolvenzverwalter, Ludger Westrick, sind meine Mitarbeiter und ich im regelmäßigen intensiven Austausch. Auch in dieser Woche wird das Krisenmanagement fortgesetzt: Ich werde mit Herrn Westrick zusammentreffen, da die Tätigkeit des Musikrates für die deutsche Musiklandschaft und das Musikleben von hoher Bedeutung ist und eine kulturpolitische Verantwortung des Bundes in diesem Zusammenhang besteht.Mein Ziel ist es, dass wir gemeinsam eine neue Förderstruktur finden, die professionell genug ist und allen Anforderungen an moderne, von öffentlicher Hand geförderter Projektarbeit Genüge leistet. Dies schließt auch eine entsprechende Vertretung der Zuwendungsgeber in den Kontrollgremien der Einrichtung mit ein. Gerade die Insolvenz beweist, dass dort, wo öffentliche Gelder verantwortet werden, auch eine effektive Kontrolle erfolgen muss.
Kontakt: BPA-Referat "Kultur und Medien", Telefon: 01888-272-3281, Fax:
-3259, E-Mail: 322 [at] bpa.bund.de (322[at]bpa[dot]bund[dot]de)