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Duell ohne Kultur: Kaffeesatz lesen lernen

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Deutscher Kulturrat bedauert Fehlen der Kulturpolitik beim Fernsehduell

Berlin, den 09.09.2002. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, bedauert, dass auch im zweiten Fernsehduell am gestrigen Abend Kultur- und Medienpolitik keine Rolle spielte. Durch die Berufung des Staatministers für Kultur und Medien und die Einsetzung des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag hat in dieser Legislaturperiode die Kulturpolitik des Bundes deutlich an Kontur gewonnen. Die Wähler hätten erwarten können, dass der Bundeskanzler oder der Kanzlerkandidat sich im Fernsehduell dazu äußern, wie die Kultur- und Medienpolitik des Bundes nach ihrer Meinung in den kommenden vier Jahren aussehen soll.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte zum gestrigen Fernsehduell: „Nun müssen die Wähler weiter im Kaffeesatz lesen, wenn sie wissen wollen, wie in den nächsten vier Jahren die Kultur- und Medienpolitik in Deutschland aussieht. Das ist vor allem deshalb bedauerlich, weil von der Kultur- und Medienpolitik auf der Bundesebene gerade in den letzten Jahren deutliche Impulse ausgingen. Besondere Bedeutung hat zum Beispiel die Auswärtige Kulturpolitik nach dem 11. September erlangt. Sie wurde zu einem wichtigen Baustein in der deutschen Außenpolitik, um den „Kampf der Kulturen“ nicht eskalieren zu lassen. Es wäre zu erwarten gewesen, dass zumindest in der Außen- und Sicherheitspolitik die Auswärtige Kulturpolitik vom Kanzler oder vom Kandidaten angesprochen worden wäre.“


Die Wahlprüfsteine des Deutschen Kulturrates zur Bundestagswahl 2002 können abgerufen werden unter http://www.kulturrat.de/wahl2002.htm. Die Antworten der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien auf die 83 Fragen des Deutschen Kulturrates können auch kostenlos als Printversion bestellt werden unter
Fax: 030/24 72 12 45.