Deutscher Kulturrat bedauert Abgang von Julian Nida-Rümelin
Berlin, den 01.10.02. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, bedauert die Entscheidung von Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, nicht mehr für das Amt des Kulturstaatsministers zur Verfügung zu stehen.
Die beiden Jahre der Amtszeit von Julian Nida-Rümelin waren erfolgreiche Jahre. Die Reform der Besteuerung ausländischer Künstlerinnen und Künstler, das Gesetz zur Buchpreisbindung und die Errichtung der Bundeskulturstiftung sind einige Beispiele seines erfolgreichen Wirkens. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte heute: "Dr. Michael Naumann und Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin haben dem neuen Amt des Kulturstaatsministers ein Gesicht gegeben. Michael Naumann hat mit der Reform des Stiftungssteuerrechtes wichtige Weichen zur Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements in der Kultur gestellt. Julian Nida-Rümelin hat mit der Neuregelung der Besteuerung ausländischer Künstlerinnen und Künstler sowie der Installierung der Bundeskulturstiftung den positiven Weg seines Vorgängers fortgesetzt. Obwohl beide Politiker vieles umsetzen konnten, haben beide nach zwei Jahren freiwillig ihr Amt zur Verfügung gestellt. Die nächste Kulturstaatsministerin oder der nächste Kulturstaatsminister muss deshalb ein Vollblut-Politiker sein. Wir können es uns nicht leisten, alle zwei Jahre einen Staatsminister zu verlieren. Egal, wer dieses Amt jetzt antreten will, muss wissen, dass eine Legislaturperiode vier Jahre dauert und dass jedes herausgehobene politische Amt mit einem beruflichen Risiko verbunden ist."