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Zweite Ausgabe der Zeitung Politik und Kultur erscheint
Schwerpunkt: Nationalstaat und Kultur
Nach dem erfolgreichen Start der ersten Ausgabe der Zeitung des Deutschen Kulturrates „Politik und Kultur“ erscheint am 27.05.2002 die zweite Ausgabe. Namhafte Persönlichkeiten der Bundeskulturpolitik konnten als Autoren gewonnen werden.
Von Seiten der Länder stellt der Minister für Wohnen und Städtebau, Kultur und Sport Nordrhein-Westfalen Dr. Michael Vesper die „Heerausforderungen eines modernen Kulturföderalismus“ dar. Auch hier geht es um die Abgrenzung der Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Gemeinden. Dr. Wolfgang Schäuble, MdB beleuchtet in seinem Beitrag „Kultur als prägende Kraft“ das Thema mit Blick auf den europäischen Einigungsprozess. Er skizziert dabei die künftigen Aufgaben der Europäischen Union und ihrer Mitgliedstaaten.
Aufgaben und Schwerpunkte der Kulturstiftung des Bundes werden vom Stiftungsratsmitglied Dr. Norbert Lammert, MdB, Kulturpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, dargestellt. Er geht dabei auch auf die mögliche Fusion der Kulturstiftung des Bundes mit der Kulturstiftung der Länder ein. Günter Winands, Leiter des Aufbaustabs zur Kulturstiftung des Bundes beim BKM, lässt die Gründungsgeschichte Revue passieren und umreißt die Struktur Bundeskulturstiftung. Die Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes Hortensia Völckers und der Verwaltungsdirektor der Kulturstiftung des Bundes Alexander Fahrenholz beschreiben die Förderschwerpunkte der Kulturstiftung des Bundes und erläutern die sich aus dem Stiftungszweck ergebenden Förderakzente.
Der Vorsitzende des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Max Fuchs, stellt das Thema Nationalstaat und Kultur unter der Überschrift „Culture unlimited – Grenzenlos Kultur“ in einen übergeordneten Kontext. Er verweist darauf, dass angesichts der Globalisierung auf der einen Seite die Anforderungen an Kulturpolitik wachsen, auf der anderen aber auch die Grenzen kulturpolitischer Möglichkeiten stärker aufgezeigt werden müssen. Fuchs zeigt auf, dass gerade den zivilgesellschaftlichen Akteuren eine besondere Rolle zukommt. Der Beitrag von Fuchs bildet den Auftakt zur geplanten kulturpolitischen Tagung des Deutschen Kulturrates im Dezember dieses Jahres. Die Tagung soll in den nächsten Ausgaben von Politik und Kultur publizistisch begleitet werden.
Weitere Beiträge in der nächsten Ausgabe von Politik und Kultur sind „Bündnis für Theater in Brandenburg“ von Dr. Wilhelm Neufeldt, Leiter der Abteilung Kultur im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur Brandenburg, „Gemeinnützigkeitsrecht muss grundlegend reformiert werden“ von Rupert Graf Strachwitz, Direktor des Maecenata Institut für Dritter Sektor Forschung Berlin, „Neue Möglichkeiten für Stiftungen und Stifter?“ von Dr. Christoph Mecking, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, „Balance halten – Zukunft gestalten“ von Dr. Hans-Georg Bögner, Vorsitzender des Kulturrates NRW sowie „Europa und die Kultur: Aktuelle Entwicklungen“ von Barbara Gessler, Vertretung der Europäischen Kommission in der Bundesrepublik Deutschland.
Ein aktueller Bericht über eine Informationswoche zur Europäischen Kulturförderung in Berlin und Brandenburg sowie die Darstellung der Förderschwerpunkte 2003 und 2004 des EU-Kulturförderprogramms KULTUR 2000 weisen auf die Chancen der Europäischen Kulturförderung hin.
Kleine Meldungen und Berichte aus der Republik, Berichte aus den Gremien des Deutschen Kulturrates sowie Rezensionen kulturpolitischer Neuerscheinungen runden die Ausgabe Politik und Kultur 2/02 ab.
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