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Ohren auf, Herr Finanzminister!

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Deutscher Kulturrat begrüßt die deutlichen Worte von Bundespräsident Rau zur geplanten Streichung des Spendenabzugs von Unternehmen

Berlin, den 25.10.2002. Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, begrüßt die deutlichen Worte von Bundespräsident Rau zur geplanten Streichung des Spendenabzugs von Unternehmen nach § 9 Körperschaftssteuergesetz.

Anlässlich eines Festaktes zum vierzigjährigen Bestehen der Deutschen Stiftung Musikleben betonte Bundespräsident Rau, wie wichtig die langfristige Förderung von jungen Künstlerinnen und Künstlern ist. Bundespräsident Rau hob in seiner Rede hervor, dass Stiftungen ein unverzichtbares Element unserer Gesellschaft sind. Er machte deutlich, dass Stiftungen sehr viel für das Gemeinwohl leisten. Allen, die jetzt die Spendenabzugsfähigkeit beschneiden wollen, empfahl er, bei Konzerten wie denen der Deutschen Stiftung Musikleben zu zuhören, um zu erleben, welche große Bedeutung Spenden von Unternehmen für das Gemeinwohl haben.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte heute: „Es bleibt zu hoffen, dass Bundesfinanzminister Eichel offene Ohren für die Worte unseres Staatsoberhauptes hat. Gemeinwohlorientiertes Handeln von Unternehmen ist unverzichtbar für unser Gemeinwesen. Der Finanzminister täte gut daran, die Augen und Ohren für die künstlerischen Projekte zu öffnen, die mit Hilfe von Spenden aus der Wirtschaft realisiert werden können, statt vornehmlich seinen Beamten zu lauschen.“