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© Heroines of Sound 2026 / Carl Bartel

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Festival Heroines of Sound 2026 startet im Juli

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Feministisch, divers und genreübergreifend: Seit 2014 eröffnet das Festival Heroines of Sound Räume für frühe und aktuelle Vorreiter*innen der elektronischen Musik, die musikalisches Neuland erkunden und wichtige Beiträge zu gegenwärtigen ästhetischen Diskursen leisten. Das Festival findet vom 9. bis 11. Juli im Radialsystem, Berlin statt.

Ein besonderer Fokus der dreizehnten Festivalausgabe liegt auf der asiatischen, insbesondere der japanischen Diaspora – mit neuen Werken von FLINTA*-Musiker*innen und -Produzent*innen wie Miako Klein, Kyoka, Radio Hito oder Tomoko Sauvage, die mit ihrem selbst entwickelten Instrumentarium, einer Kombination von Wasser, Keramik und Elektronik, Unbelebtes animiert und kaum wahrnehmbare Klänge hörbar macht. Komponistin und Musikerin Midori Hirano bringt ihr Werk OTONOMA aus dem gleichnamigen neuen Solo-Album für Synthesizer und Piano zur Uraufführung.

Anlässlich ihres 70. Geburtstags wird der herausragenden Komponistin Iris ter Schiphorst, die seit der Gründung dem Festival eng verbunden ist, eine Hommage gewidmet: Das ensemble mosaik spielt unter der Leitung der renommierten Dirigentin Catherine Larsen-Maguire gemeinsam mit der Sopranistin Anna Clementi ein Portraitkonzert. Den Festivalauftakt gibt die japanische Klangkünstlerin Kyoka mit einem elektronischen Live-Set, gefolgt vom Eröffnungskonzert des gefeierten polnischen Ensembles Spółdzielnia Muzyczna, das neue Werke von Komponist*innen wie Żaneta Rydzewska, Barbara Zach, Eloain Lovis Hübner und Nina Fukuoka in Szene setzt. Den Festivalabschluss bildet die Deutsche Erstaufführung von „Em-Body-Ment“, einer Komposition für Stimme, Performance, Video und Live-Elektronik von Leah Muir, zusammen mit der bekannten deutschen Sopranistin und Podcasterin Irene Kurka. Mit der Installation »Airchoir No. 2: Dirges for (26) Coded Organ Voices« von Anouk Kellner lädt das Festival zum Erkunden eines vielstimmigen, algorithmisch organisierten Klangkörpers ein, der mit einer breiten Palette von Orgelpfeifen die gesamte Raumarchitektur in Schwingung versetzt.

Heroines of Sound Festival: Divers und genreübergreifend stärkt das Festival Heroines of Sound seit seiner ersten Ausgabe 2014 die Präsenz von FLINTA*-Künstler*innen im Kunst- und Musikbetrieb und macht Verbindungslinien zwischen unterschiedlichen Genres und Generationen erfahrbar. 2013 aus der Berliner Szene mit einer feministischen Agenda von Bettina Wackernagel und einer Gruppe von Künstler*innen initiiert, stellt das Heroines of Sound Festival die Pionier*innen des elektronischen Sounds ins Rampenlicht und setzt mit aktuellen Positionen von zeitgenössischer Kunstmusik bis hin zu Performance, Klangkunst und avanciertem Pop wichtige Impulse. Das komplette Programm unter https://heroines-of-sound.com

Line-up: Anna Clementi // Marie Delprat // Nina Fukuoka // Midori Hirano // Radio Hito // Eloain Lovis Hübner // Anouk Kellner// Miako Klein & Yia Lim // Yoko Konishi // Irene Kurka // Kyoka // Catherine Larsen-Maguire// ensemble mosaik // Leah Muir // Żaneta Rydzewska // Tomoko Sauvage // Iris ter Schiphorst // Ensemble Spółdzielnia Muzyczna // Miki Yui // Barbara Zach u.a.

Uraufführungen:

  • Midori Hirano – OTONOMA (UA 40´)  Elektronik (Modular & Keyboard Synthesizer), Piano
    Yoko Konishi – Motus Umbra, Ensemble und Elektronik (UA)
    Kyoka - Motion Scapes (UA 40´) Live-Electronik Set, OSC
    Marie Delprat - What Remains After Desire (2026, UA) für Stimme und Elektronik

Deutschlandpremieren / Europapremieren:

  • Radio Hito – L´uso e gli attributi del cuore (30´) (2026) DE
  • Eloain Lovis Hübner – crunch modes 3.0 (13') (2025) DE
  • Leah Muir (DE) – Em-Body-Ment (2025), DE 50´
  • Iris ter Schiphorst: „Transformationen III“ (2022/2026, Neufassung) frei nach dem Gedicht „Diepe tijd“ („Tiefenzeit“) von Dominique de Groen
  • Iris ter Schiphorst: „Anna’s Song“ (1993/2026)

Künstlerische Leitung: Bettina Wackernagel
Ko-Kurator*innen: Helen Heß, Midori Hirano, Sabine Sanio

Ort