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Alle Artikel kategorisiert unter »Klangkunst«

Nachrichten 2017/09

29.08.17 (nmz-red) -
„Wachet recht auff“ +++ Audioprojekte gesucht +++ Mosaik-Förderstipendium

Symphonie einer Bewegung

09.09.15 (Julia Naunin) -
Eine Uhr hängt im Torbogen, läuft nicht mehr und aus Kopfhörern ist ein tickender Sekundenzeiger zu hören. In dieser Situation in Robin Minards „The Phrix Soundwalk“ reagiert die Dramaturgie auf Zuhörer: GPS-Signale synchronisieren den eigenen Standort mit dem Verlauf der Komposition. Das Thema von Bewegung und Stillstand, industriellem Erbe, Verfall und Zukunftsinvestition rückt in den Vordergrund und ist Kennzeichen des Programms „Klangkunst trifft Industriekultur“.

Szene: Dänemark

01.06.15 (Georg Beck) -
Anfangen muss man mit Anne und Anna Berit. Wenn sie reden, was insgesamt wenig ist, dann mit leisen Stimmen. Reden müssen sie auch nicht groß. Gefragt sind die beiden vor allem bei den Begrüßungen vor den Konzerten, was dann alles sehr improvisiert wirkt, grundsympathisch, dänisch. Dass der Umgangston dieses Festivals für „contemporary music and sound art“ unter den sonst üblichen Verlaut­barungsschwellen bleibt, hat mit dem Stil von Anne und Anna Berit zu tun, aber auch mit den Veranstaltungsorten.

Zwischen Jalousienblättern fliegt ein Vogel davon

01.03.15 (Georg Beck) -
Der Regenwald steht Kopf, partiell zumindest. Zimmerpalmen, die von der Decke hängen. Andere Exemplare des Typs Dypsis lutescens hingegen gewohnt manierlich wie im Gartenmarkt. Nur, das Gewohnte, dies spürt man gleich, ist hier seltsam außer Kraft gesetzt. Obwohl, auch wiederum nicht. Marcus Kaiser, Düsseldorfer Musiker, Klang- und Installationskünstler, hat den großen Ausstellungsraum des Trierer TUFA-Kulturzentrums nicht nur eingerichtet, er bewohnt ihn auch. Zumindest während der Zeit von OPEN-EXPO, wie sich seine Klangkunstausstellung nennt, ihrerseits schönste ironische Anspielung auf die Institution der Industriemesse.

Wahrnehmungsaufgaben für den Raumhörer

29.08.14 (Hans-Jürgen Linke) -
Zum Glück gibt es Mietfahrräder. Die Wasserwerkchaussee in Hattersheim, am Südhang des Taunus zwischen Frankfurt und Wiesbaden, ist mit Basalt gepflastert, für Autos gesperrt und kilometerlang. Wer an ihrem Ende, nach einem Weg durch Wasser- und Naturschutzgebiet, durch Laubwald, zwischen langen Zäunen, Brombeer- und anderem Gesträuch im Alten Wasserwerk angekommen ist, hat sich den Eindruck erarbeitet, in einer anderen Welt zu sein. Nur der regionaltypische Verkehrsgeräusch-Pegel erinnert daran, dass die Region dicht besiedelt und wirtschaftlich intensiv genutzt ist.

In 63 Sekunden ist alles verheizt

04.06.14 (Michael Ernst) -
Wie klingt Erde? Sie kann beben, knarzen, scharren und dröhnen. Oder still sein. Sie kann sanft und schrundig sein, wogende Gräser hervorbringen und knorrige Bäume. Wasser fließt durch sie durch und über sie hinweg, Winde wehen und stürmen, Wetter prallt und prasselt auf sie ein. Plötzlich bekommt ein Wort wie Klang-Landschaft einen ganz neuen Sinn.

Avantgardistischer Marathon – Orchestergruppen und Großformen dominierten die Donaueschinger Musiktage 2013

21.10.13 (Anna Schürmer) -
Im letzten Jahr sorgte Johannes Kreidler für einen Eklat beim Eröffnungskonzert der Donaueschinger Musiktage, als er – gegen die Fusion der SWR-Sinfonieorchester protestierend – eine Geige und ein Cello zusammenband, zerstörte und befand: ein solches fusioniertes Instrument sei nicht spielbar. Im Festivaljahrgang 2013 ging die Kritik gegen die kulturpolitischen Sparzwänge etwas weniger destruktiv weiter: Mit knallgelben Solidaritäts-Buttons und einem Protestmarsch konnten sich geneigte Festivalbesucher aktionistisch mit den existenzbedrohten Musikern des SWR-Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg verbünden, während die Solidarität im Museum Biedermann eher symbolisch bekundet wurde: Ein prächtig gedeihendes Beet aus Klee hatte man dort gehegt und gepflegt, nun ließ man es ausdörren. In einer weiteren Installation wurde jede baden-württembergische Musikhochschule mit einer Stimmgabel versehen, an der sich Besucher mit einer Feile zu schaffen machen konnten. Am ärgsten angekratzt war die Trossinger Gabel, der kaum mehr ein Ton zu entlocken war.

Bielefelder Forscher macht aus Twitter-Nachrichten Musik

17.01.12 (Agentur - dapd) -
Die Meldungen des Kurznachrichtendienstes Twitter werden von einem Bielefelder Forscher jetzt vertont. Der sogenannte Sonifikationswissenschaftler Thomas Hermann startet zusammen mit Deutschlandradio Kultur und dem Klangkünstler Anselm Venezian Nehls am heutigen Dienstag eine Internetseite, auf der Twitter-Nachrichten audiovisuell dargestellt werden, wie die Universität Bielefeld mitteilte. Zum Start des Projekts ist ein Konzert in einem Berliner Club geplant.

20 Jahre Echtzeitmusik in Berlin – Rück- und Ausblick einer Szene

24.08.10 (PM) -
Vom 8. bis 20. September finden in Berlin die diesjährigen Echtzeitmusiktage statt. Mit über sechzig Konzerten bietet das Festival den kompaktesten und umfassendsten Einblick in das Schaffen experimentierender Musiker, Improvisatoren und Klangkünstler, das sich im Berlin der 1990er-Jahre zur so genannten Echtzeitmusikszene konsolidierte.

ton:art 2010: Interaktive Klangkunst, elektronische Musikinstrumente und Musikinformatik in Karlsruhe

13.07.10 (PM) -
Vom 29. Juli bis zum 8. August findet in der Karlsruher Galerie Margit Haupt (Passagehof 13, Kaiserpassage) die Ausstellung ton:art 2010 statt. Sie zeigt Exponate aus den Gebieten Interaktive Klangkunst, elektronische Musikinstrumente und Musikinformatik. Im Sommer 2009 fand die erste ton:art statt, an deren Erfolg die Ausstellung 2010 anküpfen will. Alle künstlerischen Arbeiten stammen von Studenten der Musikinformatik und Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Karlsruhe.
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