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Alle Artikel kategorisiert unter »Andreas Ketelhut«

Bejubelt: Peter Tschaikowskys Oper „Die Jungfrau von Orléans“ bei den Domstufenfestspiele in Erfurt

12.07.21 (Joachim Lange) -
Beim zweiten Anlauf hatten man mit dem Wetter mehr Glück in Erfurt. Am Freitag fiel die Premiere von Peter Tschaikowskys „Jungfrau von Orléans“ nämlich buchstäblich ins Wasser. Dabei hatte es das aktuelle Freiluftspektakel vor der grandiosen Kulisse aus Dom und Severikirche sogar in die ZDF-Nachrichten geschafft.

Der Drache ist tot, es lebe der Drache – „Lanzelot“ von Paul Dessau und Heiner Müller in Weimar überwältigt

24.11.19 (Joachim Lange) -
Es hat Vorteile, dass man die Bühnenmaße der neue Oper Erfurt so gewählt hat, dass sie mit denen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar kompatibel sind. Gegen die Allergie der Bürgerschaften, was diverse Fusionsabsichten betrifft, hat das zwar nichts genützt. Aber sinnvoll und technisch problemlos bei Großprojekten kooperieren kann man dadurch allemal. Das war bei den „Meistersingern“, vor drei Jahren so. Und es ist so bei der jüngsten Neuproduktion von Paul Dessaus Oper „Lanzelot“ nach einem Libretto von Heiner Müller, die jetzt in Weimar Premiere hatte. (In Erfurt dann ab 16. Mai 2020).

Tod auf halber Treppe – Verdis „Aida“ geht auch ohne Elefanten: Premiere in Erfurt

28.04.19 (Joachim Lange) -
Opern-Äthiopien ist auch nicht mehr was es mal war. Da marschieren sie in Ägypten ein, werden von Radames und seinen Truppen besiegt und Verdi komponiert ihnen einen Superhit, der das seit der Uraufführung bis heute geblieben ist, und dann ist in der Oper Erfurt nicht mal ein klitzekleiner Elefant unter der Beute. Nur eine Trage voll Gerümpel. Afrikanische Masken, ein Schild und solches Zeug, was sich in jedem Theaterfundus finden lässt und irgendwie nach Nordafrika aussieht. Der Beutehaufen ist so mickrig, dass man sich fragt, ob der König auf dem Thron hoch oben und mit der Krone aus dem Märchenbuch das überhaupt richtig wahrnehmen kann.

Car-Woman, könnte sie heißen… – Georges Bizets „Carmen“ auf Erfurts Domstufen, Open Air

06.08.18 (Joachim Lange) -
Unter einer blankgewienerten Adenauer Mercedes-Limousine macht er es nicht – mit einem Augenzwinkern versteht sich. Samt der Abgaswolke des Diesels auf die das Publikum von den heutigen Standards aus reagiert. Der Erfurter Generalintendant Guy Montavon lässt sich zur Eröffnung der 25. DomStufen-Festspiele, vor der ersten „Carmen“-Vorstellung nobel vorfahren. Begrüßt Thüringens Honoratioren und ihre Gäste. Und eröffnet die neue Spielzeit seines Hauses. Anfang August, als wahrscheinlich erster Intendant weit und breit.

Im Trockendock – Der „Fliegende Holländer“ geht in der Oper Erfurt in der Inszenierung von Hausherr Guy Montavon an Land

30.03.18 (Joachim Lange) -
Beim neuen „Fliegenden Holländer“ in Erfurt ist das Bühnenbild der Clou und gibt die Richtung von Guy Montavons Zugang deutlich vor. Hank Irwin Kittel hat ein Trockendock auf die Bühne gesetzt, das aber genauso gut ein imaginärer Innenraum sein könnte. Er folgt damit dem, was Harry Kupfer einst mit seiner Bayreuther Senta in die Rezeption eingeführt hat. Nämlich die ganze Geschichte als eine starke Wunschvorstellung beziehunsgsweise fixe Idee Sentas aufzufassen und sie sozusagen vor ihrem inneren Auge ablaufen zu lassen. Das geht natürlich bei der konkreten Umsetzung nicht völlig ohne gewisse Rempeleien mit dem Erzählfluss. Aber es hat einen gewissen, durchaus auch stringenten Reiz.

Die Oper Erfurt überzeugt mit Charles Gounods „Roméo et Juliette“

15.05.17 (Joachim Lange) -
In der Oper Erfurt gibt’s Shakespeare statt. Nicht das schlechteste an Libretto-Inspiration, was die Operngeschichte zu bieten hat. Verdis „Macbeth“. Dann die Ausgrabung von Riccardo Zandonais „Juliette et Romeo“ und jetzt noch den französischen Opern-Klassiker dieser Lovestory an sich von Charles Gounod (1818-1893). Der Franzose hat im Moment Konjunktur.

Ekstatisch, extrem, brutal – Riccardo Zandonais „Romeo und Julia“ in Erfurt

09.04.17 (Roland H. Dippel) -
Im Opernhaus Erfurt prangen Projektionen eines riesigen Blüten- und Blumenozeans über Romeo und Julia, die als Greise sterben. Von Shakespeares Liebestragödie bleibt in Arturo Rosatis Libretto nur das Gerüst, dafür gibt es drei ins Gigantomanische geweitete Chor- und Genreszenen. Aber auch jede Menge Raum für großartige, flutende, leidenschaftliche, hybride Musik von Riccardo Zandonai , dem aus Rovereto stammenden Komponisten und Konversatoriumsdirektor von Pesaro. Uraufgeführt wurde das riesige Opus „Giulietta e Romeo“, das man nach 105 Minuten wie erschlagen verlässt, am Teatro Costanzi in Rom 1922.
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