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Alle Artikel kategorisiert unter »Christina C. Messner«

Die Funken müssen wir schon selber schlagen

28.04.22 (Georg Beck) -
Köln, im April – Seitdem „Zeitenwende“ ist, seitdem uns beigebracht wird, dass Aggression doch nur mit Aggression zu bekämpfen sei, seitdem der Bellizismus den Pazifismus ablöst und so ziemlich alles auf den Kopf gestellt ist, was zur zweiten Natur geworden war, in solcherart neuen Umgebung lag es auf der Hand, dass ein „Festival für aktuelles Musiktheater“ daraufhin angesehen würde, wie es sich zum besagten „Aktuellen“ ins Verhältnis setzen respektive aus der Affäre ziehen würde. Eine Erwartungshaltung, die natürlich schon deshalb ungerecht sein musste, weil Musiktheaterproduktionen nun einmal lange Vorlaufzeiten haben, deswegen auch auf nichts reagieren können, was vor ein paar Wochen die Weltlage umgekrempelt hat. So klar dies ist, so klar ist andererseits auch, dass kein Publikum abstrahieren kann von eben diesem „Aktuellen“. Eine Ambivalenz, in der sich auch SPARK wiederfand, das brandneu aus der Taufe gehobene Musiktheater-Festival unter dem Dach von ON Cologne. Man durfte gespannt sein, wie es sich behaupten, ob Funken in nennenswerter Anzahl überspringen würden.

Neue Funken in Köln

05.04.22 (Rainer Nonnenmann) -
Am Anfang stand die Feststellung, dass es in Köln keine Struktur und Plattform für die Produktion und Präsentation von aktuellem Musiktheater jenseits von Oper gibt. Dabei war doch gerade die Rheinmetropole seit den 1960er-Jahren ein Zentrum neuer Entwicklungen auf diesem Feld gewesen: Hier entstanden das „totale Theater“ von Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“, Karlheinz Stockhausens frühes Happening „Originale“ und spätere Heptalogie „Licht“ sowie Mauricio Kagels Konzept des „instrumentalen Musiktheaters“. Aus Kagels damals weithin einzigartiger Klasse für Neues Musiktheater an der Kölner Musikhochschule gingen María de Alvear, Carola Bauckholt und Manos Tsangaris hervor, die lange die Kölner Szene prägten, bevor die beiden letzten auf Professuren nach Dresden und Linz wechselten.

Luftschwirrende Klänge: „Himmel und Erde“ – ein Konzert in der Kunst-Station St. Peter Köln

16.04.11 (Ute Büchter-Römer) -
Kurze, fast kreischende helle spaltartige Klänge, abgehackt, plötzlich wieder kehrend, sich wiederholend, minimal erweitert, durch punktartige dunklere Cluster ergänzt, vor einem schwirrenden Orgel-Luft-Bass im Dunkel das Helle kontrastierend, dichtere Toncluster bilden harte Gegensätze, graben sich eindrucksvoll ins Ohr. Christina C. Messners Stück „erdwärts – himmelan. Vom Schweben und Sinken“ für Orgel wurde von Dominik Susteck eindrucksvoll uraufgeführt.

Raumbezogen, intensiv: vier Uraufführungen in Köln setzen sich mit dem „Stabat mater“ auseinander

02.11.10 (Ute Büchter-Römer) -
Stabat Mater Dolorosa – „es stand die Mutter schmerzerfüllt“: diese uralte Klage der Mutter über den Tod des Sohnes ist im christlichen Verständnis mehr als die archaische Trauer um den toten Sohn; sie ist Symbol und Zeichen des Todes und Symbol der Erlösung. In der Kunst-Station Sankt Peter in Köln wurden am Reformationstag Auseinandersetzungen mit dieser Klage von Komponistinnen verschiedener Generationen uraufgeführt.
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