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Alle Artikel kategorisiert unter »Daniel Jenz«

Psychogramm einer Kuppelschau – „Der Fliegende Holländer“ in Lübeck

13.06.17 (Arndt Voß) -
Um das Spannende vorwegzunehmen, die Frage nach dem, ob Senta springt oder nicht, sei verraten, sie tut es nicht. Wohin auch. Das Theater Lübeck wartet zwar mit Richard Wagners beliebtem Seestück auf, mit dem „Fliegenden Holländer“, der letzten Produktion dieser Spielzeit. Aber von aufbrausendem Meer kann nicht die Rede sein. Und in einer Badewanne kann man nur schwer Erlösung finden.

Händels „Ariodante“ als barockes Psychodrama am Theater Lübeck

03.05.17 (Arndt Voß) -
Dem Theater Lübeck ist mit Georg Friedrich Händels „Ariodante“ eine packende Inszenierung gelungen, beachtlich für ein Theater, das finanziell zu kämpfen hat und dennoch sein Publikum außergewöhnlich begeistert. Es ist ein Haus, das sich nicht leisten kann, nur die historische Aufführungspraxis zu bedienen. Es muss seine Zuschauer auf breiterer Basis locken.

Tragische Liebe im mafiosen Milieu - Bellinis „Romeo und Julia“ in Lübeck

12.04.16 (Arndt Voß) -
Arndt Voß besuchte die „Romeo und Julia“-Premiere am Theater Lübeck. Vincenzo Bellinis selten inszenierte Oper wurde wirksam auf die Bühne gebracht. Mit dabei: Die Portion Kitsch am Ende. Belcanto und Belvideo …, ein großer Opernabend.

Im Labyrinth der Sünde –Dmitri Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ in Lübeck

06.03.16 (Joachim Lange) -
Es gibt nur wenige Opern des zwanzigsten Jahrhunderts, bei denen die Aufführungsgeschichte den Plot und die Musik an Spannung und Potenzial für die Zeitdiagnose so übertrifft, wie es bei Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ der Fall ist.

Üppig inszenierter Weltenbummel – Purcells „The Fairy Queen“ im Theater Lübeck

02.03.15 (Arndt Voß) -
Schon Shakespeares „Sommernachtstraum“, uraufgeführt 1595, ist ein poetisches Verwirrstück. Geister treten auf und Menschen aus verschiedenen Schichten, vom Herzog bis zum Kleinverdiener. Henry Purcells Adaptation des Stoffes in „The Fairy Queen“, knapp einhundert Jahre später, fügt noch Musik und Tanz hinzu, erweitert die Bühnenwelten mit antik allegorischen Figuren. Das Theater Lübeck splittet noch weiter auf. Ein Hier und Jetzt in einem Museum, in dem zwei vertrottelte Wärter ihr Spiel treiben, führt zu einem rasanten Weltenbummel. So finden sich Zuschauer wie Protagonisten mal in dieser mal in jener Zeitsituation wieder.

Angela – die Alternativlose – Florian Lutz inszeniert in Lübeck Wagners Tannhäuser als Psychogramm der Merkel-Ära

01.09.14 (Joachim Lange) -
Richard Wagners „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ erweist sich immer wieder als erstaunlich offen für Interpretationen. Dabei kann sich jeder wagemutige Regisseur auf das Bonmot des Komponisten an seinem Lebensende berufen, wonach er der Welt noch einen Tannhäuser schuldig sei. Er selbst hat eine ganze Auswahl von diversen Fassungen hinterlassen. Und so mäandert die Rezeptionsgeschichte zwischen einem Diskurs über Sexualmoral und Frauenbild, Künstleroper und Gesellschaftsporträt, historischem Spektakel oder analytischer Spurensuche nach dem Ungeklärten und Brisanten für die Gegenwart oder irgendwo dazwischen.
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