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Alle Artikel kategorisiert unter »Don Carlo«

Was lange währt, muss nicht immer gut werden – Verdis „Don Carlo“ in Essen Aalto-Oper

13.03.22 (Joachim Lange) -
Wie jedes Haus, das auf sich hält, hat auch die Aalto-Oper in Essen vor ihre jüngste Hauspremiere ein Statement gesetzt. Am 17. Tag von Putins Angriffskriegs gegen die Ukraine und Europa fügte das Haus dem bisher praktizierten Abspielen der ukrainischen Nationalhymne (wie in Dresden) oder der Europahymne (wie in München) auf ausdrückliche Empfehlung der Deutschen Orchestervereinigung eine vom gebürtigen Ukrainer Eduard Resatsch eigens komponierte Variante der Solidarisierung mit den Überfallenen hinzu.

Eine Königin am Dresdner Hof…. – Superstar Anna Netrebko begeistert in der Semperoper in Dresden

21.06.20 (Joachim Lange) -
Im Moment sucht wohl jedes Opernhaus nach einer Exit-Strategie aus der Corona-Zwangspause und nach einer weichen Landung in der neuen Realität. Paarweise besetzte Plätze, mit zwei freien Plätzen dazwischen und einer gesperrten Reihe davor und dahinter. wegweisendes Personal, gestrichene Pausen. Irgendwie geht das schon. Die Zuschauer sind hier jedenfalls weit besser auf Distanz zu ihren haushaltsfernen Mitmenschen als im Bau- oder Supermarkt und im Bus oder der Bahn, also nicht das Problem. Auch die reduzierten Einnahmen sind es nicht wirklich. Was normalerweise über die Kasse in den Haushalt der Häuser fließt sichert nur einen kleinen Teil des Budgets.

«Don Carlo» im Altenheim - Musiker erfüllen Wilma Herzenswunsch

18.06.20 (dpa, Rolf Schraa) -
Essen - Am 20. April wollte Musikliebhaberin Wilma Schohsmann im Essener Aalto Verdis «Don Carlo» hören - doch Corona kam dazwischen. Nun entschädigen Musiker die 81-Jährige mit einer Uraufführung im Hof ihres Altenheims.

Im Labyrinth der Macht – Die Oper Leipzig beginnt die neue Spielzeit mit Verdis „Don Carlo“

02.10.17 (Joachim Lange) -
Nach Braunschweig jetzt auch Leipzig: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ passt einfach zur Spielzeiteröffnung. Man kriegt Schiller und Verdi an einem Abend. Also große Gefühle, große Politik - von allem etwas. In Leipzig hat man sich jetzt für die italienische Mailänder Fassung von 1884, also die vieraktige ohne den Akt in Fontainbleau, entschieden. Damit bleibt der Abend zwar unter der Grand-Opera Überlänge, aber auf dreieinhalb Stunden brutto kommt er trotzdem. Da hätte man die Vorgeschichte in Frankreich ruhig auch noch spielen können.

Plakative Bilder und ein überragender Gast: Verdis „Don Carlo“ am Theater Erfurt

Es ist Deutschlands jüngstes Opernhaus: das Theater Erfurt. Vor zehn Jahren öffneten sich die Pforten zu dieser gediegenen Spielstätte, ziemlich zentral gelegen nördlich des Domes. Von Anfang an gab es an diesem Ort viele spannende künstlerische Erlebnisse, vor allem im Bereich Musiktheater. Nicht weniger als elf Uraufführungen sind es, um die Intendant Guy Montavan sich sehr erfolgreich bemüht hat und die er weitgehend sehr überzeugend umsetzen konnte.

Musikalisch ein Traum, szenisch eine derbe Enttäuschung: Antonio Pappano und Peter Stein präsentieren Verdis „Don Carlos“ bei den Salzburger Festspielen

14.08.13 (Frieder Reininghaus) -
„Don Carlos“ ist ein emphatisches, schreckliches, tragisches, trauriges, komplexes und jedenfalls langes Werk. Als es am 11. März 1867 an der Opéra zur Uraufführung gelangte, hatte Verdi bereits mehrere Passagen der ursprünglichen Partitur herausgekürzt oder umgearbeitet, damit die Premierenbesucher aus dem Pariser Umland die letzten Züge noch erreichen konnten. Auch in den folgenden Jahren entstanden von der Hand oder unter den Augen des Meisters mehrere weitere, v.a. italienische Versionen – in der Regel mit der Intention, das für mediterrane Verhältnisse allzu ausufernd erscheinende Werk zu straffen.

Liebe, Wunden und Wunder im Unrechtsstaat: Giuseppe Verdis „Don Carlo“ am Nationaltheater Mannheim

03.02.13 (Frieder Reininghaus) -
In den meisten Arbeiten Verdis steht ein „transgenerationaler“ Konflikt im Zentrum – beginnend mit dem Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn in der frühen Oper „I due Foscari“ (Rom 1844). Die Linie setzte sich fort in der Komposition einer kruden Reduktion von Friedrich Schillers „Jungfrau von Orleans“ („Giovanna d’Arco“; Mailand 1845) und in den tödlichen Vater-Tochter-Konflikten der „Luisa Miller“ (Neapel 1849) oder „Rigoletto“ (Venedig 1851). Im Hintergrund von „La traviata“ (Venedig 1853) droht dann wieder eine autoritäre Vaterfigur, die den Sohn zur Familienraison und Anerkennung herrschender gesellschaftlicher Normen bringen will, sich dabei mit der Geliebten des Sohnes verhakt.
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