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Alle Artikel kategorisiert unter »Eurovision Song Contest«

Zwölf Punkte für die Toleranz

03.06.14 (Miriam Noa) -
Der Eurovision Song Contest (ESC) wurde 1956 mit der Idee ins Leben gerufen, das kriegsgebeutelte Europa durch leichte, grenzüberschreitende Unterhaltung zusammenzuführen, und schließt in seinem Regelwerk explizit politische Beiträge aus. Dass Politik sich jedoch nie gänzlich aus dem Wettbewerb heraushalten lässt, ist angesichts der kulturellen, sprachlichen und eben auch politischen Verschiedenheit der Teilnehmerstaaten offensichtlich.

Unzucht überall

03.06.14 (Max Nyffeler) -
Der Eurovision Song Contest wird aus professioneller Sicht gerne als Dummie-Event abgetan, wobei vor allem über trostlose musikalische Einfälle und peinliche Bühnenauftritte geläs-tert wird. Oft zu Recht, aber eben nicht immer. Beispielsweise sind die Beiträge aus Mittel- und Osteuropa, aus der Türkei und aus den Kaukasusländern immer besonders anregend. Ihre durchschlagende Vitalität wirkt weder inszeniert, noch wird sie durch ideologisches Brimborium gebremst. Es geht ganz direkt zur Sache, und das hat vermutlich mit der noch immer lebendigen Volksmusikpraxis in diesen Ländern zu tun, die hier durchschimmert.

ARD und ProSieben setzen Kooperation für Song Contest fort

16.06.11 (Christian Wolf - dapd) -
Hamburg - ARD und ProSieben setzen ihre Zusammenarbeit beim Eurovision Song Contest (ESC) fort. Für den Gesangswettbewerb 2012 in Aserbaidschan wollen die beiden Sender erneut in einer Castingshow einen deutschen Teilnehmer suchen, wie NDR und ProSieben am Mittwoch mitteilten. Beginnen soll die Show mit dem Titel «Unser Star für Baku» im Frühjahr 2012.

EWG

05.06.11 (Sven Ferchow) -
Ekelhaft. Widerlich. Gräulich. Drei Adjektive, die nicht grundlos mit dem Eurovision Song Contest in Verbindung gebracht werden müssen. Freilich kann man die Tragödie auch dieses Jahr nicht von obigem Vorwurf entbinden. Als größeres Debakel fungierte aber der Pressespiegel zum Drama. Da stilisierte man eine Freak-Show, die im Feuilleton seit Jahren niedergemetzelt wird, zur Rettung der deutschen – ach, sind wir mal nicht unbescheiden – der weltweiten Unterhaltungsindustrie. Und nur, weil die Deutschen wieder einmal mit drakonischer Disposition und zackigem Zeitplan dienten.

God natt Tyskland*

28.03.10 (Sven Ferchow) -
Es ist widerlich, welche Prioritäten in Deutschland gesetzt werden. In den Universitäten verhungern die streikenden Studenten, weil vergessen, Herr Westerwelle verwechselt das Außenministerium mit einem Kegelverein (autsch, muss ich jetzt als Kolumnist zurücktreten?), die katholische Kirche taumelt in ihr letztes Gefecht und Gesundheitsminister Rösler grinst anstatt zu kämpfen. Aber er muss sich ja nicht von tuberkulösen Patienten während der dreistündigen Wartezeit anhusten und per Tröpfcheninfektion infizieren lassen. Das Wort „Randale“ rückt in greifbare Nähe. Inklusive Nobelkarossen abfackeln und ordentlich auf alles eindreschen, was sich bewegt. Kopfpauschale mal anders. Aber es gibt Wichtigeres. Deshalb bleiben wir deutschen Schafe brav zu Hause, stellen die Buddel Bier auf dem Bauch ab und glotzen.

Betatscht

05.06.09 (Theo Geißler) -
„Die Würde des Menschen ist unantastbar... – Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich... – Das gesamte Schulwesen steht unter Aufsicht des Staates... – Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen...“ Gerade schwellen die Festivitäten aus Anlass des 60. Geburtstages unseres Grundgesetzes ab. Viel Panis für sehr wenige (Banken, marode Firmen), aber jede Menge prima getimete Circenses fürs Volk. Meisterschaftskür in der Bundesliga, Big Party am Brandenburger Tor – und eigentlich überall, Wahl des Bundespräsidenten mit erwartetem Ausgang. Eine gute Woche zuvor hatte ebendieser Bundespräsident den Berliner Kongress des Verbandes deutscher Musikschulen (VdM) im Blitzlichtgewitter mit wohlgesetzten Worten („Please don’t stop the music“) eröffnet und erstaunt die Erfahrung gesammelt, dass Musikschulen sich auch um sehr junge Kinder kümmern (Video unter www.nmzmedia.de).

beckmesser (2009/06)

29.05.09 (Max Nyffeler) -
Demokratie, auf deutsch „Volksherrschaft“, ist bekanntlich ein dehnbarer Begriff. Sie funktioniert am besten in überschaubaren Verhältnissen, vom Verein über das Quartier und die Region bis zum Kleinstaat. In einem supranationalen Konstrukt wie dem, was heute „Europa“ genannt wird, ist es schon etwas schwieriger. Da gibt es das mit bunten Fähnchen geschmückte EU-Parlament, bei dem man alle fünf Jahre einen Stimmzettel einwerfen darf, und das Brüsseler Kommissariat (ohne Fähnchen), das der in Berlin lebende Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann auch schon mal „Oberster Sowjet“ genannt hat.
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