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Alle Artikel kategorisiert unter »Gideon Klein«

Eine Geschichte, die sich vom Ende her erzählt

12.02.20 (Georg Beck) -
Alles andere als leicht, nicht ohne Beklemmen schreibt sich eine Laudatio wie diese, zu einem Thema wie diesem, in einem Umfeld wie diesem. Antisemitische Attacken an der Tagesordnung. Neurechte Rhetorik, Hate ­Speech im Internet, Sachbeschädigungen, Friedhofsschändungen, Körperverletzungen, ja Tötungsdelikte, Mordabsichten gegen Juden – all dies gibt es wieder. Ein übler Beigeschmack, der alles komplizierter, bedrückender macht als es ohnehin schon ist, fehlt besagtem Thema doch von sich aus jede Unbeschwertheit. Notge­drungen fehlt sie. Es hatte sie von Anfang nicht, konnte sie nicht haben. Auch die Geschichte des Gideon Klein erzählt sich eben von ihrem Ende her.

Musik an der Grenze des Lebens

01.06.15 (Albrecht Dümling) -
Als am 8. Mai 1945 russische Panzer durch Theresienstadt rollten, wurden sie von den Ghetto-Insassen jubelnd begrüßt. Angesichts des nahen Endes hatte die SS schon im Februar 1.200 Juden in die Schweiz ausreisen lassen. Ende April übergaben die Totenkopfverbände das Ghetto dem Internationalen Roten Kreuz, bevor sie am 5. Mai endgültig abzogen. Viele der 17.000 Menschen, die damals in Theresienstadt lebten, waren erst kurz zuvor aus anderen Lagern eingeliefert worden. Es herrschte eine Typhusepidemie, die zahlreiche Opfer fand. Der weitaus größte Teil der insgesamt 140.000 Personen, die dieses Ghetto durchliefen, war entweder an Hunger und Krankheit gestorben oder in Vernichtungslagern ermordet worden.
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