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Alle Artikel kategorisiert unter »Anke Kies«

Eingefasste Edelsteine

14.02.18 (Anke Kies) -
Der G. Henle Verlag wird in Kooperation mit Editio Musica Budapest Schritt für Schritt die Kritische Gesamtausgabe der Werke Béla Bartóks veröffentlichen. Als Herausgeber fungiert das Bartók-Archiv der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. Dieses Großprojekt startet mit dem Zyklus „Für Kinder“ (HN 6200, Leinen, € 357,-). Parallel zur wissenschaftlichen Ausgabe erscheinen zwei Notenbände (HN 1225, HN 1226), erhältlich auch als „Henle Library“-App.

Zum Dienstleister degradiert

25.10.17 (Anke Kies) -
Der Beginn eines neuen Schuljahres bedeutet für freiberuflich in Vollzeit arbeitende Instrumentalpädagogen zeitaufwändige Büroarbeit: Neben der Vorbereitung auf den Unterricht müssen Stundenpläne erstellt, Absprachen mit den Eltern geführt und Unterrichtsverträge geschrieben werden. Nach einer Abmahnung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Anfang des Jahres, die kritische Klauseln wie vorzeitige Kündigung, Weiterzahlung des Honorars im Krankheitsfall oder auch vom Lehrer nicht genehmigte Auftritte beinhaltet, sind nun neue, revidierte Formularverträge für Mitglieder des Tonkünstlerverbandes Bayern und auch des Deutschen Tonkünstlerverbandes im Umlauf. Die Abänderungen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen hat Anke Kies für die nmz näher beleuchtet.

Im Schmelztiegel der Klavierliteratur

18.07.17 (Anke Kies) -
Die Tendenz zu einfachen Polarisierungen ist kaum mehr zu übersehen. Programme, ob für Schüler-Vorspiel oder -Wettbewerb, führen viel zu oft zu einer Standardisierung, die nur partiell zufriedenstellen kann. Eine Auswahl aus der Fülle von Neuausgaben für Klavier soll als Anregung dienen, solchen Erstarrungsmechanismen entgegenzuwirken.

Die Sucht nach der Zweisamkeit an den Tasten

18.08.16 (Anke Kies) -
Theodor W. Adorno hat in seinem Aufsatz „Vierhändig, noch einmal“ von 1933 das Phänomen des Spiels à quatre mains auf den Punkt gebracht: „Das Vierhändigspielen ist zu einer Geste der Erinnerung geworden …“ Die Beschäftigung mit dieser Thematik zog weite Kreise und hinterließ überall ihre Spuren. Auch in der Literatur stößt man immer wieder auf Zeugnisse dieser ganz eigenen Zweisamkeit (Robert Musil: Mann ohne Eigenschaften). Das Magische, das dem vierhändigen Spiel im 19. Jahrhundert innewohnte, hat es später nicht mehr erreichen können. Die Entwicklung verschiedener Tonträger schien dem vierhändigen Spiel seine Daseinsberechtigung zu entziehen. Längst ist es wieder im Musikbetrieb angekommen.

Ein Bastelbogen mit Anleitung

12.11.15 (Anke Kies) -
Das Spektrum kreativer Herausforderungen ist sprunghaft gewachsen. Es gilt, die Neugier – Triebfeder alles menschlichen Tuns – als Kraft des Wach-Bleibens zu verankern und einem verstehenden Musikerleben Anmut zu verleihen. Improvisatorisches Arbeiten und schulpraktisches Spiel im Klavierunterricht kümmern als Randerscheinungen vor sich hin, weil zu oft die Zeit fehlt oder mehr Gewicht auf die Erlernung der Spieltechnik gelegt wird. Auf lange Sicht profitieren Schüler von einem aufgefächerten Unterricht, in dem man sich angrenzenden Bereichen nicht verschließt.

Passendes für einzelne Schüler wählen

11.06.15 (Anke Kies) -
Bei genauer Draufsicht entpuppen sich klavierpädagogische Neuerscheinungen oft als Abbild althergebrachter und durchaus bewährter methodischer Verfahren (siehe auch den Text zur Lang Lang-Klavierschule in der nmz 5/15, S. 12). Das Neue manifestiert sich fast zwanghaft durch das Wörtchen „Spaߓ, das suggeriert, dass Klavierspielen anderswo eine Tortur zu sein scheint und wider den Strich gebürstet werden müsse – eine Bestandsaufnahme.

Persönliche Ratschläge vom Starpianisten

13.05.15 (Anke Kies) -
Der Veröffentlichung eines klavierpädagogischen Unterrichtswerks geht zumeist die Erkenntnis voraus, dass die in der Praxis verwendeten Klavierschulen Defizite aufweisen, dass eigene Erfahrungen der Weitergabe bedürfen und somit einen kreativen Anschub auslösen. Lang Lang legt mit seinem fünfbändigen Werk eine Klavierschule vor, die die Erlernung der Spieltechnik zum Programm erhebt. Der kreative Zugang zum Klavierspiel, dessen Primat er ausdrücklich einfordert, ist so neu nicht. Die Auslegung desselben gestaltet sich immer individuell, vielleicht auch einseitig, gemessen an den Voraussetzungen, die die Klavierschüler mitbringen.

Für den Tanzboden und den Ballsaal

13.03.15 (Anke Kies) -
Die grundlegende Kraft der Musik keimt aus den Elementen, die von alters her mit der Rolle und dem Ort verbunden sind, den Musik in Form von Tänzen in der Gemeinschaft und im Rahmen von Festtagen und Feiern einnahm. Tasteninstrumente eigneten sich wegen ihres harmonischen Potenzials besonders gut, die melodische und rhythmische Spezifik eines Tanzes einzufangen. Die schier unüberschaubare Vielfalt an Tänzen innerhalb der Klavierliteratur legt darüber Zeugnis ab und auch heute werden Komponisten nicht müde, die Fingerspitzen weiterhin tanzen zu lassen.

Noten für den Gabentisch

19.12.14 (Anke Kies) -
Vladimir Rebikov: 15 Klavierstücke, Rob. Forberg Musikverlag, F 95053 +++ From Handel to Ravel, Bärenreiter Piano Album, BA 8771 +++ Beethoven–Schubert–Hummel, Leichte Klavierstücke mit Übetipps, Wiener Urtext Edition, UT 52005 +++ Fanny Hensel: Klavierstücke, Band 12, Furore-Edition 10148 +++ Erwin Schulhoff: Jazz-inspirierte Stücke, Bärenreiter, BA 9559 +++ Olli Mustonen: Jehkin livana, Edition Schott, ED 20190 +++ Wolfgang Rihm: Drei Klavierstücke in H, Universal Edition, UE 36018 +++ Feste: Breitkopf&Härtel, EB 8658 +++ Kerstin Strecke: Tio feiert Weihnachten, Breitkopf Pädagogik, EB 8852

Spröde, frisch und jauchzend

06.07.14 (Anke Kies) -
Noten des Bärenreiter-Verlags stechen wegen der farbigen Cover ins Auge. Der Mut zur Farbe ist allerdings keine Laune. Er steht in Kohärenz zum programmatischen Anspruch, sich in Grenzbereiche vorzutasten und Neuausgaben auch Komponisten zu widmen, deren Klaviermusik die Aufmerksamkeit der Interpreten erst noch erlangen soll. Eine personenbezogene Farbgestaltung erweist sich da als durchaus sinnvoll in mehrfacher Hinsicht.
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