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Alle Artikel kategorisiert unter »Ines Lex«

Da grinst der Haifisch sich eins – Die Dreigroschenoper von Kurt Weill und Bert Brecht in Halle

20.02.18 (Joachim Lange) -
In der „Dreigroschenoper“ könnte wohl jeder Theater- bzw. Opernfreund ab einem gewissen Alter überdurchschnittlich viele Songs mitsingen. In der jüngsten Gemeinschaftsproduktion von Schauspiel und Oper in Halle wird nach der Pause aus dem „könnte“ ein „sollen“. Und es funktioniert! Das Publikum singt mit. Den Mackie-Messer- Song, was sonst. Laut und leise. Da grinst der Haifisch sich eins. Da schwappt der Drive, der vor 90 Jahren die Gemüter erhitzte über jedes Verfremdungsgebot hinweg ganz direkt ins Gemüt. Damit hatte es schon angefangen, als Harald Höbinger als Moritatensänger mit leichter Brecht-Anmutung, zu Beginn diesen Song aus einer kleinen Spieluhr zauberte und dann die ganze Truppe vor den Vorhang zitierte. Da sah und hörte man sie schon mal.

Ruhe vor dem Sturm – Brechts und Weills „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ als Passion an der Oper Halle

22.01.17 (Joachim Lange) -
Wenn man nach der Premiere des „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ von Bert Brecht und Kurt Weill beim Verlassen des Opernhauses „Wie man sich bettet, so liegt man“ oder „the moon of Alabama“ vor sich hin summt oder sich am liebsten den Weg „in the next whisky bar“ zeigen lassen würde, wie es im berühmten Alabama-Song so schön heißt, dann geht das natürlich zuerst auf das Konto der beiden kongenialen Musik- und Texterfinder Weill und Brecht.

Einstürzende Altbauten – Händels „Sosarme, Re di Media“ bei den Händelfestspielen in Halle

30.05.16 (Joachim Lange) -
Philipp Harnoncourt und Bernhard Forck sorgen am Opernhaus mit der szenischen Erstaufführung von Händels „Sosarme, Re di Media“ für eine musikalisch glanzvolle und szenisch packende Entdeckung.

Händeloper zwischen Psychokrimi und Zickenkrieg

07.06.15 (Joachim Lange) -
Mit den zwei aktuellen Opernbeträgen steuern die Händelfestspiele in Halle auf einen Erfolg zu: Das Opernhaus holt Händels „Lucio Cornelio Silla“ aus dem Schatten der Musikgeschichte und in Bad Lauchstädt wird der nachgeholte „Alessandro“ zu einem Triumpf.

Gezückte Messer und Rüschenhemd – Die Oper in Halle startet mit Leonard Bernsteins „West Side Story“ in die neue Spielzeit

30.09.14 (Joachim Lange) -
Im Moment jagt eine Spielzeiteröffnung die nächste. Auf der Opernbühne in Halle jagen sie sich jetzt auch noch gegenseitig. Es sind die Jungs und Mädels der Gangs, die im fernen New York um ihr Stück Straße kämpfen, weil sie es den anderen partout nicht überlassen wollen. Dabei haben sie alle den gleichen Traum vom Land der angeblich so unbegrenzten Möglichkeiten. In Leonard Bernsteins Broadway-Musical aus dem Jahre 1957 ist tatsächlich vieles unbegrenzt. Vor allem nach unten, in die persönliche Katastrophe.

Es war einmal … – Die Oper Halle bemüht sich mit der Ausgrabung von Bernhard Sekles‘ „Schahrazade“ um ein vergessenes Werk

03.12.13 (Joachim Lange) -
Jede Opern-Ausgrabung ist per se ein Verdienst. So auch die in Halle, wo Intendant Axel Köhler „Schahrazade“ von Bernhard Sekles (1872–1934) auf die Bühne gebracht hat. Wenn es wie hier um eine Oper geht, die aus den ersten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts stammt, liegt der Verdacht nahe, dass die Nazis beim Verschwinden der Werke ihre Finger im Spiel hatten. Möglichst nichts neutönend Modernes, vor allem aber nicht von Juden.
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