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Alle Artikel kategorisiert unter »Jascha Nemtsov«

Fachtagung über verfolgte jüdische Musiker*innen in Thüringen an der Hochschule für Musik Weimar

19.11.20 (Roland H. Dippel) -
Am 12. und 13. November fand an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar die zweite wissenschaftliche Tagung zum Projekt „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen. Eine Spurensuche“ statt. Wegen der Pandemie wurden die Referate, der Festvortrag und das Gesprächskonzert im Livestream übertragen. In der ersten Projektphase und einer Wanderausstellung (April 2018 bis Juni 2019) wurde grundsätzliches Material über Leben und Werk jüdischer Musiker vorgestellt. Die zweite Projektphase (Juli 2019 bis Juni 2021) schließt Gruppen wie die in Thüringen wirkenden jüdischen Kantoren und Mitglieder der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Buchenwald ein. Eine weitere Ausstellung soll im Frühling 2021 eröffnet werden.

Ein goldenes Dreieck

22.07.20 (Marco Frei) -
Wenn es um die Erforschung jüdischer Musikkultur geht, zählt Deutschland international zu den Vorreitern. Dafür sprechen aktuell zwei Professuren in Hannover und Weimar sowie gewichtige Einrichtungen wie das „Europäische Zentrum für jüdische Musik“ in Hannover. Mit dem neuen „Ben-Haim-Forschungszentrum“ an der Musikhochschule München kommt ein weiterer Baustein hinzu.

Heimat als Summe von Orten und Kontakten

03.05.16 (Leonie Reineke) -
Konzert oder Gottesdienst? Als der Sänger auf der Bühne plötzlich begann, liturgische Verse des Mincha-Gebets vorzutragen und auch das Instrumentalensemble und einige Personen im Publikum mit einstimmten, stellte sich das ebenso befremdliche wie faszinierende Gefühl ein, einer synagogalen Andacht beizuwohnen. Die von dem Bariton und Kantor Assaf Levitin dargebotenen jüdischen Gesänge waren allerdings nur einer von mehreren Bausteinen des Projekts „Mekomot“, das in diesem Jahr das Kölner „Forum neuer Musik“ des Deutschlandfunk unter dem Motto „Jüdische Identitäten“ eröffnete.

11 Fragen an Jascha Nemtsov

10.07.15 (Jascha Nemtsov) -
Jascha Nemtsov (geb. am 7. Oktober 1963 in Magadan, Russland) ist Pianist und Musikwissenschaftler. Er wurde am St. Petersburger Staatlichen Konservatorium ausgebildet und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine wissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf jüdische Musik und jüdische Komponisten im 20. Jahrhundert. 2013 wurde er als Professor für Geschichte der jüdischen Musik an die Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar berufen. 2015 begründete er zusammen mit Martin Kranz die ACHAVA Festspiele Thüringen – ein Festival für interreligiösen und interkulturellen Dialog, dessen künstlerischer Leiter er wurde.

Glückwunsch, Gohrisch! Schostakowitsch-Tage zum Sommeranfang

28.06.15 (Michael Ernst) -
Die Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch sind im sechsten Jahrgang angekommen und nach wie vor weltweit die einzigen im Namen dieses Komponisten. Ein spürbar kundiges Publikum strömte in die Sächsische Schweiz und erhielt zweieinhalb Tage lang Gelegenheit zu nicht weniger als sieben Konzertveranstaltungen. Es begegnete musikalischen Raritäten und namhaften Interpreten, wurde umsorgt von charmanten Veranstaltern.

Schostakowitsch-Tage in Gohrisch mit Musik aus dem Gulag – eine Uraufführung von Vsevolod Zaderatsky

17.06.15 (Michael Ernst) -
Als Musiklehrer beim Zaren brachte er sich in Gefahr. Musik hat ihm in schwierigsten Zeiten das Leben gerettet: Vor 77 Jahren schrieb Vsevolod Zaderatsky ein zweieinhalbstündiges Klavierwerk – im Lager! Erstmals seit Johann Sebastian Bach wieder Präludien und Fugen auf sämtliche Tonarten. Eine Geschichte auch aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Verismo-Opern in schwarzen, weißen und ganz bunten Tönen – Osterfestspiele in Salzburg

03.04.15 (Michael Ernst) -
Die Osterfestspiele Salzburg strecken sich dieses Jahr weit in den Süden und holen eine nur scheinbar ferne Vergangenheit aus Sizilien auf die Bühne des Großen Festspielhauses. Dort gab es am zum Auftakt die Doppelpremiere „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni und „Pagliacci“ (Der Bajazzo) von Ruggero Leoncavallo. Zu schade, dass es hier Usus ist, alle Produktionen und Konzerte nur zweimal aufzuführen. Das Operndoppel hätte das Zeug zum Publikumsrenner. In Salzburg ist es auch für den Ostermontag restlos ausverkauft.

Musikalischer Ausdruck jüdischer Identität

11.05.14 (Albrecht Dümling) -
Seit gut einem Jahr ist Jascha Nemtsov Professor für Geschichte der jüdischen Musik am Institut für Musikwissenschaft der Weimarer Hochschule für Musik Franz Liszt und der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Albrecht Dümling hat mit dem in Sibirien geborenen, seit 1992 in Deutschland lebenden Musikwissenschaftler und Pianisten über die Facetten seines Lehr- und Forschungsgegenstandes gesprochen.

Lehrstuhl für jüdische Musik in Weimar eingerichtet

12.04.13 (Agentur - dapd) -
Weimar - Mit der Einrichtung und Besetzung der Professur für die Geschichte der jüdischen Musik schließt sich nach Ansicht der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar eine historisch begründete Lücke. Bislang habe es keine systematische Erforschung der jüdischen Musikgeschichte an einer deutschen Hochschule gegeben, sagte der Präsident der Weimarer Musikhochschule, Christoph Stölzl.
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