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Alle Artikel kategorisiert unter »Marco Frei«

Aus dem Schatten getreten

21.03.18 (Marco Frei) -
In dem Essay „Lob des Schattens“ entwirft Tanizaki Jun’ichiro 1933 eine Art „ästhetisches Testament Japans“. Es geht um den Umgang in fernöstlichen Kunst und Kultur mit Licht und Schatten. „Ohne Schattenwirkung gibt es keine Schönheit“, schreibt der bedeutende Autor der frühen Moderne. Für Jun’ichiro berührt dies auch eine Klanglichkeit, denn: Das Dunkel berge ebenso eine „unheimliche Stille“ in sich.

Mit Schostakowitsch zurück in die Zukunft

27.02.18 (Marco Frei) -
In Kasan erlebt das Tatarische Nationalorchester gegenwärtig eine neue Blüte. Dafür steht auch ein Schostakowitsch-Zyklus, der jetzt auf CD erschienen ist. Und dies in einer Stadt, die für Orchester kein einfaches Pflaster ist.

Staunenswerte Vielfalt an Profilen

21.10.16 (Marco Frei) -
Beim diesjährigen Lucerne Festival wurde der Fokus auf dirigierende Frauen gerichtet. Damit glänzte das große Fes­tival erneut mit einem spannenden, inspirierten Programm. Doch auch andernorts präsentiert sich die Schweiz recht umtriebig, so etwa in Davos, Verbier oder am Sarnersee.

Erinnern, übermalen und neu gestalten

27.04.16 (Marco Frei) -
Er zählt zu den erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart. Prominente Solisten, Dirigenten und Klangkörper führen die Werke von Hans Abrahamsen auf, in allen Teilen der Welt. Zuletzt sorgte 2013 die Uraufführung von „Let me tell you“ für Sopran und Orchester für Aufsehen – realisiert von Barbara Hannigan und den Berliner Philharmonikern unter Andris Nelsons (siehe CD-Hinweis). Jetzt ist die Ersteinspielung dieses Werks erschienen. Doch wofür steht der dänische Komponist? Was will seine Musik?

Stellung beziehen! Zur Tagung „Festivals 3.0“ beim Heidelberger Frühling

25.03.13 (Marco Frei) -
Wer das Morgen gestalten möchte, muss das Heute in seiner Komplexität erfasst haben – gerade auch die Probleme. Gesundes Misstrauen ist angebracht, wenn bunte Statistiken in den Raum geworfen werden: Allzu häufig kaschieren sie die Hilflosigkeit. Dieser Eindruck bestätigte sich auch auf der Tagung „Festivals 3.0 – Eine Möglichkeit Zukunft zu gestalten?“ beim Heidelberger Frühling. In drei Panels wurde über das „Publikum im Internet-Zeitalter“, die „Aufgaben und Chancen von Festivals heute und morgen“ sowie die „Festival-Finanzierung“ gebrütet.

Zukunft gesichert – vorerst: Die Herrenchiemsee Festspiele werden erstmals staatlich gefördert

22.02.13 (Marco Frei) -
Hinterher ist man meistens schlauer. Dass er sich auf einen einzigen Sponsor verlassen und sich dafür von anderen privaten Geldgebern getrennt habe, nennt Enoch zu Guttenberg heute einen Fehler. Er habe nicht gewusst, dass ein Wechsel im Vorstand eines Unternehmens auch dazu führen könne, dass das kulturelle Engagement überdacht werde.

Gedenken und Mahnung: Die Stadt München ehrt den verstorbenen Hans Werner Henze mit einem Konzert

07.02.13 (Marco Frei) -
Eigentlich müsste die Muffathalle in München Henze-Halle heißen. Denn es war Hans Werner Henze, der sich dafür stark gemacht hatte, dass die ehemalige Fabrik unterhalb des Gasteigs zu einem Veranstaltungsort umgewandelt wurde. Seit 1992 werden hier Musikveranstaltungen gestemmt, für die es sonst in der Stadt kaum andere geeignete Örtlichkeiten gäbe – zumal für die Münchener Biennale für neues Musiktheater, die Henze 1988 gegründet hatte.

Exegese des Neuen: Die Ernst von Siemens Musikstiftung feiert mit dem Arditti Quartet ihren 40. Geburtstag

03.02.13 (Marco Frei) -
Natürlich sind auch Preise und Jury-Entscheidungen relativ. In der Vergangenheit gab es durchaus genügend Gründe, um sich über den Musikpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung zu ärgern – weil die Wahl der Ausgezeichneten nicht wirklich einleuchten wollte oder die Ehre viel zu spät kam. Dennoch steht außer Zweifel fest, dass die Siemens Musikstiftung größte Verdienste um die Entwicklung und Pflege des internationalen Musiklebens hat – zumal in der neuen Musik.

In der Sackgasse? Valery Gergiev und die Münchner Philharmoniker mit Gubaidulina und Bruckner

02.02.13 (Marco Frei) -
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegen manchmal Welten. Das gilt auch für Valery Gergiev. Als der russische Dirigent am Freitag auf einer Pressekonferenz in München seinen Vertrag bei den Philharmonikern unterzeichnete, kündigte er an, ab 2015 als Nachfolger von Lorin Maazel mit dem Orchester weiter an Farben und Strukturen feilen zu wollen. Bei seinem Konzert mit den Münchner Philharmonikern abends im Gasteig klang das anders, jedenfalls hat man Bruckners siebte Sinfonie selten so laut gehört.

Im Licht der Entfremdung: Neue und alte Psalmenvertonungen beim Musikfest Stuttgart

30.09.09 (Marco Frei) -
Vielfältige schöpferische Assoziationen weckt das Motto „Licht“, das zeigte sich auch beim diesjährigen Musikfest Stuttgart. Nicht zuletzt wurde mit einem Psalmenwochenende eine religiöse Brücke geschlagen, allerdings mit zwiespältigem Ergebnis. Dabei war die Idee spannend und wichtig: Martin Smolka, Brice Pauset, Jaakko Mäntyjärvi, Joseph Phibbs und Victoria Borisova-Ollas hatten Psalmen vertont, die schon Felix Mendelssohn Bartholdy verwendet hatte, und würdigten damit zugleich dessen 200. Geburtstag.
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