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Alle Artikel kategorisiert unter »Jennifer Holloway«

Nichts Neues über Tannhäuser – Kornél Mundruczó inszeniert Tannhäuser an der Staatsoper Hamburg

26.04.22 (Ute Schalz-Laurenze) -
Das erste Bild war vielversprechend. Keine dauersinnliche Venus, bei der Sänger zum Dauerbesuch da sind, sondern eine Aussteigerfamilie, die in den Schönheiten des Dschungels einerseits alternativ, andererseits vollkommen bürgerlich lebt: die Kinder turnen auf Papa Tannhäuser herum und von Venus erhält er erst einmal eine schallende Ohrfeige, als er bekennt, dass er gehen will, dass er es satthat und dass dieses Leben ihm auch nicht das gebracht hat, was er sich vorstellte. Schon in der Ouvertüre ist Tannhäuser schlafend zu sehen: Träume und vergangene Wirklichkeiten ziehen an ihm vorbei. Die Erinnerung an seine Hochzeit, sein Gefühl, zu ertrinken...

Kaffeekränzchen mit Jack The Ripper – „Elektra“ von Richard Strauss in Hamburg

30.11.21 (Dieter David Scholz) -
Das mythologische Atridendrama um Agamemnon, seine Ehefrau Klytämnestra, deren Liebhaber Aegisth, und die Kindern Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest ist eines der klassischen Schlachtfeste des antiken Dramas: Der Vater opfert Iphigenie aus politischen Motiven, Klytämnestra und Aegisth erschlagen Agamemnon. Orest wird als Kleinkind zu Bauern gegeben (er wird später Klytemnästra und Ägisth töten), Elektra will ihren Vater rächen, Chrysothemis eine „normale“ Existenz aufbauen.

Leipziger „Lohengrin“-Lollipop, lohnend?

03.11.20 (Roland H. Dippel) -
Das Spannendste an dieser gekürzten Fassung von „Lohengrin“ ist seine Vorgeschichte, die mindestens bis zum letzten „Tannhäuser“ der Oper Leipzig im Jahr 2018 zurückreicht. Schon steht der Termin der „Lohengrin“-Vorstellung im Paket „Wagner 22“ mit allen Wagner-Dramen in chronologischer Reihenfolge nach Entstehung fest: 30. Juni 2022. Aber das wird ein schon wieder anderer „Lohengrin“ sein als die wegen des Teil-Lockdowns vom 7. auf den 1. November vorverlegte Premiere.

Traumparabel des Scheiterns – Faszinierende Rückkehr von Schrekers „Der ferne Klang“ an den Uraufführungsort Frankfurt

01.04.19 (Wolf-Dieter Peter) -
„In Frankfurt begann alles…“ beschreibt Franz Schreker selbst seinen künstlerischen Weg, der mit der beifallumrauschten Uraufführung von „Der ferne Klang“ 1912 begann. Die folgenden Frankfurter Uraufführungserfolge von „Die Gezeichneten“ und „Schatzgräber“ mögen Michael Gielen bewogen haben, in seiner Ära daran anzuknüpfen. Ihm, dem gerade Verstorbenen, ist daher die neue Produktion des „Fernen Klang“ gewidmet. Es wurde eine triumphale Kunstfeier, sagt unser Kritiker Wolf-Dieter Peter

Verachtet mir das Genre nicht – „Les Troyens“ von Hector Berlioz an der Semperoper Dresden

08.10.17 (Joachim Lange) -
Die Zuschauer, die am Premieren-Abend die Semperoper in einer der beiden Pausen verließen, haben auf jeden Fall eines verpasst: die grandiose Christa Meyer mit dem Schlussgesang der Königin Didon, wenn der Trojaner Énée, samt seiner Leute, Karthago wieder verlässt, um im Auftrag seiner Götter, Italien zu gründen. Mit dieser Rolle hat sich Christa Meyer (nach ihrer atemberaubenden Brangäne in Bayreuth) endgültige in der Liga der Sängerinnen etabliert, für die es allein schon lohnt, eine Vorstellung zu besuchen.
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