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Alle Artikel kategorisiert unter »Julia Lwowski«

Entfesselte Bilderflut: Die „Verurteilung des Lukullus“ von Paul Dessau und Bertolt Brecht in Stuttgart

03.11.21 (Joachim Lange) -
An ihrem Titel sollt ihr sie erkennen – so könnte man ein bekanntes Bibelzitat auf diese Oper übertragen. Was Paul Dessau (1894-1979) und Bertolt Brecht (1898 – 1956) als „Verhör des Lukullus“ am 17. März 1951 in Ostberlin vor einem politisch handverlesenen Publikum als geschlossene Premiere vorstellten, sollte nach dem Willen von Funktionären der Staatspartei eigentlich ein Eklat werden, um einen offiziellen Grund zu haben, das Stück nicht herauszubringen. Mit einer dialektischen Pointe, die von Brecht erfunden sein könnte, wurde die Aufführung aber zum Erfolg.

Antiautoritäre Selbstertüchtigung – Verdis „La Traviata“ an der Oper Halle

21.09.20 (Joachim Lange) -
„La Traviata" steht auf dem Plakat, das man in der Stadt – wenn überhaupt – mit der Lupe suchen muss. Mit klassischer Werbung für ihre Oper glänzt Halle jedenfalls nicht. Aber die 160 zugelassenen Plätze füllen sich bei einer so populären Verdi-Oper auch so. Wer im Vorfeld auf der Website des Theaters Fotos sah, der konnte allerdings auf den Gedanken kommen, dass sich jemand mit der Auswahl vertan hatte. Scheiterhaufen und Stichwaffen ließen eher auf eine ganz andere Verdi schließen. Der Bericht von Joachim Lange.

Techno-Rave mit Monteverdi: „M‘Orpheo“ am Theater Regensburg

15.03.20 (Juan Martin Koch) -
Ausnahmezustand im Regensburger Velodrom: Damit nicht genug, dass außer Pressevertretern (mit Abstand verteilt auf der Galerie) und Theatermitarbeitern (im Parkett) kein Publikum bei der Premiere anwesend sein konnte; vor der Spielstätte läutete auch noch ein geheimnisvoller, weiß gewandeter Spielmannszug den Abend ein. Man durfte sich auf was gefasst machen.

Georg Philipp Telemanns „Orpheus“ an der Hamburger opera stabile

11.07.16 (Ute Schalz-Laurenze) -
Über fünfzig Opern hat Georg Philipp Telemann geschrieben, davon ca. 25 in seiner Zeit als Direktor des Hamburger Theaters am Gänsemarkt (1721-1738). Die meisten sind verschollen, wenige fragmentarisch erhalten und von anderen gibt es nur noch Arien. Es ist also gar nicht klar, wie sein 1736 uraufgeführter „Orpheus“ aussah, den es in diesem Jahr gleich zweimal gab: die konzertante Uraufführung im Frühjahr 1736 hieß „Die wunderbare Beständigkeit der Liebe oder Orpheus“ und die ein halbes Jahr später szenisch aufgeführte Fassung „Die rachbegierige Liebe oder Orasia“.

Scratching as scratching can – „sezier dich nicht“ im Berliner HAU 1

16.10.13 (Peter P. Pachl) -
In den Vorjahren war die Komische Oper Berlin Hauptveranstalter der engagiert innovativen, jungen Reihe „K. O.- Koproduktionen“. Dieser assoziativ doppeldeutige Titel ist geblieben, aber bei der jüngsten Premiere (welche zur selben Zeit startete, als die Uraufführungs-Premiere der Kinderoper „Des Kaisers neue Kleider“ im Haupthaus an der Behrenstraße noch nicht beendet war) wird statt der Komischen Oper das HAU 1 genannt. Unter dem Titel „sezier dich nicht. Wahnlieder für Seelsinnige von Brahms, Mahler, Berg“, erreichte die bereits sechzehnte Koproduktion mit der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und der Universität der Künste Berlin im Hebbel-Theater am Halleschen Ufer ihren vorläufigen Tiefpunkt.
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