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Alle Artikel kategorisiert unter »Klaus Schedl«

Die Donaueschinger Musiktage 2016

Auch 2016 begleitete nmzMedia wieder die Donaueschinger Musiktage mit täglich aktuellen Blogvideos. Im Anschluss entstand diese zusammenfassende Dokumentation aus dem Material dieser vier Filme. Proben und Aufführungen, Installationen und Konzerte, Gespräche, Interviews und viel Atmosphäre rund um das wohl einflussreichste Festival für zeitgenössische Musik.

Körper-Krassheit und Gedächtnis-Sondermüll

28.10.16 (Gerhard R. Koch) -
Am mythischen Anfang der Musik stehen polare Figuren für Verklärung und Grauen: der verklärend-entrückte Sänger Orpheus und der Satyr Marsyas – der sich erdreistete, Apoll zum Wettgesang aufzufordern, und schmählich unterliegen musste. Doch der Strahlegott war kein großmütiger Sieger, sondern ließ dem Frevler zur Strafe bei lebendigem Leib das Fell über die Ohren ziehen. Die „hässliche“ Stimme des Halbmenschen und der Schmerzensschrei des Geschundenen sind gleichsam die Kehrseite, der Abgrund aller „orphischen“ Erhabenheit: Elementar-Symp­tome einer in mehrfacher Hinsicht wahrhaft kruden Ästhetik. Doch der Apoll-Marsyas-Mythos ist auch Urbild musikalischer Wettbewerbe: Wer sich dabei bewirbt, riskiert Versagen, Niederlage, Ausscheiden. Zwar geht es nicht gleich um Kopf und Kragen, aber der Misserfolg kann schon schmerzen, auf jeden Fall die Karriere vermasseln.

Donaueschinger Musiktage 2016 – Freitag: "Sculptors"

Mit „Music in Public Places“ von Joanne Bailie und „Blutrausch“ von Klaus Schedl kommen am ersten Tag der Donaueschinger Musiktage 2016 zwei Werke von Komponisten zur Uraufführung, die sich selbst als Klangskulpteure sehen: Aus ihrem klanglichen Ausgangsmaterial schälen beide ihre Kompositionen im Schaffensprozess nach und nach heraus.

11 Fragen an Klaus Schedl

30.01.11 (Klaus Schedl) -
Der 1966 in Stuttgart geborene Komponist Klaus Schedl, ausgebildet bei Hans-Jürgen von Bose, kreiert Stücke für Soloinstrumente, Kammer-, Vokal- und Orchestermusik bis hin zu musiktheatralen Werken. Der Wahl-Münchener strebt an, zeitgenössische Musik zu schaffen, die sich unmittelbar äußert und assoziativ sowie emotional wirkungsvoll ist. „Eine Musik, die wie Pop funktioniert, ohne strukturell und traditionell Pop zu sein.“ Zuletzt entwickelte er für die Münchener Biennale 2010 mit anderen Künstlern „Amazonas“.

Ruhig atmen! „Unter Wasser – Ein Freiheitsentzug“ im Münchner Dantebad

15.06.10 (Tobias Hell) -
Viele kennen das vielleicht noch vom letzten Weihnachtseinkauf. Wenn sich wieder mal die Frage stellt: Was schenke ich jemandem, der schon alles hat? Und im Grunde genommen geht es da den Komponisten und Theatermacher unserer Tage ziemlich ähnlich. Was nämlich soll man noch auf der Bühne zeigen, was bislang noch nicht versucht wurde? Klaus Schedl, Philipp Kolb und Cornel Franz haben dieses Problem auf ihre ganz eigene Art gelöst. „Unter Wasser – Ein Freiheitsentzug“ lautet der Titel ihrer gemeinsamen Arbeit, die nun im Münchner Dantebad ihre Uraufführung erlebte.

Traurige Tropen: Das Amazonas-Projekt bei der Münchener Biennale

09.05.10 (Juan Martin Koch) -
Wo beginnen? Bei der Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst im Allgemeinen und neuem Musiktheater im Besonderen? Bei der Frage nach den Möglichkeiten und Unmöglichkeiten interkulturellen Dialogs? Oder bei den chemischen Formeln, die – solange der Mensch nicht seine ausbeuterischen Finger im Spiel hat – den Regenwald im ökologischen Gleichgewicht halten? Ähnliche Ratlosigkeit scheint die Macher des Amazonas-Projekts bei der Münchener Biennale befallen zu haben.
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