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Alle Artikel kategorisiert unter »Marie Heeschen«

Liebesgrüße vom Bosporus … Spektakulärer politischer Startschuss für das Beethoven-Jahr in Bonn mit Volker Löschs „Fidelio“

04.01.20 (Joachim Lange) -
Es hat sich eingebürgert, dass Ludwig van Beethoven das letzte Konzertwort des Jahres hat. Seine 9. Sinfonie liefert gleich noch ein paar programmatische Verse von Friedrich Schiller mit. Was irgendwie einen trotzigen Optimismus ausstrahlt und in unseren Breiten auch noch an das sich mühsam einigende Europa erinnert. Dass ein runder Geburtstag wie jetzt der 250. des berühmtesten Sohnes der Stadt Bonn eine Angelegenheit ist, die weltweit zu Aktivitäten anregt, versteht sich. Die Oper der ehemaligen (provisorischen!) Bundeshauptstadt lässt es sich nicht nehmen, mit Beethovens einziger Oper „Fidelio“ ihr und unser aller Beethovenjahr zu eröffnen.

In Bonn: Familie „Karl Marx in London“ von Jonathan Dove und R. Weber uraufgeführt

12.12.18 (Joachim Lange) -
Karl Marx (1818-1883) ist eine Ikone. Für seine Anhänger. Aber auch für seine Gegner. Schon, weil der Rauschebart auf den ersten Blick wiedererkennbar ist. Zu seinem 200. Geburtstag haben die Chinesen seiner Geburtsstadt Trier ein kolossales Denkmal zukommen lassen. Mit dem die Trierer erstmal klarkommen müssen. Der „Nischel“ in Chemnitz ist schon weltberühmt. Seit kurzem (leider) als Demo-Hintergrund noch berühmter. Über die allfälligen TV-Reminiszenzen zu Marx’ 200. Geburtstag lässt sich (Mario Adorf hin oder her) trefflich streiten.

Aufforderung zum Kampf – In Bonn inszeniert Peter Konwitschny Othmar Schoecks selten gespielten Einakter „Penthesilea“

18.10.17 (Joachim Lange) -
Wenn es gerecht zuginge, dann müsste man gemeinsam mit „Salome“ und „Elektra" auch Othmar Schoecks (1886-1957) „Penthesilea“ nennen. Neuerdings auch Aribert Reimanns „Medea“. Alles Frauen-Monumente des Musiktheaters von erheblicher Wucht. Die ersten drei wurden in der Dresdner Semperoper uraufgeführt. Doch nur die beiden Strauss-Einakter haben sich im Kernrepertoire gehalten. Schoecks Kleist-Oper ist dort erst 2008 in einer grandiosen Inszenierung von Günter Krämer dort wieder in Erinnerung gebracht worden. Die 2010 in Wien uraufgeführte „Medea“ von Aribert Reimann müsste es, schon weil sie eine Verlängerung dieser Reihe in die zeitgenössische Moderne ist, künftig auch mal auf den Dresdner Spielplan schaffen.
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