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Alle Artikel kategorisiert unter »Matteo Maria Ferretti«

Großes Theater in grauem Licht – Halévys „Die Jüdin“ in Kiel

30.03.22 (Arndt Voß) -
Kiels Theater ist groß darin, mit der Grand opéra Furore zu machen, mit jener historischen Opernform, die vor allem auf üppige Bühnenwirkung bedacht ist. Allerdings steht gerade sie in einer Zeit schmaler Etats unter Rechtfertigungsdruck. Dennoch kann sie auch unserer Zeit etwas sagen, wie das Theater in den letzten Spielzeiten mit Berlioz‘ „Trojanern“ bewies, mit Aubers „Stummer von Portici“, Rossinis „Tell“ und Meyerbeers „Hugenotten“. Das ist fürwahr eine gewichtige Erfolgsbilanz in diesem Genre. Sie wurde jetzt durch die „Die Jüdin“ erweitert, das Bühnenwerk von Jacques Fromental Halévy, das von seiner Uraufführung 1835 an durchgehend erfolgreich war, bis es 1933 jäh verschwand.

Wahnsinn im Lichtdesign – Kiels „Lucia die Lammermoor“

17.12.19 (Arndt Voß) -
Man könnte die Kieler Inszenierung von Gaetano Donizettis „Lucia di Lammermoor“ (Premiere: 7. Dezember 2019) als eine attraktiv beleuchtete konzertante Aufführung beschreiben, wäre auch das Orchester optisch präsent gewesen. Das aber blieb im Graben, wie immer geheimnisvoll verborgen. Es sollte wohl doch eine Oper sein. Das Publikum wenigstens zeigte sich angetan, auch wenn es in der zweiten Aufführung, die für diesen Bericht Quelle ist, nur recht kurz applaudierte.

Giuseppe Verdis „Aida“ in urbaner Kulisse – Kiels „Sommertheater“

29.08.19 (Arndt Voß) -
In Landeshauptstädten regiert normalerweise die Politik, auch in dieser Jahreszeit. In Kiel, der nördlichsten Deutschlands, hat das Zepter für eineinhalb Wochen Verdi übernommen, nicht die Gewerkschaft, sondern Giuseppe mit seiner eindrucksvollen „Aida“. Verlässlich ist ihr Erfolg, und so ist der Rathausplatz, auf dem sie agiert, von einer gewaltigen Tribüne für mehr als 1.300 Besucher beherrscht, eine Anzahl, die auch bei sieben weiteren Aufführungen benötigt wird. Ein Bericht von Arndt Voß.

Die Kunst der braven Revolution – Aubers „Die Stumme von Portici“ in Kiel

30.04.19 (Arndt Voß) -
Was macht man mit einer Grand Opéra, die so gar nichts Revolutionäres mehr hat und doch in Harmonie und Schönheit davon schwärmt? Die Oper Kiel suchte nach einer Lösung und verausgabte sich in tugendhafter Sterilität, indem sie den Vesuv ein wenig Plastik, schön gesäubert, spuken ließ.

Kiel besinnt sich auf seine historische Bedeutung – Marco Tutinos „Falscher Verrat“ uraufgeführt

07.11.18 (Arndt Voß) -
Es war der 3. November 1918, als in Kiel Historisches geschah: die Matrosen standen auf, ein Geschehen mit ungeheuren Folgen. Das in einer Oper genau 100 Jahre später erlebbar zu machen, ist eine andere Sache, dennoch hat man es in Kiel versucht.

Verzwicktes Familienfest einer göttlichen Gang – Legrenzis „Die Aufteilung der Welt“ in Kiel

15.06.18 (Arndt Voß) -
Für gute drei Stunden war Kiel der Nabel der Welt. Wichtiges stand an: Nichts Kleineres als die Erde war aufzuteilen, ein Unterfangen, bei dem selbst unter göttlichen Brüdern Streit unvermeidlich ist. Aber, wie so oft, ist das mit Musik, hier mit der barocken von Giovanni Legrenzi, durchaus gut anzuhören und, wenn dann noch die Optik stimmt, sogar vergnüglich anzuschauen (Premiere: 9. Juni 2018).

Zwei Einakter Rachmaninows als theatralisches Vermächtnis in Kiel

03.05.18 (Arndt Voß) -
Bei so manch einem Komponisten wird nur ein Teil des Oeuvres wahrgenommen, auch bei Sergei Rachmaninow (1873–1943). Seinen Klavierkompositionen begegnet man gern und oft, in Konzertform oder als Solostück, auch als Kammermusik. Seltener sind die sinfonischen Kompositionen zu hören, noch weniger die vokalen. Doch dass er drei Operneinakter vollendete, ist kaum bekannt. Es kommt deshalb einer Entdeckungstat nahe, sie auf die Bühne zu stellen. In Kiel wagte man das und gewann einen ungewöhnlichen Abend.

Barocke Theaterschau in Kiel – Leclairs „Skylla und Glaukos“ in deutscher Erstaufführung

10.05.17 (Arndt Voß) -
Es lohnt sich zwischen Lübeck und Kiel zu pendeln. Bereits deren gemeinsame „Reise nach Reims“ (Rossini) war ein gelungener Versuch, die Stärken beider Opernhäuser zu bündeln. Jetzt brachten sie wohl zufällig im Abstand von nur einer Woche Barockopern auf die Bühne. Lübeck begann mit Händels „Ariodante“ und italienischer Gesangspracht, Kiel folgte mit Jean-Marie Leclairs „Skylla und Glaukos“ und optischer Opulenz.
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